Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt

CVUA: Standort-Entscheidung könnte vor Weihnachten fallen

Das Arnsberger Untersuchungsamt.

Foto: Wolfgang Becker

Das Arnsberger Untersuchungsamt. Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Offiziell ist noch keine Entscheidung über den Standort der zentralen CVUA Westfalen gefallen. Es werde noch an der Lösung gearbeitet.

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Noch immer ist offen, ob das „Chemische und Veterinäruntersuchungsamt“ (CVUA) weiterhin in Arnsberg bleibt. Wie berichtet, befinden sich alle Untersuchungsämter des Regierungsbezirks seit 1. Januar 2014 unter einem Dach: der CVUA Westfalen.

Zentralisierung soll bis 1. Januar 2025 erfolgen

Damit verbunden ist die Bündelung aller dieser Einrichtungen bis spätestens 1. Januar 2025 an nur einem Standort. Möglicherweise könnte darüber nach Informationen unserer Zeitung noch vor Weihnachten entschieden werden.

„Der Verwaltungsrat des CVUA Westfalen befasst sich intensiv mit einer bestmöglichen Lösung,“ erklärte Peter Schütz als stellv. Sprecher des zuständigen Landesministeriums für u.a. Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf Anfrage.

Wirtschaftliche Kriterien

Aber noch sei keine endgültige Lösung gefunden. Ausschlaggebend für die Wahl eines Standortes sollen in erster Linie wirtschaftliche Kriterien sein. Gegebenenfalls komme aber auch ein gemeinsamer, völlig neuer Standort in Betracht. So weit Peter Schütz.

Arnsberg könnte auch zentraler CVUA-Standort werden

Was für Arnsberg - wie für die anderen dezentralen CVUA-Standorte Hagen, Bochum und Hamm - zwei Optionen bedeutet:

1. Arnsberg wird - bei entsprechender baulicher Erweiterung - gemeinsamer Standort des CVUA Westfalen oder 2. das Untersuchungsamt, das im Hasenwinkel zu Hause ist, wird abgezogen. Was die etwa 95 MitarbeiterInnen in eine nicht gerade angenehme Lage versetzen würde.

Bereits zu Jahresbeginn hatte sich die CDU Arnsberg in Person der Ratsmitglieder Dirk Ufer und Eva Wünsche für den Erhalt des Standortes stark gemacht.

CDU sieht bei Abzug Katastrophe für Landwirtschaft

Ein Abzug dieser für die gesamte Region wichtigen Einrichtung, so eines ihrer Argumente, „wäre schon allein für die vielen Landwirte im Hochsauerland eine Katastrophe.“

Aus zwei Gründen: Diese müssten für den Antransport von Fleischproben zur Untersuchung wohl deutlich längere, zeitaufwändige Fahrten zurücklegen, was 2. auch ökologischer Unfug sei, gelte es doch in heutigen Zeiten, unnötige Fahrten und damit verbundene erhöhte Abgasemissionen zu vermeiden.

Und pendeln müssten dann auch die vielen MitarbeiterInnen. Zudem hatten Ufer und Wünsche seinerzeit ihre Befürchtung zum Ausdruck gebracht, dass von der damals noch rot-grünen Landesregierung bereits Nägel mit Köpfen zugunsten eines Ruhrgebietsstandortes getroffen worden sein könnten.

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