Tourismus

Dorf Stockum darf sich jetzt „Erholungsort“ nennen

Stockum zieht aufgrund seiner Lage und touristischen Angebote bereits viele Gäste an. Nun darf sich das Dorf „Erholungsort“ nennen.

Stockum zieht aufgrund seiner Lage und touristischen Angebote bereits viele Gäste an. Nun darf sich das Dorf „Erholungsort“ nennen.

Foto: Hans Blossey

Stockum.  Ein Grund zum Feiern in Stockum, Seidfeld und Dörnholthausen: Die Dörfer überzeugen die Jury und sind jetzt Erholungsort.

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Mit Stolz dürfen die Stockumer ihr Dorf nun offiziell „Erholungsort“ nennen. Die Urkunde haben Vertreter der Bezirksregierung jetzt im Berghaus überreicht. Die Ernennung zum Erholungsort gilt für Stockum sowie Seidfeld und Dörnholthausen.

„Stockum ist nicht nur eigen, sondern besonders schön“, so Bürgermeister Ralph Brodel, der die Besonderheiten des Ortsteils mit Gastronomie, Kultur und lebendigem Vereinsleben hervorhob. „Erholungsort zu werden beruht auf zwei Säulen: Lage und Infrastruktur sowie den Menschen vor Ort“, erklärte Thomas Sommer von der Bezirksregierung Arnsberg.

Lob für Vereinsleben

Um Unabhängigkeit zu garantieren, übernehmen jeweils Kommissionen anderer Bezirksregierungen die Beurteilung der Orte. In Stockum war im Juli eine Kommission aus Detmold zu Gast. Punkten konnte das Dorf bei ihnen mit seinem touristischem Angebot, Kunst und Kultur sowie auch dem großen ehrenamtlichen Engagement. „Man braucht auch ein gesundes Vereinsleben, damit ein Ort so eine Anziehungskraft hat“, so Sommer. Aus seiner Sicht zeichneten den Ort auch seine Gastronomie, seine landschaftliche reizvolle Lage und die Rad- und Wanderwege in der Umgebung aus.

Werbung mit dem neuen Prädikat

Während die Bezeichnungen als Kur- und Erholungsorte vor einigen Jahren etwas aus der Mode gekommen zu sein schienen, kehre sich diese Entwicklung nun wieder um: „Das mag auch am erhöhten Gesundheitsbewusstsein liegen. Die Leute schauen auf solche Prädikate.“

Entsprechend wertvoll sei es, mit dem neuen Titel weiter um Gäste werben zu können, so Sommer. Er vermutete, dass Stockum angesichts des Klimawandels und gestiegenen Umweltbewusstseins viele Menschen auch den Trend zu näher gelegenen Reisezielen spüren wird.

Teilnahme am Dorfwettbewerb

Besonders erfreut über die Auszeichnung ist Ortsvorsteher Reimund Klute. „Die Stockumer sind stolz auf ihr Dorf und halten es auch in Ordnung“, sagt er. Die 2000 Einwohner von Stockum, Seidfeld und Dörnholthausen hielten zusammen und kümmerten sich um das Erscheinungsbild ihrer Orte, nicht nur im Vorfeld von Wettbewerben wie „Unser Dorf hat Zukunft“. Daran haben sich die Stockumer bereits mehrfach beteiligt, 2003 erhielt der Ort sogar die Goldmedaille im Landeswettbewerb. Über eine erneute Teilnahme beraten die Vereine in der kommenden Woche.

Den entscheidenden Vorteil Stockums in Sachen Tourismus und Außenwirkung sieht Klute in der Gastronomie. Das Dorf profitiere von seinen Gasthöfen und Cafés sowie den fünf Übernachtungsbetrieben. Die Übergabe an Nachfolger habe bislang geklappt, so dass zum Beispiel die regelmäßigen „gastronomischen Wanderungen“ von Kneipe zu Kneipe nach wie vor beleibt und ausgebucht seien.

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