Klosterlandschaft

„Ein historischer Arnsberger Schatz, der noch zu heben ist“

Für das Projekt „Klosterlandschaft Arnsberg“ hat sich ein Initiativkreis gebildet, dem u.a. angehören: (von links) Dr. Günter Bertzen, Peter Kleine, Lucia Maria Schiefner und Bernhard Padberg. Das Foto entstand vor dem Kloster Oelinghausen.

Für das Projekt „Klosterlandschaft Arnsberg“ hat sich ein Initiativkreis gebildet, dem u.a. angehören: (von links) Dr. Günter Bertzen, Peter Kleine, Lucia Maria Schiefner und Bernhard Padberg. Das Foto entstand vor dem Kloster Oelinghausen.

Foto: Martin Schwarz

Arnsberg.   Initiativkreis will „Klosterlandschaft Arnsberg“ nach vorne bringen. Für 5. und 6. September 2020 ist Veranstaltung mit drei Klöstern geplant.

„Arnsberg ist nach unserer Kenntnis die einzige Stadt in Deutschland, in der es drei Prämonstratenser-Klöster gibt. Daraus sollte die Stadt Arnsberg deutlich mehr machen“, sagt Peter Kleine, der den Bereich Kultur in der Stadtverwaltung Arnsberg leitet und dem neuen Initiativkreis „Klosterlandschaft Arnsberg“ angehört. Denn unter dem Begriff „Klosterlandschaft Arnsberg“ sollen die Prämonstratenser-Klöster Oelinghausen, Wedinghausen und Rumbeck stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. „Das ist ein Schatz von großer geistlicher wie wirtschaftshistorischer Bedeutung, den wir heben wollen“, so Kleine.

Dem Initiativkreis „Klosterlandschaft Arnsberg“ gehören insgesamt neun Vertreter von (Förder-)Vereinen und öffentlichen Institutionen an, die in engem Bezug zu den drei Klöstern stehen. Ein erstes Arbeitsergebnis der bisherigen Zusammenkünfte präsentierten jetzt auf Anfrage unserer Zeitung Dr. Günter Bertzen und Bernhard Padberg vom Freundeskreis Oelinghausen, Peter Kleine von der Stadt Arnsberg sowie Lucia Maria Schiefner vom Oelinghauser Konvent der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Demnach wird am Wochenende 5. und 6. September 2020 eine zweitägige Veranstaltung stattfinden, bei der sich die drei Klöster mit selbstgewählten Themenschwerpunkten präsentieren werden.

Im Kloster Rumbeck soll früheres (geistliches) Klosterleben gezeigt werden: Es ist an an den Auftritt einer auswärtigen Schwesternschola gedacht, auch könnten alte geistliche Gewänder, Antependien sowie Paramentenstickerei gezeigt werden. Im Kloster Oelinghausen will man sich auf Garten, wirtschaftliches Leben und Landschaft fokussieren. Es ist an Gartenführungen und Besichtigung des Klostergartenmuseums gedacht. Eventuell könnten Kongegrations-Schwestern einen Marktstand mit Produkten beschicken. In Wedinghausen soll der Themenbereich „Bücher / Bibliothek“ den Schwerpunkt bilden. Denkbar wären dort zum Beispiel eine Schreibwerkstatt und eine Ausstellung zur Klosterbibliothek. Das genaue Programm im Kloster Wedinghausen wird vom Stand der Baumaßnahmen im Ostflügel abhängen.

Vielfältiges Programm geplant

Besonders wichtig ist dem Initiativkreis, dass an den beiden Veranstaltungstagen in den Klöstern die Verbindung vom Sakralem, Spirituellem und Weltlichem deutlich wird. Denn in alle Lebensbereiche wirkte die klösterliche Geschichte hin-ein - sei es nun Glaube oder Broterwerb. Die Spiritualität gewinne in der heutigen Zeit, in der viele Menschen nach Sinn und Orientierung suchen, eine zunehmende Bedeutung, so Kleine. Auch hier könnten Klöster Angebote machen im Rahmen eines ansonsten vielschichtigen Programms.

Der Besucher solle aussuchen können, was ihn an den beiden Kloster-Präsentationstagen interessiert: Sei es ein kulturelles Angebot wie zum Beispiel ein Konzert oder ein spiritueller Impuls in der Klosterkirche oder einfach nur Geselligkeit während kulinarischer Angebote, die es in allen drei Klöstern geben wird. Der Initiativkreis ist ferner bestrebt, dass alle drei Klöster an den beiden Veranstaltungstagen verkehrstechnisch vernetzt sind. „Man könnte zum Beispiel einen bestehenden Radweg oder vielleicht auch einen Shuttle-Bus nutzen“, gibt Peter Kleine erste Ideen wieder, die in den nächsten 16 Monaten bis zur Veranstaltung noch ausreifen müssen.

Initiativkreis ist neun Mitglieder stark

Nachfolgend die neun Mitglieder des Initiativkreises „Klosterlandschaft Arnsberg“: Dr. Günter Bertzen (Freundeskreis Oelinghausen), Wolfgang Kasten (Freundeskreis Oelinghausen und Kirchengemeinde), Bernhard Padberg (Freundeskreis Oelinghausen), Dr. Wilhelm Stewen (Förderverein Rumbeck), Thomas Niemand (Förderverein Rumbeck und Kirchenvorstand), Tatjana Schefers (Stadtmarketing-Chefin bei der Stadt Arnsberg), Michael Gosmann (Stadtarchivar der Stadt Arnsberg), Peter Kleine, (Fachbereichsleiter Kultur bei der Stadt Arnsberg) und Lucia Maria Schiefner als Vertreterin des Oelinghauser Konvents der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Je nach Projekt kann der Kreis noch erweitert werden.

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