Öffentlicher Nahverkehr

CDU im Röhrtal sieht Potenzial auf einem Radweg

Sie sehen viel Potenzial, wenn die Röhrtalbahntrasse in einen Radweg umgewandelt wird: von links Christoph Hillebrand (Müschede), Sebastian Booke und Paul Thüsing (Sundern), Patric Cremer (Stemel) sowie Claudia Hacheney (Hachen).

Sie sehen viel Potenzial, wenn die Röhrtalbahntrasse in einen Radweg umgewandelt wird: von links Christoph Hillebrand (Müschede), Sebastian Booke und Paul Thüsing (Sundern), Patric Cremer (Stemel) sowie Claudia Hacheney (Hachen).

Foto: privat

Arnsberg/Sundern.   Vier CDU-Verbände im Röhrtal sprechen sich für einen Radweg auf der Bahntrasse aus und wollen die Reaktivierung stoppen.

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Ein Radweg auf der Trasse der Röhrtalbahn hat enormes Potential. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Ortsbesichtigung, zu der sich Vertreter der CDU-Ortsverbände aus Müschede, Hachen, Stemel und Sundern entlang des Streckenverlaufs des favorisierten Röhrtalradweges jetzt trafen. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass dies zu einer Bereicherung für die Region führen würde“, heißt es in einer Presseerklärung.

Direkte Anbindung an Ruhrroute

Auf diesem Wege würde der Ruhrtalradweg direkt mit dem Sorpesee über Stemel verbunden werden. Davon würden alle Ortschaften entlang des Radweges profitieren. Müschedes CDU-Ortsverbandsvorsitzender Christoph Hillebrand wies auch auf die Bedeutung für seinen Ort hin: „Für Müschede würde eine Reaktivierung der Bahn massive Beeinträchtigungen für die Bürger/innen bedeuten, da man gezwungen wäre zu der weit vom Ortskern befindlichen Bahntrasse zu kommen, um einen Nahverkehrsanschluss zu erreichen.“

Senioren nicht einschränken

Das bisherige Konzept, den Nahverkehr zwischen Sundern und Neheim mit Bussen sicherzustellen, habe sich bewährt: „Die Menschen werden in den Orten abgeholt und müssen keine weiten Wege zu den Bahnhöfen

zurücklegen“, heißt es bei den CDU-Vertretern aus dem Röhrtal. Weiterhin sieht man, dass eine Bahnreaktivierung zu keinem deutlich erkennbaren Zeitgewinn führen werde. Fazit der vier Verbände: Neben den massiven Kosten von mindestens 15,6 Millionen Euro würde auch das bisher gute ÖPNV-Angebot zulasten der älteren Bevölkerung stark eingeschränkt sein.

FDP-Antrag sinnvoll

Die CDU sieht in dem Antrag der FDP Sundern, die die Bahntrasse in Sundern zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Verringerung des Verkehrsaufkommens nutzen möchte, als sinnvoll an. Erkundet hat die CDU bei anderen Kommunen eine kostengünstige Umsetzung des Radwegs: Dies könnte über Elemente erfolgen, die auf die Trasse aufgesetzt würden, ohne dass die bisherige Bahntrasse demontieren werden müsste. Jetzt will die CDU im Rat einen Antrag stellen, um schnellstmöglich auch Förderprogramme prüfen zu können, aber auch um die Bahntrasse aus dem Verkehrswegeplan zu nehmen.

Mehr Infos: http://www.derwesten.de/staedte/arnsberg/grosses-interesse-in-arnsberg-an-plaenen-fuer-roehrtalbahn-id12104621.html

Die CDU-Pressemitteilung in voller Länge:

Potenzial sinnvoll nutzen –

Tourismus und Wirtschaft im Röhrtal stärken

Zu einer gemeinsamen Ortsbesichtigung trafen sich die Vertreter der CDU Ortsverbände Müschede, Hachen, Stemel und Sundern entlang des Streckenverlaufs des favorisierten Röhrtalradweges. Hierbei wurde zwischen den Ortsverbänden erläutert, welches enorme Potenzial ein Röhrtalradweg über die Bahntrasse hat. Hierbei waren sich sämtliche Beteiligten einig, dass ein Röhrtalradweg unter Einbeziehung der Bahntrasse zu einer Bereicherung für die Region führen würde.

So würde der Ruhrtalradweg direkt mit dem Sorpesee über Stemel verbunden, wovon sämtlichen Ortschaften entlang des Radweges profitieren könnten. Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Christoph Hillebrand wies auch auf die Bedeutung für Müschede hin. „Da die Bahntrasse weit ab vom Ortskern liegt, wäre die Röhrtalbahn für Müschede völlig uninteressant. Wir befürchten eher noch eine Verschlechterung des Nahverkehrsanschlusses, da wir fest damit rechnen, dass bei einer Reaktivierung der Röhrtalbahn, das gute Busangebot reduziert wird“, so Hillebrand. Das bisherige Konzept, den Nahverkehr zwischen Sundern und Neheim mittels Bussen sicherzustellen, hat sich bewährt. So werden die Menschen in den Orten abgeholt und müssen keine weiten Wege zu den am Bahnhöfen zurücklegen, auch würde eine Bahnreaktivierung zu keinem deutlich erkennbaren Zeitgewinn führen. Demnach wäre eine Reaktivierung der Röhrtalbahn nicht nur mit massiven Kosten i.H.v. mindestens 15.600.000 € verbunden, sondern würde auch das bisher gute ÖPNV Angebot gerade zulasten der älteren Bevölkerung stark einschränken.

In verschiedenen Leserbriefen war zu lesen, dass auch die Wirtschaft die Röhrtalbahn nutzen würde. Die CDU hat daher die größeren Industriebetriebe befragt, ob sich die Unternehmen vorstellen könnten, die Bahntrasse für ihre Unternehmen zu nutzen. Von den Unternehmen, die sich zurückgemeldet haben, hat kein einziges ein Interesse an der Bahntrasse bekundet. Im Gegenteil gab es sogar Unternehmen, die es befürworten, wenn ihre Mitarbeiter noch besser mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren könnten.

Des Weiteren befürchtet die CDU weitere Verkehrsbehinderungen durch das Überqueren des Zuges an den verschiedenen Bahnübergängen. „Was es bedeutet, wenn der Verkehr immer wieder zum Halten gebracht wird, haben wir die letzten Monate an der Baustelle in der Ortsdurchfahrt von Stemel erfahren.“ So Stemels CDU Ortsverbandsvorsitzender Patric Cremer.

Neben der Nutzung der Bahntrasse als Radweg befürwortet die CDU auch den Antrag der FDP, wonach die Bahntrasse im Ortsteil Sundern einer Verbesserung der Infrastruktur zur Verringerung des Verkehrsaufkommens zur Verfügung gestellt werden soll.

Auch im Hinblick auf die Nutzung der Bahntrasse als Radweg konnte die CDU mehrere Umsetzungsmöglichkeiten aus anderen Kommunen erfragen. So wäre eine Möglichkeit, dass auf die bisherige Bahntrasse Elemente aufgesetzt werden, die einen Radweg ermöglichen, ohne die bisherige Bahntrasse demontieren zu müssen. Somit könnte man die Bahntrasse erhalten und diese gleichzeitig als Radweg nutzen.

Um schnellstmöglich auch Förderprogramme prüfen zu können, will die CDU daher zeitnah einen Antrag im Rat der Stadt Sundern stellen, dass diese zum einen die Umsetzungsmöglichkeiten und Förderprogramme prüft und zum anderen vorantreibt, dass die Bahntrasse aus dem Verkehrswegeplan heraus genommen wird.

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