Museum

Erweiterung des Sauerland-Museums soll im Herbst beginnen

Startschuss für die nächste Phase: Bürgermeister Hans-Josef Vogel übergibt die Baugenehmigung für die Museumserweiterung an Landrat Dr. Karl Schneider.  Mit im Bild Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein (links) und Ulrich Bork (rechts).

Startschuss für die nächste Phase: Bürgermeister Hans-Josef Vogel übergibt die Baugenehmigung für die Museumserweiterung an Landrat Dr. Karl Schneider. Mit im Bild Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein (links) und Ulrich Bork (rechts).

Foto: Ted Jones/WP

Arnsberg.   Mit der Übergabe der Baugenehmigung geht es in die konkrete Umsetzung der Museumserweiterung. Der erste Spatenstich soll im Herbst erfolgen.

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Startschuss für die Umsetzung eines ehrgeizigen Projektes: Donnerstagmorgen überreichte Bürgermeister Hans-Josef Vogel an Landrat Dr. Karl Schneider die Baugenehmigung für die Erweiterung des Sauerland-Museums. „Das ist für uns ein ganz besonderer Anlass. Endlich können wir in die Phase eintreten, auf die wir alle lange gewartet haben,“ würdigte Schneider diesen kurzen Übergabe-Moment mit langfristiger Wirkung für Stadt und Region. Jetzt werden die einzelnen Baugewerke ausgeschrieben, der feierliche erste Spatenstich erfolgt im Herbst.

Schwierige Phase machte Neuplanung erforderlich

Landrat Schneider, als Chef der Kreisverwaltung praktisch der Bauherr, erinnerte nochmals an die schwierige Phase, als letztlich ein „nicht tragfähiger Entwurf wegen des nicht tragfähigen Untergrunds“ eine Neuplanung erforderlich machte.

In dieser Phase habe die stets hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Arnsberg besonders schöne Früchte getragen. „Auch Bürgermeister Vogel hat mit vielen konkreten Vorschlägen zum Gelingen beigetragen und zudem für die erforderliche Akzeptanz in der Bevölkerung gesorgt.“

Besonderes Lob fand Schneider für Stadtplaner Thomas Vielhaber und Walter Dolert als Fachdienstleiter des Immobilien Service Arnsberg, die nicht nur das Gesamtprojekt und die überraschende Neuplanung konstruktiv begleitet hätten, sondern Dolert habe auch bei dem ausführenden Architekturbüro vor Ort in Stuttgart wichtige Überzeugungsarbeit geleistet.

Kreis und Kommunen gemeinsam umgesetzt

„Denn dort stand man einer Neuplanung zunächst ablehnend gegenüber.“ Er selbst, sagte Schneider, habe sich nicht vorgestellt, dass sich der Prozess so lange habe hinziehen können. „Doch jetzt ist die Planungszeit endlich vorbei und ich bin optimistisch, dass wir den Kosten- und den neuen Zeitrahmen werden einhalten können.“ Wenn es keine Überraschungen mehr gebe, doch damit rechnet Schneider nicht.

Hans-Josef Vogel verwies ebenfalls auf das sehr gute Miteinander. „Dieses Projekt ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie Kreis und Kommunen Hand in Hand etwas Gutes umsetzen können.“ Denn gemeinsames Handeln werde künftig von immer größerer Bedeutung werden. Auch interkommunal.

Museumserweiterung für Stadtentwicklung bedeutsam

Und: „Es ist wichtig, dass solche Vorhaben nicht nur in den Metropolen realisiert werden.“ Dafür gebühre auch dem früheren Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann großer Dank, der sich unermüdlich für Fördermittel des Landes eingesetzt habe.

Vogel unterstrich am Donnerstag nochmals die enorme Bedeutung der Museumserweiterung für die weitere Stadtentwicklung. Weil man dort künftig Geschichte und Tradition in einem modernen Museum mit moderner Kunst verknüpfen könne. „Damit wird Arnsberg als kulturelles Zentrum weiter gestärkt.“

Historisches Denken ist wichtig

Zumal man mit Eröffnung des neuen Museums noch im erheblich größeren Maße Menschen von außen gewinnen können. Was der Arnsberger Kultur- und Tourismusstrategie entgegenkomme und wunderbar mit der vor Ort erstarkenden Gastronomie einhergehe. Ohnehin, so Vogel, „brauchen wir mehr historisches Denken. Dies auch vor dem aktuellen Hintergrund des Brexits.“ Deshalb sei es wichtig, dass in einem modernen Museum das Wissen über die eigene Vergangenheit an junge Menschen vermittelt werde.

Positiv für das Stadtbild 

Die Museumserweiterung verändert das Stadtbild positiv.

Wie Bürgermeister Vogel sagt, schaffe die Stadt beispielsweise im Zuge des Museumsneubaus an der Ruhrstraße einen optisch schönen Ruhrzugang an der Klosterbrücke. „Ein völlig neuer Akzent im öffentlichen Raum.“

Landrat Dr. Karl Schneider verweist auf den Domino-Effekt: „Investitionen der öffentlichen Hand lösen stets auch private Investitionen aus.“ Was sich ebenfalls im Stadtbild entsprechend bemerkbar mache.

Der Museumsaltbau wird 2018, der Neubau 2019 eröffnet.

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