Rettungshunde

Doppel-Erfolg bei der WM für Denise und Sharia

„Abgeräumt!“:  Denise Neumann und Sharia mit ihren Pokalen und Medaillen.

Foto: privat

„Abgeräumt!“: Denise Neumann und Sharia mit ihren Pokalen und Medaillen. Foto: privat

Arnsberg/Altenhellefeld.   Denise Neumann und ihre Schäferhündin holen bei der WM für Rettungshunde zwei Mal Silber. Großer Jubel in Reihen der Ortsgruppe Arnsberg.

Wow – oder besser Wau? Egal! Jedenfalls dürfen Denise Neumann und „Sharia vom Fluchtweg“ mächtig stolz auf ihre in Österreich gezeigten Leistungen sein:

Bei der Weltmeisterschaft für ­Rettungshunde, die Ende September in Ebreichsdorf bei Wien ausgetragen wurde, holten die Alten­hellefelderin und ihre Schäferhündin gleich zwei Vize-Titel ins Sauerland: Sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft wurde das für die Ortsgruppe Arnsberg im Verein für Deutsche Schäferhunde (kurz: SV) startende Duo in der Disziplin „Fährte“ Zweiter. Qualifiziert für diese WM hatten sich beide im Juli, während der Bundessiegerprüfung für (Schäfer-)Rettungshunde auf dem Arnsberger SV-Gelände „Zu den Werkstätten“ (wir berichteten).

„Dabei sein ist alles“

Wie schon auf „heimischem Geläuf“, überraschten Denise und Sharia auch im Nachbarland mit Glanzleistungen – mit zwei Plätzen auf dem Treppchen konnte im Vorfeld niemand rechnen... „Wir sind mit dem olympischen Gedanken – Dabei sein ist alles – gestartet“, schildert Denise Neumann die Motivation in Reihen des SV-Teams.

Der Auftakt für das Gespann des SV Arnsberg verlief dann tatsächlich nach diesem Motto: „Vor beeindruckender Kulisse im Megastadion der Magna Racino gaben die beiden in den Disziplinen Unterordnung und Gewandtheit bei strömendem Regen ihr Bestes. Doch kleine Fehler kosteten viele Punkte – so blieb am Ende das Ergebnis durchaus befriedigend“, berichtet Vereinskollegin Gabriele Schmidt über das verregnete WM-Debüt. Die Schriftwartin der Arnsberger Gruppe war gemeinsam mit ihrem Mann Jörg – er ist OG-Vorsitzender – mit nach ­Österreich gefahren, ebenso wie Hundesportler Felix Hense und ­natürlich die „restliche“ Familie Neumann.

Vorzügliche Suchleistung

War es dieser geballte „Support“? Jedenfalls zeigten Denise und Sharia zwei Tage später im Gelände, was sie wirklich drauf haben: Die „Superspürnase vom Fluchtweg“ lieferte eine mit vorzüglich bewertete Suchleistung ab.

Wie vorzüglich, zeigte sich einige Zeit später: „Es wurde spannend“, erzählt Gabi Schmidt, „erst am Samstagmittag kam dann der erlösende Anruf!“ Platz zwei und somit Vizeweltmeister in der Sparte Fährtenarbeit (Einzel). Doch ­dabei sollte es nicht bleiben: Zum Abschluss der WM folgte noch ein absolutes „Sahnehäubchen“: Gemeinsam mit Christine ­Colligs und „Quentchen von den Wölfen“, Brigitte Sautter und „Enny vom wilden Süden“ sowie Yvonne Steinborn-Bartsch und „Boo vom Falkenseer Stern“ sicherten sich Denise und Sharia auch noch den Mannschafts-Vizeweltmeister-Titel im Bereich Fährte. Mannschaftsführer Andreas Quint war nach Ende der Wettkämpfe dann auch völlig aus dem Häuschen: „Lange war die SV-Mannschaft nicht mehr so erfolgreich.“

„Babypause“ für Sharia

Sharia macht jetzt erstmal eine Pause: Die fünfjährige Hündin wird in nächster Zeit Mama! Sind die Welpen wohlauf und die Vizeweltmeisterin wieder fit, geht es in der nächsten Saison weiter mit dem Hundesport; denn: „Nach der Prüfung ist vor der Prüfung“, blickt Frauchen Denise in die Zukunft...

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