Fahne mit Hund

Ein Rüde ziert neue Fahne auf Arnsberger Rüdenburg

Die Fahne auf der Rüdenburg (die komplette Fahne im Bildhochformat ist im Artikel zu sehen)

Die Fahne auf der Rüdenburg (die komplette Fahne im Bildhochformat ist im Artikel zu sehen)

Foto: Jochem Ottersbach

Fürs Hissen der neuen Fahne auf der Rüdenburg war Naturschutz zu beachten: Das Zugseil darf nicht klappern, damit Tiere nicht irritiert werden!

Arnsberg. Das Baudenkmal Rüdenburg fristet oben auf dem Römberg ein ziemlich verstecktes Dasein. Die Mauerreste der Ruine ragen leider nicht sehr hoch, sodass sie von der Stadt aus kaum auszumachen sind. Um einen optischen Akzent zu setzen, hat der Arnsberger Heimatbund auf dem Burggelände zur Stadt hin einen Fahnenmast errichten und eine Fahne anfertigen lassen. Diese wurde Anfang der Woche gehisst. Sie zeigt in roter Farbe auf weißem Grund einen aufsteigenden Hund (Rüden) in einem Schriftkranz.

Naturschutz vor Fahnenmast: Kein Klappergeräusch durch Zugseil

Die umlaufende lateinische Schrift lautet: „+ S[IGILLUM] HERMAN[N]I DE RVDENBERGH MILIT[IS]“, übersetzt: Siegel des Ritters Hermann von Rüdenberg. Zu beachten war, dass der Naturschutz einen Fahnenmast mit innen laufendem Zugseil vorschrieb, um die Tierwelt vor Klappergeräuschen zu schützen, wenn der Wind das Stahlseil gegen den Metallmast schlagen lässt. Nach einer mutmaßlichen Teilung der Burg zu Anfang des 12. Jahrhunderts bekamen die Edelherren von Rüdenberg vom Kölner Erzbischof eine Hälfte zum Lehen. Das Bild auf der Fahne soll ihr Siegel gewesen sein.

Auf der Suche nach Namens-Ursprung

Ob die Rüdenberger sich nach der Rüdenburg benannt haben oder umgekehrt die Burgbezeichnung auf die Edelherren zurückgeht, ist nicht geklärt. Die Bezeichnung Rüdenburg könnte einerseits vom mittelalterlichen Wort „routen“, was „roden“ bedeutet, zurückzuführen sein, also eine Burg auf einem gerodeten Berg. Andererseits sucht man den Ursprung des Namens der Edelherren von Rüdenberg in früheren Besitztümern von ihnen. Es kommen die Orte Hundem oder Rüden, heute Rüthen, in Frage. Das könnte den Hund, bzw. Rüden als Wappentier der Rüdenberger erklären. Heute dient die Abbildung des Hundes als Versinnbildlichung der Bezeichnung „Rüdenburg“.

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