Feuerwehr

Drei Wehrleute werden bei Einsatz am Veterinäramt verletzt

Schwieriger Einsatz am Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Arnsberg.

Foto: Ted Jones

Schwieriger Einsatz am Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Arnsberg.

Arnsberg.  Ein Brand in einem Serverschrank im Veterinäruntersuchungsamt im Arnsberger Hasenwinkel hat einen Großeinsatz ausgelöst.

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Ein Feuer im Serverraum des Staatlichen Veterinäruntersuchungsamtes an der Taubeneiche hat am Montagmorgen für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt, drei Wehrleute wurden dabei verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Giftige Gase verrauchen den Serverraum

Was war passiert?

Gegen 9.40 Uhr kommt es im 2. Obergeschoss des Hauptgebäudes zu einem Brand in einem Serverschrank. Wenige Minuten später ist der gesamte Raum mit giftigen Gasen verraucht, die hauseigene Brandmeldeanlage schlägt Alarm.

Brand kann mit Wasser nicht gelöscht werden

Die Einsatzleitstelle in Meschede löst das Einsatzstichwort „Feuer 3“ aus, in Arnsberg und Breitenbruch heulen die Sirenen.

Bei Eintreffen der Wache Arnsberg haben sich die MitarbeiterInnen aus den Gebäuden bereits ins Freie begeben, die Wehrleute erkunden und bereiten den Löschangriff vor. Schnell stellt sich heraus, dass der Qualm aus dem Serverraum kommt, hier ist mit Wasser nichts zu machen.

Ein Feuerwehrmann erleidet Stromschlag

Feuerwehrmänner und Mitarbeiter laufen in die nicht betroffenen Gebäudeteile und bringen so genannte Kohlendioxid-Feuerlöscher zur Einsatzstelle, denn nur mit diesem Gas können Elektrobrände gelöscht werden.

Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz machen sich auf den Weg zur Brandstelle, da bekommt einer der Wehrmänner plötzlich aus unbekannter Ursache einen Stromschlag. Jetzt muss alles schnell gehen.

Weitere Kräfte müssen nachalarmiert werden

Mit vereinten Kräften wird der Feuerwehrmann aus dem Gefahrenbereich gebracht und an die Besatzung des bereit stehenden Rettungswagens übergeben.

Doch damit nicht genug. Zwei Feuerwehrleute klagen plötzlich über Atembeschwerden und werden ebenfalls von den nachalarmierten Rettungskräften behandelt. Alle Verletzten werden später in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Das Alarmstichwort ist mittlerweile auf „Feuer 4“ heraufgesetzt worden. Das heißt: Die Feuerwehreinheiten aus Oeventrop und Rumbeck rücken zum Einsatzort aus.

Das Gebäude wird zunächst für Mitarbeiter gesperrt

In einem Büro berät die Einsatzleitung derzeit das weitere Vorgehen, denn in dem eineinhalb Meter hohen Serverschrank herrscht immer noch eine Temperatur von 230 Grad, die jetzt heruntergekühlt werden muss. Währenddessen bläst ein Hochleistungslüfter frische Luft in das Gebäude.

So langsam kühlt auch der Serverschrank ab, das Gebäude bleibt aber für die Mitarbeiter gesperrt.

Auch Mitarbeiter des Energieversorgers sind vor Ort

Nach gut zwei Stunden ist der Einsatz beendet, eine Brandwache bleibt bis zum Nachmittag vor Ort. Neben der Feuerwehr sind auch die Polizei und Mitarbeiter des Energieversorgers Westnetz im Einsatz.

Über das genaue Ausmaß des Schadens können bislang noch keine konkreten Angaben gemacht werden.

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