Sauerland-Museum

Ein neues I-Tüpfelchen für Arnsberg

Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein, Landrat Dr. Karl Schneider und Architekt Martin Bez aus Stuttgart vor dem endgültigen Entwurf für die Museumserweiterung.

Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein, Landrat Dr. Karl Schneider und Architekt Martin Bez aus Stuttgart vor dem endgültigen Entwurf für die Museumserweiterung.

Foto: WP

Arnsberg.   Die Erweiterung des Sauerland-Museums geht jetzt von der Planungs- in die Bauphase über.

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Der schwierige Prozess der Umplanung ist abgeschlossen: Der endgültige Entwurf für den Neubaukomplex des Sauerland-Museums steht und wurde Mittwochabend im Kulturausschuss des Hochsauerlandkreises abgesegnet. „Damit können wir jetzt von der fast dreijährigen Planungsphase in die bauliche Umsetzung wechseln,“ freute sich Landrat Dr. Karl Schneider. Der Neubau an der Ruhrstraße soll im April 2019 eröffnet werden - mit einer großen Macke-Schau.

Damit ist in Sachen Neuausrichtung des Sauerland-Museums im Zuge der Regionale 2013 alles auf dem Weg. „Und der neue Entwurf,“ lobte Schneider im Rahmen der Plan-Präsentation im Blauen Haus, „ist absolut gelungen und passt sich hervorragend in Landschaft und städtebauliche Umgebung ein.“ Was auch der Gestaltungsbeirat der Stadt so sieht, der das neue Konzept begeistert begrüßt hatte.

Die Neuplanung war erforderlich geworden, weil man bei dem zunächst favorisierten Entwurf hätte zu weit in den Hang hineingehen müssen. Doch in diesem Fall, haben anschließende Untersuchungen ergeben, wären die Kosten explodiert. Zwar reduziert sich nun die Ausstellungsfläche von 700 auf 520 Quadratmeter, was aber nicht dramatisch sei. „Wir werde auch so große und hochwertige Sonderausstellungen präsentieren können,“ befand Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein.

Der neue, treppenförmig angelegte Baukörper wird unterhalb der Englischen Promenade errichtet, die - als Nebeneffekt - so zu einem Panoramaweg mit tollen Aussichten auf die Neustadt wird. „Der schwierigste Teil des Hangs bleibt damit tabu,“ erläuterte Architekt Martin Bez (Stuttgart).

Jetzt kommt Bauantrag

Bei den Planungen sei oberste Prämisse gewesen, so Bez, die Dominanz des Landsberger Hofes zu erhalten und zugleich mit dem modernen Neubautrakt zu symbolisieren: „Hier ist etwas geschehen“. Der neue Baukörper erhält eine Natursteinfassade mit dezent-hellem Braunton. Erschlossen wird das Museum weiterhin über den Alten Markt - um so zur Belebung der Altstadt beizutragen.

Nach der Zustimmung des Kulturausschusses kann nun der Bauantrag gestellt werden, dann folgen die Ausschreibungen. „Das ist nach dieser langen Planungszeit auch gut so,“ sagte Dr. Karl Schneider. „Schließlich kann man Fördergelder nicht ewig parken, sonst sind sie weg.“

Mit der modifizierten (Außen)gestaltung des Sauerland-Museums (siehe oben) befassten sich am Mittwochabend auch die Mitglieder des Kreis-Kulturausschusses während ihrer Sitzung in der Arnsberger KulturSchmiede. Die Ausführungen des planenden Architekten Martin Bez (Stuttgart) wurden fast ausschließlich gelobt. Lediglich die Linke findet den Neubau „eher langweilig“. Die CDU-Fraktion „kann sich mit den Planungen anfreunden und wird das Vorhaben politisch unterstützen“. Die SPD steht hinter dem Entwurf, wertet vor allem den Entschluss, hellen Naturstein zu verbauen, positiv. Der Bau passe sich auch gut in das Arnsberger Stadtbild ein. Diese Einschätzung hatte der Arnsberger Ausschuss für Stadtgestaltung bereits im Vorfeld getroffen. Bei nur einer Gegen­stimme stimmten die Ausschussmitglieder den Planungen zu.

Als nächstes wird zeitnah der Bauantrag bei der Stadt Arnsberg gestellt. Erfreulich ist auch das „Finanzielle“: „Der Eigenanteil des Hochsauerlandkreises beträgt unverändert knapp sieben Mio. Euro“, sieht Landrat Dr. Karl Schneider keine Mehrkosten auf den HSK zukommen. Auch er lobt den aktu­ellen Entwurf ausdrücklich – und ist froh über das Ende der Planungen: „Jetzt wird endlich in Steine investiert!“

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