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Dauerhaft Gebetsraum für Muslime in Hüstener Turnhalle?

Der Marokkanische Kulturverein Arnsberg will in Hüsten die Turnhalle der ehemaligen Pestalozzischule dauerhaft als Gebetsraum sowie für die Vereinsarbeit nutzen. Der Verein will die Halle umbauen.

Der Marokkanische Kulturverein Arnsberg will in Hüsten die Turnhalle der ehemaligen Pestalozzischule dauerhaft als Gebetsraum sowie für die Vereinsarbeit nutzen. Der Verein will die Halle umbauen.

Foto: Karl-Heinz Keller

Hüsten.   Der Marokkanische Kulturverein will die Turnhalle der früheren Pestalozzischule dauerhaft als Gebetrsum sowie für Vereinsarbeit nutzen.

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Der Marokkanische Kulturverein Arnsberg will die leer stehende Turnhalle der ehemaligen Pestalozzischule am Hüttengraben in Hüsten längerfristig als Gebetsraum und zusätzlich als Raum für die Vereinsarbeit nutzen. Ein entsprechendes Gesuch stellte der Verein an die Stadtverwaltung. Bereits jetzt wird die Turnhalle temporär vom Marokkanischen Kulturverein im Ramadan und für Freitagsgebete genutzt.

Unklare Flüchtlingsentwicklung

Einer längerfristige Nutzung kann die Stadtverwaltung derzeit aber nicht zustimmen, weil die Turnhalle von der Stadt als Reservegebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten wird - für den Fall, dass die Flüchtlingszahlen in Arnsberg stark zunehmen sollten. Daher sei die weitere Flüchtlingsentwicklung abzuwarten, so die Stadtverwaltung. 2015/16 wurde die Turnhalle als Teil der Hüstener Flüchtlingsnotunterkunft genutzt.

„Der Marokkanische Kulturverein leistet seit 15 Jahren ehrenamtlich eine sehr gute Integrationsarbeit in und für unsere Stadt“, betont die Stadt-Pressestelle nach einer WP/WR-Anfrage zum Turnhallen-Thema. Der Verein selbst betont, keine Riesenmoschee mit Minarett bauen zu wollen, er strebe vielmehr einen Umbau der jetzigen Turnhalle an. Das Ganze würde sich ähnlich ins Stadtbild einpassen wie der Gebetsraum an der Langen Wende in Neheim.

Engagierte Marokkaner

Der Marokkanische Kulturverein Arnsberg wurde 2002 gegründet. In einer Beschreibung des Vereins auf der Homepage der Stadt Arnsberg heißt es: „Primärziele des Vereins sind die Errichtung einer Moschee und die Förderung des interreligiösen Dialogs sowie der Abbau von Missverständnissen und Vorurteilen zwischen den Religionsgemeinschaften. Hinzukommen Unterstützung und Hilfestellung für in Arnsberg lebende Marokkaner und Muslime durch Nachhilfe für Schüler, Sprachkurse (Deutsch, Arabisch), Muttersprachunterricht für die Kinder sowie Hilfe bei Behörden.“

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