Sauerland-Museum

Die Presslufthämmer dröhnen

Das Sauerland-Museum in Arnsberg: Mit schwerem Gerät geht es alten Stützmauern zu Leibe, damit die große Baugrube ausgehoben werden kann.

Das Sauerland-Museum in Arnsberg: Mit schwerem Gerät geht es alten Stützmauern zu Leibe, damit die große Baugrube ausgehoben werden kann.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Die Arbeiten in der ersten Bauphase zur Erweiterung des Sauerland-Museums sind voll angelaufen. Aber auch in Stuttgart gibt es viel zu tun.

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Die Presslufthämmer dröhnen, die Baufahrzeuge sind munter unterwegs: Die Arbeiten zur Erstellung der Baugrube als erstem Schritt für die Erweiterung des Sauerland-Museums zwischen dem Altbau „Landsberger Hof“ und Ruhrstraße sind angelaufen. Mit Volldampf. Und die Fortschritte lassen sich von jedermann gut nachvollziehen. Aber: Auch im Altbau selbst geht es mächtig in die Vollen, damit die anvisierten Eröffnungstermine gehalten werden können.

„Wir alle sind jetzt unendlich froh, dass wir aus der Planungsphase heraus und endlich in der Bauphase angekommen sind,“ freut sich Museums-Leiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein. Wobei natürlich – von den ein- und ausfahrenden Baufahrzeugen und der Anlieferung des Materials abgesehen – das Schaffen im Altbau von interessierten Bürgern nicht beobachtet werden könne.

Kreis denkt über Webcam nach

Noch nicht. Denn vielleicht, so Martin Reuther als Sprecher des Hochsauerlandkreises, werde eine Webcam installiert, um einen Blick auf den Baufortgang zu ermöglichen. „Das sind bislang aber nur vage Überlegungen.“

Firma Feldhaus vor Ort im Einsatz

Doch was passiert überhaupt konkret in diesem ersten Bauabschnitt? Aktuell, so Reuther, werde die Baugrube für den Neubau an der Ruhrstraße von der sauerländischen Firma Feldhaus erstellt.

Baugrube soll im Frühjahr fertig sein

„In diesem Zusammenhang werden unter anderen die noch vorhandenen alten Stützmauern der ehemaligen Dresdner Bank abgerissen und die Baugrube, die bis zur Englischen Promenade reicht, durch eine dauerhafte Hangsicherung in Form einer vernagelten Spritzbetonwand gesichert.“ Dieser Prozess soll bis Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. „Wenn uns das Wetter keinen Streich spielt.“

Und was läuft im Altbau, in dessen Hof sich das Material stapelt? Dort hat die Firma Wild GmbH aus Kaiserpfalz in dieser Woche mit den Rohbauarbeiten begonnen.

Aufzug kommt in Altbautrakt

Neben dem Bau eines neuen Treppenhauses zwischen Landsberger Hof und Südflügel umfassen die Rohbauarbeiten unter anderem den Einbau eines neuen Aufzugschachtes im Landsberger Hof sowie verschiedene statische Eingriffe zur Schaffung eines neuen, großzügigen Foyers für das neue Sauerland-Museum. Außerdem wird auf der östlichen Gebäudeseite – zur Ruhrstraße hin – der geplante Übergang vom Alt- zum Neubau vorbereitet.

Treppen sollen Besucherstrom lenken

So wird also künftig der Museums-Altbau, erläutert Schulte-Hobein, über zwei Treppenhäuser verfügen. „Damit werden die Besucherströme entzerrt und wir haben zudem auch zwei Zugänge zum Neubau-Komplex an der Ruhrstraße.“ Die neue Treppe habe aber zugleich die wichtige Funktion einer sogenannten Fluchtreppe.

Gearbeitet wird auch hinter den Kulissen

Im und am Museum haben damit jetzt für lange Zeit die Bauarbeiter und Handwerker das Zepter des Handels übernommen. Doch auch hinter den Kulissen wird geplant, berechnet und telefoniert, um die im Anschluss folgenden Bauabschnitte sauber „einzutüten“:

Planungsbüro bereitet Ausschreibungen vor

Das Stuttgarter Planungsbüro Bez + Kock bereitet derzeit die Unterlagen für eine Vielzahl von Ausschreibungen vor, die dann zur Ausschreibung selbst an den Bauherrn, den Hochsauerlandkreis, übergeben werden.

Aktuell ausgeschrieben seien bereits, so Martin Reuther, die Aufzüge für Alt- und Neubau sowie der Auftrag für die Holzfenster im Landsberger Hof. „Die Ausschreibungen für die technische Gebäudeausstattung – Heizung, Lüftung, Sanitär sowie für den Rohbau des Neubautraktes – erfolgen dann Anfang 2017.“

Gesamtfertigstellung im Frühjahr 2019

Der anvisierte Zeitrahmen: Im Frühjahr 2018 soll der Museums-Altbau, der Landsberger Hof, eröffnet werden, im Frühjahr 2019 der Neubaukomplex an der Ruhrstraße.

Zur Eröffnung des Neubautraktes gibt es eine große Macke-Ausstellung.

Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

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