Kunstverein Arnsberg

Ein „Hauch“ von Überraschung beim Kunstverein

Einen Blick in den Waschsalon (Bild : Demian Kern) riskiert Susanne Bange vom Kunstverein. Dessen Mitglieder dürfen die neuen Jahresgaben übrigens nicht nur betrachten, sondern auch erwerben, zu attraktiven Konditionen...Foto:Ted Jones

Einen Blick in den Waschsalon (Bild : Demian Kern) riskiert Susanne Bange vom Kunstverein. Dessen Mitglieder dürfen die neuen Jahresgaben übrigens nicht nur betrachten, sondern auch erwerben, zu attraktiven Konditionen...Foto:Ted Jones

Arnsberg.   Titel „Hauch“ der Ausstellung Neue Jahresgaben 2017 des Kunstvereins Arnsberg lässt viel Raum für Interpretationen. Eröffnung am Freitag.

„Alle Jahre wieder“ bereitet der Kunstverein Arnsberg seinen Mitgliedern – und darüber hinaus auch allen weiteren Kunstinteressierten – eine schöne Bescherung: mit den „Jahresgaben“.

Dabei handelt es sich nicht um eine Sonderausstellung, wohl aber um eine besondere Ausstellung – noch dazu mit langer Tradition; „und das nicht nur in Arnsberg“, weiß Vlado Velkov. Kunstvereine in ganz Deutschland stellen regelmäßig zum Jahresende solche Expos auf die Beine, so der Kurator des heimischen Vereins weiter.

Freier Eintritt

Den Fokus richtet der vor Ort engagierte Wahl-Berliner mit bulgarischen Wurzeln aber sofort wieder auf die Räumlichkeiten im ersten Stock des Hauses Königstraße 24: Dort werden am heutigen Freitag die neuen Jahresgaben aus 2017 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – und sind dann bis einschließlich 20. Januar 2018 zu sehen.

„Für Jedermann – bei freiem Eintritt“, betont Velkov die Intention, moderne Kunst für alle Menschen erlebbar zu machen. Dieses Ziel verfolgt der Kunstverein Arnsberg schon seit drei Jahrzehnten – und darum ist die aktuelle Jahresgaben-Ausstellung nicht nur Rückblick, sondern gleichzeitig Ausblick:

Dem Anspruch gerecht geworden

„Sie soll auch Anstoß für das Jubiläumsjahr 2018 sein“, erläutert Vlado Velkov. Der Kunstverein Arnsberg wurde vor 30 Jahren – im November 1987 – auf private Initiative hin gegründet – und startete sein Ausstellungsprogramm im Jahr darauf, mit dem Anspruch, internationale zeitgenössische Kunst in Arnsberg zu zeigen. Diesem Anspruch ist der Verein seither auf vielfältige Art und Weise gerecht geworden, in seinem „Stammhaus“ am Neumarkt, aber auch im Lichthaus des Klosters Wedinghausen sowie im „öffentlichen Raum“ überall in Arnsberg.

Dieser „öffentliche Raum“ wurde in diesem Jahr sogar bis zum Möhnesee ausgedehnt – womit der Blick wieder auf die aktuellen ­Jahresgaben schweift, die auch drei Exponate der viel beachteten Sommer-Expo „Odyssee“ (wir berichteten) umfassen:

Swantje LaMouttes Experimente mit Flaschenpost-Aufzeichnungen gehören dazu, außerdem ein Stück Wirbelsäule (so munkelt man) eines Nessie-ähnlichen Ungeheuers („Möhnie“?) von An­dreas Greiner und archäologische Fragmente, in Szene gesetzt von Oystein Aasan. Begeistern sollten auch neue Kurzfilme des schrägen englischen Duos John Wood/Paul Harrison. Die beiden haben früher im Jahr nicht nur Kunstfreunde, sondern auch „weniger von der Muse geküsste“ Arnsberger zum Schmunzeln gebracht – und werden es garantiert erneut tun...

Isländisch-deutsche Koproduktion

Ein Hauch von Spaß also – womit wir beim Titel der neuen Exposition angelangt sind: „Hauch“! Dieser Begriff lässt sich beliebig interpretieren – „ein Hauch Geschichte, ein Hauch Zukunft, ein Hauch Freude – und ein Hauch Überraschung“, zählt Vlado Velkov auf. Wobei der letztgenannte „Luftzug“ wohl besonders auf die Performance zutrifft, mit der die jungen Künstlerinnen Hrefna Hörn Leifsdottir (Island) und Sarah Rosengarten (Deutschland, beide 1992 geboren), die heutige Eröffnung (Beginn 19 Uhr) bereichern.

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