Grundschul-WM

Exotische Länder für eine exotische „Schul-Familie“

Marc Vollmer vom Sportbüro ist rund um die Grundschul-WM mit viel Herzblut bei der Sache (hier bei der Auslosung an der Adolf-Sauer-Schule Arnsberg).

Foto: Martin Haselhorst

Marc Vollmer vom Sportbüro ist rund um die Grundschul-WM mit viel Herzblut bei der Sache (hier bei der Auslosung an der Adolf-Sauer-Schule Arnsberg). Foto: Martin Haselhorst

Arnsberg.   Gemeinsam lernen: An der Arnsberger Adolf-Sauer-Schule bestehen alle Klassen aus Kindern aller vier Jahrgänge.

Eine einzigartige Inselwelt für eine einzigartige Schule: Das zauberhafte Ozeanien wird während unseres sportpädagogischen Projekts Grundschul-Weltmeisterschaft die Heimat der Arnsberger Adolf-Sauer-Schule. Eine der kleinsten Arnsberger Schulen lernt dabei Zwergstaaten wie Mikronesien, Tonga und Vanuatu kennen.

„Wo liegt das denn?“, muss sogar der belesene Dr. Volker Daldrup fragen. Als Vertreter des Lionsclubs Arnsberg-Sundern ist er einer der Gäste der Auslosung. Er lernt nicht nur das, sondern auch das ganz besondere Konzept der Schule kennen, über das er nicht weniger staunt: In der Adolf-Sauer-Schule werden alle Kinder in gemeinsamen Klassen von Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertklässler unterrichtet. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Arnsberger Schule.

Exakt 100 Kinder besuchen aktuell die Adolf-Sauer-Schule in direkter Nachbarschaft zum Schulverbund Johannes/Birkenpfad. In den Standardfächern Mathe, Deutsch, Sachunterricht, Kunst und Musik werden die Kinder jahrgangsgemischt unterrichtet. Im Sportunterricht werden Gruppen aus Erst- und Zweit- sowie Dritt- und Viertklässlern gebildet. Streng jahrgangsgetrennt lernen die Kinder Englisch und bei wechselnden Themen in weiteren drei jahrgangseinheitlichen Stunden. „Das machen wir auch deshalb, damit die Kinder nachher keinen Kulturschock bekommen, wenn sie auf die weiterführenden Schulen gehen“, sagt Schulleiterin Kirsten Braukmann.

Die 46-jährige Arnsbergerin leitet die Schule, an der sie schon seit dem Jahr 2002 unterrichtet, seit 2013. Das in dieser Form seltene jahrgangsübergreifende Arbeiten über alle Stufen hinweg sorgt an der Adolf-Sauer-Schule für einen besonderen Geist. „Kinder lernen und erleben, dass zu helfen und Hilfe zu suchen selbstverständlich sind“, sagt die Schulleiterin, „beides gehört zum Leben dazu!“.

Rücksichtnahme und Verantwortung werden gefördert - auch durch Zusatzprojekte wie das Coolness-Training. „Wir sind eine große Familie“, so Kirsten Braukmann.

Leicht zu leiten ist so eine Schule mit diesem Konzept und einem in der Regel nur fünfköpfigen Kollegium nicht. „Vor allem das Erstellen des Stundenplans wird zur Herausforderung“, sagt Kirsten Braukmann. Genügend Raum für diverse Projekt- und Kulturarbeit mit außerschulischen Partnern bleibt dennoch.

Sportbüro mit viel Herzblut dabei

Der 43-jährige Oeventroper Marc Vollmer steckt als Mitarbeiter des Sportbüros viel Herzblut in das von unserer Zeitung in Kooperation mit der Stadt Arnsberg organisierte sportpädagogische Projekt Grundschul-WM. Mit dem Verwaltungswirt, der seit neun Jahren im Sportbüro arbeitet, sprach unsere Zeitung über sein Engagement.

Frage: Was fasziniert Sie an der Grundschul-WM besonders?

Vollmer: Das Projekt ist eine geniale Geschichte. Es ist eine tolle Sache, wie man Kinder und Schulen für den Sport und das Motto ‘Kinder entdecken die Welt’ motivieren kann. Man sieht durch die vielen Unterstützer, wie man mit einer guten Idee viele Menschen begeistern kann.

Das Sportbüro richtet zusammen mit der WP auch die Grundschul-Olympiade aus. Warum liegen dem Sportbüro die Kinder am Herzen?

Wir sehen ja auch bei der Grundschul-Olympiade, wie die Kinder darauf brennen. Sie sind einfach herrlich zu begeistern, so dass das dann richtig ansteckt. Das sehen wir ja auch beim Neheimer Citylauf, wo ich im Sportbüro die Schnittstelle zwischen Verein und Schulen bin.

Was passiert sonst im Sportbüro?

Jede Menge. Neben der Verwaltung der Sportstätten kümmern wir uns um Förderungen und sind Ansprechpartner der Vereine. Zudem unterstützen wir die Großveranstaltungen in der Stadt und in unseren Sportstätten organisatorisch.

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