Aufbau beginnt

Eisbahn Neheim: Offensiver Umgang mit Nachhaltigkeitsthema

Eisbahn-Organisatoren freuen sich auf den Aufbau der Anlage und das Eisvergnügen am Dom.

Eisbahn-Organisatoren freuen sich auf den Aufbau der Anlage und das Eisvergnügen am Dom.

Foto: Martin Haselhorst

Neheim.  Vor dem Aufbau der Neheimer Eisbahn sind Organisatoren um offenen Umgang mit Nachhaltigkeitsthema und ein gutes Image bemüht.

Die Vorbereitungsarbeiten für die Eisbahn am Neheimer Dom haben begonnen. In diesen Tagen wurde die Hecke an der Kirche entfernt und zur späteren Wiedereinpflanzung eingelagert. Die Aufbauarbeiten für die 500 Quadratmeter große Eisfläche, die vom 29. November bis zum 5. Januar die große Attraktion des Neheimer Weihnachtsmarktes sein soll, starten in der kommenden Woche.

Ab Montag wird die Fläche an der Hauptstraße zwischen Dom und Sparkasse hergerichtet. Zunächst ist ein Bodenbau - vergleichbar wie bei einem Festzelt - nötig. Ausgeglichen werden muss nämlich ein Höhenunterschied von 55 Zentimeter zwischen den beiden Enden der Bahn. „Es muss total sauber nivelliert werden“, sagt Konrad Buchheister vom Aktiven Neheim. Mit Hilfe eines 200-Ampere-Stromanschluss braucht es dann mindestens drei Tage bis das Eis die benötigte Stärke von sechs bis sieben Zentimeter hat.

Die Bahn wirbt mit Klimaneutralität. Der ökologische Fußabdruck war im Vorfeld diskutiert worden. Aktives Neheim verweist aber darauf, dass für die Bahn zu 100 Prozent Ökostrom von den Stadtwerken Arnsberg bezogen werde. Darüber hinaus bemühen sich die Organisatoren um Nachhaltigkeit rund um die Eisbahn. Teller- und Becher und sämticher Gastronomiebedarf sollen Mehrweg- oder kompostierbare Materialien sein.

Dafür steht auch Gastronom Florian Milke, der an der Eisbahn die Weihnachtshütte „Elch“ aufstellen wird. Er hat die Mosterei der Abtei Königsmünster übernommen und bietet Bio-Apfelpunch auf dem Weihnachtsmarkt an. Am Ende des Eisvergnügens, so kündigt Konrad Buchheister an, werde er auch helfen, 12 Apfelbäume in der Stadt zu pflanzen.

Die Organisatoren lassen nichts unversucht, das Image einer Eisbahn-Idee in Zeiten der Klima-Diskussion aufzupolieren. Vorgelegt wird auch das Ergebnis einer Studie der Hochschule Breda, das neben wirtschaftlichen Effekten die positiven Auswirkungen einer solchen Anlage im Stadtzentrum in sozial-gesellschaftlicher Hinsicht hervorhebt. „Die Bahn soll ein Treffpunkt sein“, sagt auch Herbert Scheidt.

Im Vorfeld hatte es zwischenzeitlich einen Alarm-Ruf vom Aktiven Neheim gegeben, dass die Finanzierung der Eisbahn nicht gesichert sei. „Da sind auf sehr gutem Weg“, sagt Vorsitzender Herbert Scheidt vom Aktiven Neheim, „das Geld ist fast zusammen. Den Rest können wir vom Aktiven Neheim stemmen“.

Auch Bürgermeister Ralf Bittner ist froh, dass die Bahn mit den Ausmaßen 50x11 Meter jetzt kommt. „Man hat gesehen, dass vieles dann funktioniert, wenn man rechtzeitig miteinander spricht und ein gemeinsames Ziel hat“, sagte er bei der Vorstellung des Planungsstandes.

Großes Unterstützer-Netzwerk

Zu den Netzwerkern und Sponsoren gehören auch die beiden großen Geldinstitute der Stadt. Sparkasse steht als Sponsor hinter der Eisbahn, die Volksbank unterstützt vor allem das Eisstockschießen. Dieses erfreut sich bereits einer großen Nachfrage. „Rund 100 Stunden sind schon ausgebucht“, sagt Herbert Scheidt. Neben dem Turnier „Arnsberger Eiskönige“ als 1. Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen (15. Dezember) sind weitere Wettbewerbe einzelner Gruppen geplant. Online können sich Interessenten nun weitere Zeiten auf den beiden Eisstockschießbahnen sichern.

Sponsoren kommen übrigens groß raus an der Eisbahn. Aktives Neheim baut eine acht Quadratmeter große Videowand als zusätzliche Werbefläche auf.

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