Arnsberger Polizistenmord

Bürgermeister Bittner unterstützt das Gedenkstätten-Projekt

Peter Hering (Mitte) erläutert seinen Vorschlag, dem Gedenken an die am 10. Juli 1979 erschossenen Polizisten einen würdigen Rahmen zu geben.

Foto: Wolfgang Becker

Peter Hering (Mitte) erläutert seinen Vorschlag, dem Gedenken an die am 10. Juli 1979 erschossenen Polizisten einen würdigen Rahmen zu geben. Foto: Wolfgang Becker

Niedereimer.   Peter Herings Vorschlag, den im Dienst erschossenen Beamten wieder ein würdiges Gedenken zu geben, findet breiten Anklang.

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Das von Peter Hering angestoßene Projekt, die Gedenkstätte für die beiden im Dienst erschossenen Arnsberger Polizisten an der alten B 7 bei Niedereimer in Verbindung mit einem Brückenbau über den Perstorp-Obergraben wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken (wir berichteten), nimmt Fahrt auf:

Freitagnachmittag sagte Bürgermeister Ralf Paul Bittner vor Ort seine Unterstützung zu. Die Stadt werde sich der Sache schnellsten annehmen.

Bevölkerung für zunehmende Übergriffe sensibilisieren

Bittner hatte den tragischen Ort „dieser erschütternden Tat auch in ihrer Ausführung“ im Rahmen seines ersten Bürgerspaziergangs angesteuert und sich - wie rund 25 weitere Interessierte - von Ideengeber Peter Hering umfassend über dessen Vorstellungen informieren lassen. Bittner, selbst zuvor 30 Jahre im Polizeidienst, begrüßte die Initiative ausdrücklich.

Zum einen, um dem Gedenken an die ermordetem Polizisten Bernd Korb und Michael Gödde wieder einen würdigen Rahmen zu geben, zum anderen, „um die Bürger für die zunehmenden Übergriffe auf Polizeibeamte sowie Feuerwehr- und Rettungskräfte zu sensibilisieren“. Hier herrsche parteiübergreifender Konsens, alles zu unternehmen, um das Projekt zu realisieren.

„Zudem müssen alle Sicherheitsfragen geklärt werden“

Er selbst, versprach Ralf Paul Bittner, werde nun die Verwaltung um die erforderlichen Prüfungen bitten, ob - unter Einbeziehung bereits vorhandener Fundamente einer früheren Landwirtschaftsquerung - ein Brückenschlag über den Obergraben möglich sei und wie kostengünstig vorgegangen werden könne.

„Zudem müssen alle Sicherheitsfragen geklärt werden. Und wenn die Prüfung gut ausgeht, werden wir die Umsetzung so schnell wie möglich einleiten.“ Allerdings könne er nicht versprechen, ob dies im positiven Fall bis zum 40. Jahrestag des schrecklichen Geschehens - dem 10. Juli 2019 - geschehen könne.

Brücke über den Übergraben ist wichtig für das Projekt

Der Brücke über den Obergraben als fuß- und radläufiger Verbindung zwischen Niedereimer und Bruchhausen und Ruhrtalradweg kommt für das Gesamtprojekt Peter Herings große Bedeutung zu, soll sie doch für Belebung rund um die Gedenkstätte sorgen. Um deren Sanierung will sich dann die Polizei kümmern.

Bruchhausens Bezirksausschuss-Vorsitzender Ewald Hille bekräftigte ebenfalls seine Unterstützung. „Weil dies auch ein Zeichen für das Zusammenrücken der Ortsteile Niedereimer und Breitenbruch ist.“

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