Schäferhunde

Deutschlands Top-Spürnasen in Arnsberg aktiv

„Brändy“ hat schon einmal ihre Rettungsdecke angelegt, mit Frauchen Gabriele Schmidt (rechts) ist sie am Wochenende dabei. Die Daumen drücken (von links) Kirsten Rose, Jörg Schmidt und Werner Schlinkert von der Ortsgruppe Arnsberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde.Foto:Torsten Koch

„Brändy“ hat schon einmal ihre Rettungsdecke angelegt, mit Frauchen Gabriele Schmidt (rechts) ist sie am Wochenende dabei. Die Daumen drücken (von links) Kirsten Rose, Jörg Schmidt und Werner Schlinkert von der Ortsgruppe Arnsberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde.Foto:Torsten Koch

Arnsberg.   Ortsgruppe Arnsberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde ist am Wochenende Ausrichter der Bundessieger-Rettungsprüfung – für Schäferhunde.

Während „Brändy vom Hause Hero“ gelassen auf ihrem Gummiball herum kaut, ist Gabriele Schmidt schon ein wenig aufgeregt – schließlich weiß Frauchen bereits, was am Wochenende auf dem Programm steht: Mit ihrer sechsjährigen Schäferhündin bildet die Arnsbergerin eines von 32 Teams, die an der Bundessiegerprüfung für Rettungshunde teilnehmen; weitere Lokalmatadoren sind Denise Neumann mit „Sharia vom Fluchtweg“.

Zweite Auflage nach 2016

Die zweite Auflage dieser hochkarätigen Prüfung für Schäferhunde findet am 1. und 2. Juli auf dem Gelände der Ortsgruppe (OG) Arnsberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde (kurz: SV) statt – und die Vorbereitungen gehen in die heiße Phase: Gabriele und ihr Mann Jörg, Vorsitzender der Ortsgruppe, haben ihren Wohnwagen auf der Anlage „Zu den Werkstätten“ in Position gebracht – im Vorfeld großer Veranstaltungen übernachten sie lieber ganz nah dran, damit nichts schief geht... Auch die Vorstandskollegen sowie alle weiteren, gut 40 OG-Mitglieder sind seit Jahresbeginn mit Planung und Organisation der Hundesport-Veranstaltung beschäftigt.

Sport mit „Ernstfall-Charakter“, erklärt Werner Schlinkert, denn die Prüfungen sind nicht nur Wettkampf, sondern gleichzeitig Training für zukünftige Rettungseinsätze, z.B. Suchen und Aufspüren vermisster Personen. 32 Mensch­Schäferhund-Gespanne aus ganz Deutschland stellen sich dieser Herausforderung, reisen größtenteils schon am heutigen Donnerstag an.

„Freitag ist Auslosung, Samstag und Sonntag sind die Teams von morgens bis abends im Einsatz“, erwartet Schlinkert, Beauftragter für Spezialhundeausbildung der OG Arnsberg, zwei anstrengende Tage. Drei international erfahrene Prüfungsrichter und über 50 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Und was kommt auf die Teams zu?

Fährte, Flächen- und Trümmersuche

In Müschede müssen die Hunde die Fährte einer drei Stunden zuvor vermissten Person aufnehmen und diese – allen weiteren Gerüchen im Gelände zum Trotz – aufspüren. Die Flächensuche findet im Arnsberger Wald statt. Dort gilt es, bis zu drei Personen auf einem 40 000 m² großen Areal zu finden und dem Hundeführer anzuzeigen. Die Recyclinganlage in Wennemen ist Schauplatz der Trümmersuche. Dort entsteht das Szenario eines von Erdbeben zerstörten Ortsteils, in dem die Teams bis zu drei verschüttete Personen auffinden müssen. Da es sich um einen sportlichen Wettkampf handelt, ist die Suchzeit auf maximal 30 Minuten begrenzt. Dank gilt Wald&Holz NRW, den Landwirten Schulte-Weber und Henne sowie der Firma Sauer&Sommer für die Bereitstellung der Örtlichkeiten.

„Für die Zuschauer spannend“

Je nach Meldung, nehmen die Gespanne an einer, zwei oder drei Sparten teil – Pflicht für alle sind Gehorsam- und Gewandtheitsaufgaben auf dem Vereinsgelände der OG Arnsberg: Geschick und Motorik sowie Befolgen von Anweisungen des Hundeführers – auch aus der Distanz – werden dort überprüft. „Für die Zuschauer spannend – und für uns eine gute Gelegenheit, unsere Vereinsarbeit näher vorzustellen“, hofft Zucht-und Jugendwartin Kirsten Rose auf viele Besucher.

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