Neheimer Weihnachtstreff

Darum wurde dem Neheimer Weihnachtsbaum der Strom abgedreht

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Die Beleuchtung des Weihnachtsbaums bleibt erstmal ausgeschaltet, nachdem in den sozialen Medien der Schmücker des Baumes angefeindet wurde.

Die Beleuchtung des Weihnachtsbaums bleibt erstmal ausgeschaltet, nachdem in den sozialen Medien der Schmücker des Baumes angefeindet wurde.

Foto: Katharina Kalejs / WP

Neheim.  In den sozialen Medien ist eine hitzige Debatte rund um den Weihnachtsbaum auf dem Neheimer Marktplatz ausgebrochen. Das sagt Aktives Neheim!

Der Weihnachtsbaum ist ein Zeichen für die besinnlichste Zeit des Jahres: Immer reich geschmückt, immer leuchtend, funkelnd, strahlend. Das ist nicht nur in Privathaushalten so, sondern auch in den Innenstädten. Um den Neheimer Weihnachtsbaum, der jedes Jahr im Zentrum des Marktplatzes steht, ist jetzt eine hitzige Debatte ausgebrochen. Das Problem: Die Beleuchtung. Doch kein Energiespargedanke steckt hinter den Bemerkungen in den sozialen Medien. Vielmehr geht es um das Aussehen der Dekoration.

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Die Lichterkette, die den erst letzte Woche geschlagenen und aufgestellten Baum ziert, wird scharf kritisiert: Einige Nutzerinnen und Nutzer schreiben von einer willkürlichen, lieblosen Aufhängung, andere vermuten, dass der große Lichterschlauch wohl zu groß und zu schwer sei, weswegen das Aufhängen sich wohl schwierig gestaltet haben könnte. Dass diese in diesem Jahr angeschaffte Lichterkette wohl eine andere Wirkung als erwartet habe, sieht Konrad Buchheister, der Leiter des Citybüros von Aktives Neheim ein. Der Verein ist schon seit über zwanzig Jahren für die Weihnachtsbeleuchtung der Neheimer Innenstadt zuständig. „Wenn mich jemand anruft und direkt sagt, dass es nicht gut aussieht, dann kann ich damit arbeiten“, sagt er.

Viel Arbeit, keine Wertschätzung

Das Problem an der Debatte in den sozialen Medien sind die Menschen, die eben nicht nur den Baumschmuck bemängeln, sondern diejenigen, die den Baum geschmückt haben, angehen. Nicht nur Eile wird unterstellt, sondern zum Beispiel auch ein „Hass auf Weihnachten“ oder gar Trunkenheit während der Arbeit. Außerdem wird der Baumschmückende als Armleuchter oder dumm betitelt. Das ist etwas, das Heinrich Veh, Oberst des Jägervereins, in den Sozialen Medien deutlich ablehnt: „Hat hier irgendjemand eine Ahnung, wie viel Arbeit das ist?!“ Und auch Konrad Buchheister zeigt sich wütend über diese Anfeindungen: „Wir haben die Weihnachtsbeleuchtung kleinschrittig mit wenigen engagierten Leuten erarbeitet. Es ist unfassbar traurig, dass diese sehr engagierten Mitarbeiter in so unerträglicher Weise niedergemacht werden.“

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Die Konsequenz: Die Baumbeleuchtung bleibt erstmal aus. Schon am Montagabend habe sich Buchheister zu diesem Schritt entschlossen, um die Situation zu beruhigen. Nun wird vereinsintern überlegt, wie es weitergehen kann. Ob und inwiefern eine Umdekorierung geplant und umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Bis es soweit ist, „bleibt der Baum aus“.

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