Sauerland-Museum

Der Landsberger Hof in Arnsberg wird edel

Blick in das Kellergewölbe: An dieser Stelle wird die Brücke zum Neubau-Komplex angedockt.

Blick in das Kellergewölbe: An dieser Stelle wird die Brücke zum Neubau-Komplex angedockt.

Foto: Ted Jones

Arnsberg.  Die Arbeiten an Umbau und Sanierung des Landsberger Hofes verlaufen nahezu nach Plan. Damit hat der Eröffnungstermin weiter Bestand.

Vom Fortschritt der Arbeiten an der Baugrube für den Museumsneubau kann sich jeder überzeugen. Doch Umbau und Sanierung des Landsberger Hofes laufen dagegen im Verborgenen. Von in den Museumshof ein- und ausfahrenden Lkw einmal abgesehen.

Doch: Im Museumsaltbau läuft alles wie am Schnürchen, so dass der geplanten Neueröffnung im Frühjahr 2018 nichts im Wege steht. Ein Desaster wie am Berliner Flughafen ist daher wohl nicht zu erwarten.

2,9 Mio. Euro fließen in Altbau

Rund 2,9 Millionen der insgesamt 12,7 Millionen Euro für den Ausbau des Museums zu einem „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ werden allein in den Landsberger Hof investiert, wo sich später die neue Dauerausstellung präsentieren wird.

„Bislang,“ erklärt Ulrich Bork als HSK-Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, „läuft hier in den ersten drei Monaten nahezu alles so, wie es Architekten und Planer vorgegeben haben.“

Kreisausschuss hat weitere Gewerke vergeben

So habe gerade der Kreisausschuss – genau am 28. Februar – die Arbeiten für die Heizungs- und Kältetechnik sowie für die Lüftungs- und Gebäudeleittechnik vergeben. Und zwar an heimische Unternehmer.

Beide Gewerke zusammen haben ein Volumen von mehr als einer Millionen Euro.

Meinolf Menke vertritt Hochsauerlandkreis vor Ort

Für Projektleiter Meinolf Menke, der vor Ort den Hochsauerlandkreis als Bauherrn vertritt und damit als wichtiges Bindeglied zu ausführenden Firmen und deren Mitarbeitern fungiert, ist diese Vergabe ein wichtiger Meilenstein.

„Denn wenn diese wohl ,knackigsten’ der anstehenden Gewerke angegangen werden, dann geht es hier so richtig voran.“ Und Menke zeigt sich ebenso wie Bork zuversichtlich, dass auch die noch nicht vergebenen Gewerke bald folgen werden.

„Die Jungs verstehen ihr Handwerk“

Der bislang problemlose Fortschritt der Arbeiten sei aber, sagt Meinolf Menke, nicht nur der guten Planung zu verdanken.

Hier gebühre den Mitarbeitern der Firma WID aus Heilsbronn/Bayern, die sich auf die Sanierung historischer Bauwerke spezialisiert hat, ein großes Lob: „Die Jungs sind wirklich gut und verstehen ihr Handwerk.“

Alle Arbeiten im unter Denkmalschutz stehenden Landsberger Hof erfordern aber immer wieder aufs Neue Abstimmungen mit den dafür zuständigen Stellen, sollte ein Abweichen von den Plänen unumgänglich sein.

Jetzt zwei Aufzüge

„Die Zeit, die wir dafür aufbringen müssen,“ erklärt Ulrich Bork, „sieht man natürlich nicht. Aber auch dies ist ein unverzichtbarer Teil der Sanierung, der viel Arbeitskraft verlangt.“

Wie zum Beispiel beim Bau der Aufzüge. War ursprünglich ein großer Aufzug mit entsprechend tiefem und aufwändigem Fundament im harten Fels vorgesehen, „haben wir letztlich aber aus Kostengründen darauf verzichtet“, so Bork.

Ein sehr wichtiges Ziel erreicht: Barrierefreiheit

Nun werden zwei Aufzüge – einer an der Rezeption – für den barriere­freien Zugang aller Museumsebenen sorgen. „Mit den Aufzügen erreichen wir nun ein sehr wichtiges Ziel: die Barrierefreiheit. Denn die hat es im alten Museum nicht gegeben.“

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