Sauerland-Museum

Der Startschuss ist gefallen

Der Startschuss für die Erweiterung des Sauerland-Museums in Arnsberg ist gefallen. Landrat Dr. Karl Schneider, Bürgermeister Hans-Josef Vogel, Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein und - im Hintergrund - Dirk Glaser, der Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Der Startschuss für die Erweiterung des Sauerland-Museums in Arnsberg ist gefallen. Landrat Dr. Karl Schneider, Bürgermeister Hans-Josef Vogel, Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein und - im Hintergrund - Dirk Glaser, der Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Foto: WP Ted Jones

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Arnsberg. Hässlichkeit und Verfall weichen modernen Baukörpern und attraktiver Umfeldgestaltung: Dienstagmittag legten Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Hans-Josef Vogel symbolisch die Hand an den Abrissbagger, der das ehemalige Dresdner Bank-Gebäude an der Ruhrstraße in „Schutt und Asche“ verwandeln soll. Und gaben damit den Startschuss für den Einstieg in die Museumserweiterung.

„Endlich“, werden viele Arnsberger sagen, die die Beseitigung dieses „Schandflecks“, so Hans-Josef Vogel, lange herbeigesehnt hatten. „Endlich“ sagte auch der Landrat „Denn endlich geht es los mit den Arbeiten.“

Schneider zeigte sich vor den Zuschauern, darunter Dirk Glaser als Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, Bezirksausschussvorsitzende Marie-Theres Schennen und Baukommissions-Leiter Ludger Maas, überzeugt, dass der Ausbau des Museums zu einem Museums- und Kulturforum Südwestfalen „die richtige Entscheidung ist, weil damit die Attraktivität der gesamten Region gesteigert wird“.

Dazu zähle der Abriss des „hässlichen“ Bank- und Wohngebäudes, was eine erheblich großzügigere Planung erlaube als noch in den ersten Gedankenspielen, die eine Erweiterung des Museums in die Tiefe vorsahen. Die Idee, das Gebäude zu erwerben und abzureißen, so Dr. Karl Schneider, habe Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein eingebracht. „Und die zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind aufgrund des so viel größeren Planungspotenzials schnell darauf angesprungen.“

Das Potenzial der Museumserweiterung erkannt hat auch die Stadt Arnsberg und deshalb das Regionale-Projekt von Beginn an kraftvoll unterstützt und stadtplanerisch flankiert. „Denn damit wird der Standort immens aufgewertet,“ betonte Bürgermeister Vogel. Aus mehreren Gründen:

„Die große Chance wurde genutzt“

Die moderne Formensprache der am Hang unterhalb des Landsberger Hofes vorgesehenen Gebäudekuben habe schließlich auch der Stadtplanung viele gute und neue Chancen eröffnet. So werde zum Beispiel zwischen Ruhrstraße und Ruhr gegenüber des Museums ein völlig neuer Aufenthaltsplatz im Uferbereich geschaffen. Und zugleich, so Vogel, habe das Projekt enorme Bedeutung für den Tourismus, der nach Fertigstellung des Museums einer erheblichen Belebung entgegensehe.

Die bauliche und zugleich inhaltliche Modernisierung des in Trägerschaft des HSK befindlichen Sauerland-Museums hat sich so zu einem echten Gemeinschaftsprojekt von Kreis, Stadt und Südwestfalen Agentur entwickelt, wie Landrat Schneider unterstrich. „Alle arbeiten dafür Hand in Hand.“

Das sieht auch Dirk Glaser so: „Hier wurde die große Chance genutzt.“ Die Museumserweiterung sei eines von 42 Regionale-Projekten mit einem Gesamt-Invest von rund 270 Mio. Euro. „Und ich kann sagen: Durch diese Vorhaben werden wir inzwischen als Region deutlich wahrgenommen und haben damit ein wichtiges Ziel erreicht,“ freute sich Glaser.

Insgesamt werden in das Museumsforum rund 12,6 Mio Euro investiert, davon ca. 780.000 Euro in Erwerb und Abriss des Ex-Bankgebäudes. Der Kreisanteil beläuft sich auf 6,5 Mio. Euro.

Info

Die Vorarbeiten für den Abriss umfassen Entrümpelung und Entkernung sowie Entfernung und Entsorgung von Schadstoffen.

Dafür sind zwei bis drei Wochen veranschlagt.

Der eigentliche Abriss des ehemaligen Dresdner Bank-Gebäudes erfolgt unmittelbar im Anschluss, voraussichtlich in der 22. Kalenderwoche.

Baubeginn für die Museumserweiterung ist voraussichtlich im Herbst, die geplante Fertigstellung im Sommer 2017.

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