Open Stage

Erfolgreicher „Kultur-Alarm“ in Arnsberg

Die Musikrichtung der Hardcore-Band „Relations“ aus Arnsberg ist im Sauerland nicht so stark vertreten. Deshalb nutzen sie die Plattform von „Open Stage“, um das Genre in der Region bekannter zu machen.

Die Musikrichtung der Hardcore-Band „Relations“ aus Arnsberg ist im Sauerland nicht so stark vertreten. Deshalb nutzen sie die Plattform von „Open Stage“, um das Genre in der Region bekannter zu machen.

Foto: Achim Benke

Arnsberg.   Sechs Bands und Sänger nahmen am „Kultur-Alarm“ in der Arnsberger Kulturschmiede teil. Sie gestalteten ein abendfüllendes Bühnenprogramm.

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Das Team von „Kultur-Alarm“ hat wieder ganze Arbeit geleistet und die 6. Auflage von „Open Stage“ erfolgreich organisiert. Knapp über 100 Besucher kamen in Arnsbergs „Kulturschmiede“. „Ende November 2016 haben wir über Facebook die Veranstaltung angekündigt und 14 Tage später mussten wir Anmeldungen ablehnen, weil die Plätze schon alle besetzt waren“, freuen sich Inga Münstermann und Julius Michel. Die beiden sowie Raphael Röhrig und David Volle gehören zum Organisationsteam von „KulturAlarm“. Im Hintergrund helfen dem Quartett Anna von Canstein und Miriam Halisch.

Gute Nachfrage

Schon zwei Stunden nach Veröffentlichung im sozialen Netzwerk hatte Münstermann die erste Anmeldung. „Wir haben einige Stammkunden, die warten immer gespannt auf die nächste Veranstaltung von uns“, betont Julius Michel. Er und Münstermann betonten, dass die Veranstaltung ohne die Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Arnsberg und dem Kulturbüro nicht zu organisieren wäre. „Hier geht es um den finanziellen und bürokratischen Part. Wir machen das ganze Ehrenamtlich. Das macht einfach super viel Spaß“, erklärt Michel.

Spaß an der Teilnahme bei „Open Stage“ haben auch Johann Bauerdick und Leon Jaekel. Sie nehmen zum zweiten Mal teil und präsentieren Lieder deutscher Singer-Songwriter. Sie treffen sich einen Tag vor der Veranstaltung, proben ein wenig und los geht es. „Es ist sehr cool hier in der sehr lockeren Atmosphäre. Es wird eine bunte Palette an Musikrichtungen geboten“, meinen die Oeventroper. Ihnen ist im Umkreis von Arnsberg keine ähnliche Veranstaltung bekannt. Eine ganz seltene Musikrichtung im Hochsauerland bietet die Hardcore-Band „Relations“ aus Arnsberg. „Ja, unsere Musikszene ist nicht so stark im Sauerland vertreten. Dafür im Ruhrpott. Bis zu zwei Mal im Monat haben wir dort Auftritte“, so Christian Ludewig und Michael Risse. Es ist schon eine ganz spezielle Gesangstechnik, die die Stimmbänder fordert. Seit drei Jahren gibt es die Hardcore-Band, die ihre Songs selber schreibt. Wie die Rapper „Cris und Ballantine“ (Chris Kuhnert und Dave Leba) aus Arnsberg.

Alltag in Liedern verarbeitet

Seit sechs Jahren machen die beiden Musik. „Wir schreiben unsere Texte aus dem Bauch. Wir lassen uns von der Background-Musik, die wir als freie Musik im Internet herunterladen inspirieren“, so Kuhnert. Sie verarbeiten in ihren Texten auch Szenen aus ihrem realen Leben.

Der 16-jährige Marvin Reinhardt aus Soest kommt immer wieder gern zu „Open Stage“. „Ich bin eher der ruhigere Sänger. Ich singe eigene Lieder. Eine bessere Plattform für junge Künstler aus der Region gibt es nicht“, meint der Singer-Songwriter im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bei der Veranstaltung „Kultur-Alarm“ in der Arnsberger „Kulturschmiede“ traten insgesamt sechs Bands und Sänger auf. Die Hardcore-Band „Relations“, Coverband „Innervoice“; Akustikpunk von „Grundhass“; der Sänger Marvin Reinhardt, Gesang und Klavier von Johann Bauerdick und Leon Jäkel, die Rapper „Cris und Ballantine“.

>> HINTERGRUND

„KulturAlarm“ hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens eine Veranstaltung im Jahr zu planen. Die Akteure setzen sich dabei nicht unter Druck. Das Team trifft sich regelmäßig, trotz Studium. 2017 soll es wieder eine Open-Aair-Veranstaltung geben. Sie wird nicht in Arnsbergs Bürgergärten stattfinden.

„Es haben sich Anwohner über den Lärm beschwert. Deshalb wollen wir einen anderen Ort suchen, an dem Konfliktfrei Musik gemacht werden kann“, meint Münstermann. Den Ort wollten die Planer noch nicht verraten. „Es seien noch einige Absprachen zu treffen“, meinen die Organisatoren.

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