Bürgermeisterwahl

Bittners Wahlkampf beginnt auf der Bürger-Bank

Ralf Bittner (rechts), Bürgermeisterkandidat der SPD

Foto: Achim Benke

Ralf Bittner (rechts), Bürgermeisterkandidat der SPD Foto: Achim Benke

Arnsberg.  CDU bestätigt noch keinen Termin zur Präsentation eines Namens: „Wir haben aber den Anspruch, einen eigenen Kandidaten zu stellen“.

Der SPD-Bürgermeisterkandidat Ralf Bittner zieht mit einer Bank-Garnitur durch die Stadt und über die Dörfer, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die CDU kann oder will hingegen immer noch keinen Termin festlegen, wann sie den Namen ihres Kandidaten benennen wird.

CDU nennt weder Termin noch Namen

In der Stadt hörbare Verlautbarungen, dass dies im Verlauf der kommenden Woche passieren soll, wurden vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Klaus Büenfeld am Montag nicht wiederholt. „Das kann ich hier heute noch nicht bestätigen“, sagt er. Auch zu einer Mitgliederversammlung sei nach wie vor noch nicht eingeladen worden. Allerdings ist auch denkbar, dass die Findungskommission der Arnsberger CDU einen Kandidaten zunächst öffentlich vorschlägt und diesen erst dann von der Basis formal bestätigen lässt.

Für die SPD war Ralf Bittner auch schon Wochen als designierter Bürgermeister-Kandidat unterwegs, bevor die Delegiertenversammlung der Arnsberger Ortsvereine ihn kürzlich offiziell nominierte.

Derweil hat der Wahlkampf schon begonnen. Unter dem Motto „Kommen wir ins Gespräch“ machte der Bürgermeister-Kandidat der SPD Ralf Paul Bittner mit seinem Tisch Station in der Hauptstraße im Arnsberger Stadtteil Neheim. Es war eine von insgesamt über 20 Einladungen an die Arnsberger Bevölkerung, mit ihm in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. „Ich möchte wissen, was die Bürger wollen, was sie erwarten von Arnsbergs neuem Bürgermeister“, so Bittner.

Bei seinen bisherigen Besuchen habe er festgestellt, dass die Bürger in jedem Ortsteil andere Schwerpunktthemen haben. Bis zur Wahl des Arnsberger Bürgermeisters am 4. Februar 2018 wird der Kandidat Bittner noch in weiteren Ortschaften unterwegs sein.

Zeitgleich setzt Bittner auf „Kooperation und Vernetzung“. In der Trilux-Akademie diskutiert er am 14. November mit dem Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese (SPD), Johannes Huxol (Trilux), Michael Westphal (Wirtschaftsförderung) und Wolfgang Werth (IG Metall) über die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Arnsberg. Bittner geht es, anknüpfend an die lichttechnische Kompetenz der Stadt, um eine mögliches Ansiedlung eines „Licht­clusters NRW“ in Arnsberg sowie um eine Anbindung der mittelständischen Wirtschaft an die Wissenschaftslandschaft des östlichen Ruhrgebiets.

„Wohlergehen der Stadt“

Bittner setzt auf Überparteilichkeit, suchte daher auch schon das Gespräch mit anderen Parteien. „Diese Wahl ist eine Persönlichkeitswahl, die hat mit einer Landtags- oder Bundestagswahl nicht zu tun. Mir geht es ganz alleine um das Wohlergehen unserer Heimatstadt Arnsberg“, betont Bittner.

Für die Arnsberger CDU ist es dennoch absolut keine Option, einen Ralf Bittner als gemeinsamen Kandidaten aller Parteien zu unterstützen. „Wir haben ganz klar den Anspruch, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen“, sagt Klaus Büenfeld, „und wir halten es im Sinne der Stadt auch für sinnvoll, dass die Ratsmehrheit den Bürgermeister stellt.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik