Brandstiftung auf Schulhof

Entlass-Schüler aller Schulformen in Neheimer Randale-Zug

Nach dem Brand eines mittlerweile abtransportierten Papiercontainers ist auf einem Grünstreifen an der Neheimer Grimmeschule nur noch ein Brandfleck zu sehen.

Nach dem Brand eines mittlerweile abtransportierten Papiercontainers ist auf einem Grünstreifen an der Neheimer Grimmeschule nur noch ein Brandfleck zu sehen.

Foto: Martin Schwarz

Neheim.   Grimmeschulleiter Matthias Mörstedt, berichtet, dass Entlass-Schüler aus Haupt-, Real- und Sekundarschule und Gymnasium nachts unterwegs waren.

„Eine Gruppe mit etwa 20 bis 30 Entlassschülern aus allen Schulformen im Raum Neheim/Hüsten, unter die sich auch einige etwa 20- bis 25-jährige Erwachsene mischten, randalierten in der Nacht zum Donnerstag in der Neheimer City. Dabei wurde auf dem Schulhof der Neheimer Grimme-Hauptschule ein Papiercontainer lichterloh in Flammen gesetzt und ein weiterer daneben stehender Papiercontainer beschädigt. Niemand wurde verletzt.“ Dies berichtet der Leiter der Neheimer Grimmeschule, Matthias Mörstedt, am Donnerstagmorgen auf Anfrage unserer Zeitung.

20 Polizeieinsätze notwendig

Vorausgegangen war morgens Früh eine Mitteilung der Polizei, wonach in der Nacht zum Donnerstag eine große Gruppe junger Leute durch die Neheimer City zog, und etliche Delikte wie Sachbeschädigung, Brandstiftung, Eingriff in den Straßenverkehr sowie Widerstand gegen Einsatzkräfte beging. Die Polizei sprach von insgesamt 20 Polizeieinsätzen mit Schwerpunkt im Raum Neheim/Hüsten.

Feuerwehreinsatz um 4.20 Uhr auf Schulhof

Wegen des Papiercontainerbrandes an der Grimmeschule - die Flammen schlugen einige Meter hoch - rückte die Feuerwehr am Donnerstag gegen 4.20 Uhr aus und hatte den Brand schnell gelöscht. Schnell aufgekommene Gerüchte, wonach Grimme-Entlassschüler den Brand verursacht hätten, weist Schulleiter Mörstedt als reine Spekulation ein. „Die fünf Grimmeschüler, die sich in der Gruppe befanden, sagten mir, dass sie nicht die Brandstifter waren. Ob das die Wahrheit ist, müssen die laufenden Polizei-Ermittlungen zeigen“, so Mörstedt.

Nach Erkenntnissen, die Mörstedt am Donnerstagmorgen gewann, waren die meisten jungen Leute, die durch dei Neheimer City zogen, alkoholisiert. „Das kann aber keine Entschuldigung sein. Ich habe am Donnerstagmorgen unsere fünf Schüler, die zum randalierenden Zug gehörten (ob nun aktiv beteiligt oder nicht), von ihren Eltern abholen lassen. Sie durften auch nicht am an dem für Donnerstagmorgen geplanten Schulsturm unserer 69 Entlassschüler teilnehmen. Auch sind die fünf von der offiziellen Entlassfeier am Freitag ausgeschlossen“, so der Schulleiter.

Schulleiter bedauert Vorfälle sehr

Mörstedt erklärt weiter: „Ich bedaure sehr, dass eine Minderheit von fünf Gimme-Entlassschülern nun ein schlechtes Licht auf unsere Schule werfen. Nach meinen Erkenntnissen haben die 20- bis 25-jährigen Erwachsenen, die sich unter die Entlassschüler mischten, wohl eine federführende Rolle bei der Randale gespielt.

„Der Polizeieinsatz begann am Donnerstag gegen 0 Uhr am frühen Donnerstag, so Polizei-Pressesprecher Holger Glaremin. Natürlich sei Alkohol im Spiel gewesen und deshalb fühlten sich die Absolventen wohl sehr stark. In der Folge wurden entlang der Wegstrecke durch die Neheimer Innenstadt Verkehrsschilder abgeknickt, Bauzäune wurden umgestürzt, ebenso Bauschilder. An einer anderen Stelle wurde rotes Flatterband über Straße gezogen.

Die Polizei geht von insgesamt etwa 40 grölenden Jugendlichen aus . Bei der Polizei gab es daher auch zahlreiche Anrufe wegen Ruhestörung gab. Gravierender aber waren zwei Vorfälle: Es wurden im Brökelmanns Park Mülleimer und an der Grimmeschule ein Müllcontainer angezündet.

Auch Widerstand gegen Beamte geleistet

Außerdem sollte bei einem Nicht-Schüler, einem 18-Jährigen, die Personalien durch die eingesetzten Beamten festgestellt werden: „Der junge Mann beleidigte die Beamten und widersetzte sich den Maßnahmen“, so Glaremin. Später sei es - noch am Einsatzort - zu einer versuchten Befreiung des 18-Jährigen durch andere Jugendliche gekommen. Ergebnis: Der 18-jährige sitzt derzeit in der Gewahrsamszelle in Hüsten.

Im Einsatz waren mehrere Streifenwagen und etliche Beamte. Im Gespräch mit den Schülersprechern wurde versichert, dass das alles nicht geplant war: „Sie sagen, dass es aus dem Ruder gelaufen sei“, so Glaremin. Dennoch wird gegen die Schüler und die begleitenden anderen jungen Leute ermittelt. Fazit für die Polizei: In diesen Tagen halten sich die meisten Schüler/innen bei den Abschlussfeiern an die Regeln, aber es gibt immer Ausreißer.

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