Junges Engagement

Ehrenamt: Arnsberger sind Pfadfinder aus Überzeugung

Junges Engagement Arnsberger Pfadfinder

Niclas Lamberty und Michael Bähr bilden in Arnsberg junge Pfadfinder aus. Das Duo ist für den WP-Wettbewerb „Junges Engagement“ nominiert

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Arnsberg.   Niclas Lamberty und Michael Bähr in Arnsberg junge Pfadfinder aus. Dabei geht es ihnen um Gemeinschaft und Verantwortung.

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„Einmal Pfadfinder – immer Pfadfinder“. Wenn es nach diesem Motto gehen soll, dann dürfen Niclas Lamberty und Michael Bähr vom Stamm Liebfrauen in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) das noch einige Jahre unter Beweis stellen.

Dabei sind die aktiven Pfadfinder schon seit vielen Jahren mit Leib und Seele bei der Sache – geht es um die Erziehung und Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen. Der 23-jährige Niclas gehört seit 2006 dazu, Michael hat schon drei Jahre früher mit der Pfadfinderei angefangen.

Seit Kindertagen dabei

Pfadfinder sein, ein angestaubtes Hobby? Längst nicht, kann Niclas versichern. Und er weiß genau, warum er sich heute und wohl auch noch in den nächsten Jahren gerne um Kinder und Jugendliche kümmern möchte. „Ich habe schon als Kind eine schöne Zeit bei dieser Jugendorganisation erlebt.“ Jetzt zähle für ihn, die dort erfahrene und gelebte Motivation sowie die traditionellen Werte der Pfadfinder an Jüngere weiterzugeben.

Den im Stamm gelebten Werten wie Gemeinschaft und Verantwortung hängt auch Michael Bähr nach. Als Leiter übernimmt er Verantwortung für „seine“ Kinder, denen er einiges mit auf den Weg ins Leben geben will, vor allem dies: „Als Pfadfinder sind wir auch weltoffen und aufgeschlossen für Neues“, erklärt Michael.

Pädagogische Programme sind gefragt

Diese Werte mit den Kindern im Stamm zu leben, funktioniert natürlich in den Gruppenstunden. Woche für Woche stehen die Pfadfinder-Leiter in der Pflicht, sich ein passendes pädagogisches Programm für den Nachwuchs in der Kluft - so nennt man die einheitliche Kleidung der Pfadfinder - auszudenken. „Es geht aber nicht immer nach unserer Vorstellung“, lacht Michael. Denn manchmal seien die Kinder nach Schule und Hausaufgaben einfach nicht mehr aufnahmefähig. „Dann hilft nur noch Toben und Spielen“.

Am Arnsberger Pfadfinderheim, der Bockstation, die immer noch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, geht das gut, weil die Natur mit Ruhr und Wald sehr nahe liegt. Pfadfinder-Stunden mit den Kindern bringen einen guten Mix mit Traditionen wie Lagerbau oder Lagerfeuer und weiteren Fähigkeiten wie dem Schnitzführerschein, den schon die Jüngsten ablegen können und sollten. „Learning by doing“ ist das Motto, das vor Jahrzehnten vom Pfadfindergründer Baden Powell in England dazu ausgegeben wurde.

Schon früh in der Verantwortung

Einmal im Jahr ist es dann soweit: „Das Sommerlager ist der jährliche Höhepunkt des Pfadfinderlebens“, befindet Niclas. Entweder in den nach Alter getakteten Stufen der Pfadfinder oder eben als ganzer Stamm mache man sich auf den Weg in ein Zeltlager. „Beide tragen dort die Verantwortung für die Gruppe, zu der auch gehört, weit weg von den Eltern weder Langeweile noch Heimweh aufkommen zu lassen“, beschreibt Britta Schwingenheuer aus der Stammesführung.

Ach ja, in der tummelt sich Niclas Lamberty auch noch. „Neben Vorbereitung und Durchführung der Gruppenstunden gehört noch jede Menge Verwaltungskram dazu“, erklärt Niclas. Aller Einsatz in der Vorbereitung eines Sommerlagers werde aber mit den Gemeinschaftserlebnissen aufgewogen. „Wir treffen Pfadfinder aus aller Welt - und die helfen sich gegenseitig“, bestätigt der Leiter. Das seien positive Erfahrungen, die es nur bei den Pfadis gebe.

Zeit neben der eigenen Ausbildung

Gruppenstunden, Hausmeistertätigkeiten am eigenen Pfadfinderheim, da wird es mit der Zeit schon mal eng. Trotzdem ist für Niclas und Michael die Ausbildung für die Tätigkeit bei den Pfadfindern wichtig. Niclas hat schon mit 20 Jahren den speziellen Ausbildungskurs für Leiter und Stammesvorstände abgeschlossen und nach einigen Modulkursen trägt er jetzt das seidene Halstuch, ein Zeichen für die abgeschlossene Woodbadge-Ausbildung im Verband.

„Pfadfinder zu sein bedeutet, sich offen und verantwortungsvoll mit der Welt auseinanderzusetzen“, bringt es Michael Bähr für beide Leiter auf den Punkt. Und da mache das Engagement mit den Kindern und Jugendlichen bestimmt nicht Halt vor den sozialen und umweltpolitischen Herausforderungen in der Gesellschaft.

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