Schützenfest in Neheim

Carla Obertrifter ist Neheimer Madl beim Bayrischen Abend

Das Neheimer Madl Carla Obertrifter

Das Neheimer Madl Carla Obertrifter

Foto: Achim Benke

Neheim.  Die Neheimer Schützen stellen Carla Obertrifter als Neheimer Madl für den Bayrischen Abend vor.

Das neue Neheimer Madl ist Carla Obertrifter und kommt aus Neheim-Bergheim. Sie ist die Repräsentantin der Schützenbruderschaft St.-Johannes Baptist für den „Original Bayrischen Abend“ am Freitag, 16. August 2019, zum Start des Neheimer Volksfestes „Fest in Neheim“. Carla ist das dritte Madl, das seit 2015 im Schützenjahr präsentiert wird. In besagtem Jahr war die jetzt 19-Jährige Jugendschützenkönigin in Neheim. „Ja, da kann ich mich noch gut daran erinnern. Leider war ich nie Kinderschützenkönigin“, so das Madl Carla. An dieser Aussage merkt man bereits, dass sie eine Neheimer Schützenschwester mit Leib und Seele ist – und das kommt nicht von ungefähr.

Carla gehört einer „alt eingesessenen“ Schützenfamilie an. Vater Jörg ist Adjutant des Schützenkönigs, und Mutter Anja hat das „Büchsken“ zur 650-Jahr-Feier der Waldschenkung 2018 illustriert und geschrieben, des Weiteren hat sie die neuen Motive für „Kunst auf dem Bierdeckel“ für das Schützenfest 2019 gemalt. Carlas Onkel Bernd Obertrifter, Scheffe der Bruderschaft, hatte sie nach einer Vorstandssitzung per WhatsApp gefragt, ob sie sich vorstellen kann, „Neheimer Madl 2019“ zu werden. „Da habe ich gar nicht lange überlegen müssen. Er hatte einige Tage vorher schon etwas angedeutet“, so Carla. Sie wird in einem feschen Dirndl für den „original bayrischen Abend“ auf großen Plakaten in der Stadt Arnsberg werben. „Ich bin mal gespannt, was das für ein Gefühl ist, wenn man sich selber auf den Plakaten sieht. Ich dachte erst, es sind nur kleine Plakate“, grinst das Madl.

Carla steht auf der Bühne

Persönlich wird sie bei der Bierprobe auf dem Fresekenhof und am „original bayrischen Abend“ auf der Bühne stehen. Auf die Frage, ob sie mal gerne den Fassanstich übernehmen möchte, sagt Carla: „Ich glaube nicht. So ganz unvorbereitet und ohne es mal gemacht zu haben, ist es schon eine Herausforderung. Außerdem schauen so viele Menschen zu und warten darauf, das es super klappt.“ Ihr Vater Jörg verrät, dass Carla lieber Bier trinkt als Mixgetränke. Sie bestätigt: „Bier ja, sonst macht das keinen Sinn.“

Ach ja, das Dirndl durfte sie sich aussuchen, die Kosten haben die Schützen übernommen. „Es hat etwas gedauert, bis ich das Richtige gefunden habe. Die Farbe gefällt mir gut, da mein Kleid zum Abi-Ball die gleiche Farbe hatte.“

Carla war Schülerin des St.-Ursula-Gymnasium (SUG) und studiert jetzt im zweiten Semester auf Lehramt Mathematik und Physik in Paderborn. Nach ihrem Studium möchte sie gerne wieder ans SUG zurück. Als die ersten Fotos von Carla als „Neheimer Madl“ in den sozialen Netzwerken auftauchten, hat sie nur positive Reaktionen als Feedback bekommen.

Das zeigt ihr, dass sie mit ihrem Auftritt die Glaubwürdigkeit der Werbebotschaft für den „original bayrischen Abend“ erhöht. Im Marketing nennt man es „Testimonial“. Was ist für Carla der Freitagabend während des Volksfestes: „Es ist nicht das typische Schützenfest. Die Atmosphäre, wenn alle unsere Gäste in Tracht zu uns kommen, das ist schon toll. Besonders die Dirndl sehen sehr schön aus, weil es so viele Modelle gibt. Man wirkt im Dirndl sehr fraulich.“

Neue Bewerbungen nach dem Fest

Ihr Dirndl darf sie nach dem Schützenfest behalten. Zum Thema Blasmusik meint sie, wenn es neuen und bekannte Stücke sind, geht es für sie in Ordnung. Nur ständig kann ich es mir nicht anhören. Ihre Musikrichtung ist die elektronische Tanzmusik. Am Wochenende ist sie beim Musikfestival „Parookaville“ auf dem Flughafen in Weeze. Leider kann sie das Schützenfest nur freitags und samstags feiern. Lernen für die Klausurarbeiten stehen an den anderen Tagen auf dem Programm. Schützen-Pressesprecher Martin Smykalla gab bekannt, dass sich nach dem Schützenfest dass neue „Neheimer Madl 2021“ bewerben kann: „Am besten über unsere Facebook-Seite: Fest-in-Neheim. Wir werden das noch bekanntgeben.“

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