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BVB-Fans diskutieren Umzug von Hummels nach Neheim

Mats Hummels spielt seit dem Sommer 2019 wieder für Borussia Dortmund.

Mats Hummels spielt seit dem Sommer 2019 wieder für Borussia Dortmund.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Neheim.  Gerüchte über einen Umzug von Mats Hummels nach Neheim halten sich. Was Fans freut: Ein erfahrener Makler hält das für möglich.

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Die Gerüchte um einen möglichen Umzug von Fußballprofi Mats Hummels nach Neheim sorgen in der Stadt für viele Reaktionen – so wie vor einigen Jahren über einen Zuzug von Pierre-Emerick Aubameyang.

Das „Top Magazin Sauerland“ hatte bei Facebook berichtet, Hummels sei bereits mehrfach in Neheim gesehen worden und habe Interesse an einer Villa. Der Eigentümer der betreffenden Immobilie dementierte auf Nachfrage dieser Redaktion, dass es Verkaufsverhandlungen mit Hummels oder einem Bevollmächtigten gebe.

Gesprächsstoff im größten BVB-Fanclub

Dennoch halten sich die Spekulationen, ob Hummels tatsächlich einen Umzug beabsichtigt, mehrere Personen wollen den Spieler in der Stadt gesehen haben. Die einen Facebook-Nutzer vermuten, dass die Eltern des Spielers ins Sauerland ziehen möchten, andere wollen Hummels scherzhaft für den Schützen- und Sportverein anwerben.

Ehefrau Cathy Hummels hatte vor dem Wechsel ihres Mannes zurück zum BVB öffentlich erklärt, dass die beiden in Ruhe ein geeignetes Zuhause für sich und ihren Sohn Ludwig in der Wahlheimat von Mats Hummels suchen wollen. Der BVB antwortet auf WP-Anfrage: „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns grundsätzlich nicht zu den Privatangelegenheiten unserer Spieler äußern“.

Für die Mitglieder des größten BVB-Fanclubs in Oeventrop und Freienohl sind genau die allerdings Gesprächsstoff: „Es ist ein Thema, das heiß diskutiert wird“, sagt der Vorsitzende Eugen Kraas. „Natürlich wäre es super, wenn er zu uns ins Sauerland ziehen würde.“

Denn eine solche Konstellation habe es bereits gegeben, erinnert sich das Fanclub-Urgestein. In den 80er-Jahren habe Uli Bittcher eine Zeit lang in Freienohl gelebt, nachdem er von Schalke zum BVB gewechselt war. „Er hat uns damals auch im Vereinslokal besucht“, sagt Kraas.

Viele Borussen im benachbarten Werl

Im benachbarten Werl haben bereits mehrere BVB-Spieler gewohnt: Der wohl bekannteste von ihnen ist der heutige Stadionsprecher Norbert Dickel. Er wohnte in den 80er-Jahren zwischenzeitlich im Werler Süden und kehrte 1989 nach seinen Toren beim BVB-Pokalsieg als „Held von Berlin“ in die Marienstadt zurück, wo er begeistert gefeiert wurde.

Zur selben Zeit lebte auch der Schotte Murdo MacLeod im Werler Ortsteil Budberg, der damals Teamkollege von Dickel war. Weitere Borussen-Spieler in der Wallfahrtstadt waren der gebürtige Werler und Europapokalsieger Theo Redder (1966), der gebürtige Wickeder und Champions-League-Sieger Martin Kree (1997) sowie der Büdericher Uwe Grauer, der von 1991 bis 1994 beim BVB spielte. Diese drei waren beziehungsweise sind sogar fest verwurzelt in der Region.

Weitere Villa für mehr als eine Million zum Verkauf

Auswahl an luxuriösen Immobilien hätten Profis ebenso im Arnsberger Stadtgebiet – auch neben der laut „Top Magazin“ etwa acht Millionen teuren Villa in Neheim. Erfahrenen Immobilienmaklern zufolge werde millionenteure Objekte eher diskret gehandelt, seltener öffentlich, weil einige Besitzer keine Daten und Bilder im Internet veröffentlichen möchten.

Im Netz ist aber zum Beispiel eine weitere Villa zu finden, die für 1,15 Millionen Euro zum Verkauf steht. Es handelt sich um ein Anwesen im mediterranen Stil, laut Exposé mit Lichtkuppel, exklusivem Marmor aus Italien und Portugal, Whirlpool, Heimkino, Ankleidezimmer und 365 Quadratmetern Wohnfläche. Zusätzlich zu acht Zimmern gibt es vier Badezimmer, eines davon „der versunkenen Titanic nachempfunden worden, inklusive der originalen Mosaikfliesen, die auch auf dem Ozeanriesen verbaut wurden“.

„Viele Fußballprofis suchen für sich selbst eher etwas zur Miete, weil sie nicht wissen, wie lange sie vor Ort beim Verein bleiben“, erklärt ein mit der Szene vertrauter Makler, der anonym bleiben möchte. Anders sei das bei Spielern, die sich in der Schlussphase ihrer Laufbahn befänden – so wie der 30-Jährige Hummels.

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