Landtagswahl

Die Hochburgen der Parteien in Arnsberg

Blick in eines der Wahllokale in Herdringen.

Foto: Ted Jones

Blick in eines der Wahllokale in Herdringen. Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Der Blick auf die Stimmenverteilung bei der Landtagswahl in den einzelnen Arnsberger Wahllokalen zeigt, wo die Parteien ihre Hochburgen haben.

Wo haben die Parteien ihre Hochburgen in Arnsberg? Unsere Zeitung wirft einen Blick auf die Wahllokale der Stadt. Durch die hohe Zahl der Briefwähler - bereits 10 412 von 57039 wahlberechtigten Arnsbergern wählten per Brief oder vorab in den Stadtbüros - verwässern sich allerdings die Ergebnisse aus den jeweiligen Wahllokalen. Briefwähler werden gesondert gezählt und fließen in der nebenstehenden Statistik nicht in den per Wohnort zugeordneten Stimmbezirk mit ein.

CDU im Dorf eine Macht

Die CDU war der Wahlsieger bei den Zweitstimmen in Arnsberg mit 37,0 Prozent. Ihre „Top Werte“ erreichten die Christdemokraten in Arnsberg in der Gaststätte Hauswirth in der Oelinghauser Heide (47,70%), in Breitenbruch (47,27%) und in Uentrop (46,96%). Fazit: Auf dem Dorf bleibt die CDU eine Macht. Den Minus-Rekord fuhr die CDU im Wahllokal Grundschule Moosfelde III ein, wo sie nur 19,69% erreichte. Die nächstschwächsten CDU-Stimmbezirke waren Grundschule Moosfelde I (24,21%) und die Realschule Hüsten II (25,00%).

SPD in Hüsten noch am stärksten

Spitzenwerte für die SPD gab es in den beiden Stimmbezirken, die in der Realschule Hüsten wählten (41,32% und 46,19%), sowie in der KiTa Entenhausen in Bruchhausen (46,58%). Einen ganz üblen Ausrutscher nach unten gab es für die SPD in Arnsberg nicht. In der Neheimer Grimmeschule I gab es mit 21,83% das schlechteste Ergebnis.

Wahllokal im FSG ist FDP-Hochburg

Die FDP-Hochburgen lagen im Wahllokal im Franz-Stock-Gymnasium (17,54%), in der Grundschule Voßwinkel I (16,89%) und im Neheimer Wohnprojekt „Wasserwerk“ (16,26%). Nur in einem Arnsberger Wahllokal rutschte die FDP unter die Fünf-Prozent-Marke: In der Grundschule Birkenpfad I gab es nur 4,94 Prozent.

Grüne Nullnummer in Breitenbruch

Ein ganz trauriger Tag war es für die Grünen in Arnsberg. Symbolisch dafür: In Breitenbruch gab es für die Grünen brutale 0,0 Prozent. Auch in der Realschule Hüsten I (1,38%) und Uentrop (1,74%) gab es wenig zu bestellen. Lediglich im Stadtbüro im Alten Rathaus in Arnsberg - beim Heimspiel für die Direktkandidatin Verena Verspohl - gab es mit 12,11 Prozent ein zweistelliges Zweitstimmenergebnis.

„Linke“ bleiben nicht ohne Stimme

Eine totale Nullnummer schaffte „Die Linke“ in keinem Arnsberger Wahllokal: 0,9 Prozent in Breitenbruch - drunter ging es nicht. Spitzenwerte für die „Linken“ gab es im Caritas Kindergarten Arnsberg (8,05%) und in der Grundschule Birkenpfad I (7,41%).

AfD in Moosfelde stark

Die Alternative für Deutschland wurde nach Zweitstimmen die viertstärkste Kraft in Arnsberg. „AfD freie Zone“ ist aber offenbar noch Bachum, wo die Partei auf 0,0 Prozent kam. Dafür gab es andernorts auch satte Ausreißer nach oben: 17,81 Prozent in der Grundschule Moosfelde III, 15,26 Prozent in der Grundschule Moosfelde I und 12,35 Prozent in der Grundschule Birkenpfad I.

„Piraten“ treiben allerorts ab

Nur in der Gaststätte Hauswirth in der Oelinghauser Heide fand sich gar kein Wähler für die „Piraten“ (0,0%). Nach oben passierte nirgendwo etwas: Mehr als 3,09 Prozent in der Grundschule Birkenpfad I gab es in keinem Wahllokal.

So wählten die Briefwähler

Bei den Briefwählern lag bei den Erststimmen Klaus Kaiser (CDU) mit 4872 Erststimmen vor Margit Hieronymus (SPD/3143), Hubertus Wiethoff (FDP/667), Verena Verspohl (Grüne/601), Jürgen Antoni (AfD/597), Siegfried Huff (Linke/310), Daniel Wagner (Piraten/113) und Jörg Schmidt (ÖDP/31). Nach Zweitstimmen sah es wie folgt aus: CDU (4215), SPD (3187), FDP (1332), AfD (550), Grüne (419), Linke (318), Tierschutzliste (62), Piraten (61).

Ärger um Wahllokal RS Eichholz

Kritik an den Wahllokalen gab es übrigens auch an einigen Stellen. Im Wahllokal „Wasserwerk“ im Binnerfeld war nur eine Wahlkabine aufgebaut, so dass sich zeitweise lange Schlangen bis draußen bildeten. Das sorgte bei den Wartenden für Verärgerung. Richtig sauer waren Wähler, die zur Realschule Eichholz geschickt worden sind. Die meisten suchten diese erst am alten Platz an der heutigen Sekundarschule und fanden später in der im Adresszusatz genannten Sauerstraße den Eingang nur schlecht.

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