Serie: Wir machen Schützenfest

Feiern? Mit Sicherheit! – Security in Müschede

Sorgen Samstag für einen schönen Schützenfestabend in Müschede: Erik Jaeger (rechts) und Simeon Dawson, hier mit einem Dienstfahrzeug vor der MK Objektschutz-Zentrale im Neheimer Kaiserhaus.

Sorgen Samstag für einen schönen Schützenfestabend in Müschede: Erik Jaeger (rechts) und Simeon Dawson, hier mit einem Dienstfahrzeug vor der MK Objektschutz-Zentrale im Neheimer Kaiserhaus.

Foto: Torsten Koch / WP

Müschede/Neheim.  Mitarbeiter der Neheimer Firma MK Objektschutz sorgen für einen schönen Schützenabend in Müschede. Deeskalation ist dabei oberstes Gebot.

Wenn in der Müscheder Halle am Samstagabend „feste gefeiert“ wird, sorgen Erik Jaeger, Simeon Dawson und zwei weitere Kollegen dafür, dass es keinen Ärger gibt. Das Quartett arbeitet für die Neheimer Firma „MK Objektschutz“ und ist für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. „Streit erkennen – und wenn möglich, sofort schlichten“, setzt Erik Jaeger, der den Einsatz koordiniert, einen Schwerpunkt. Erst wenn alle Festgäste und seine Mitarbeiter zufrieden in den Betten liegen und einen schönen – oder ruhigen – Abend Revue passieren lassen, ist auch der Sicherheitsmann zufrieden. Dann liegen einige fordernde Stunden hinter dem Quartett: Einlasskontrolle, Taschen überprüfen (Alkohol, Pfefferspray oder gar Waffen sind verboten), im Wechsel Streife in der Halle und deren Umfeld; damit es friedlich und gesittet zugeht, haben die Vier jede Menge zu tun.

Keine Routine

Schon seit vielen Jahren sorgt ein Team von „MK“ für zufriedene Gesichter beim Müscheder Schützenfest – Routine kehrt trotzdem nicht ein. „Man weiß vorher nie genau, was passiert“, sagt Firmeninhaber Meinolf Kremer. Sein Unternehmen ist seit vielen Jahren nicht nur im Objektschutz tätig, sondern auch auf dem Gebiet Veranstaltungsschutz – neben diversen Schützenfesten u. a. auch auf der Hüstener Kirmes. Absprachen mit allen Beteiligten seien besonders wichtig, betont Kremer.

Sein Mitarbeiter Erik Jaeger bestätigt das; enge Zusammenarbeit mit den Veranstaltern ist eine Selbstverständlichkeit – und auf dem heutigen Fest ein Selbstläufer: „Die Müscheder Schützen sind super nette Gastgeber, feiern ein tolles Fest!“

Gerd Stüttgen wird es gerne hören: Der Pressesprecher der St. Hubertus-Bruderschaft gibt „die Blumen“ aber prompt zurück: „Schon seit elf Jahren greifen wir auf die Sicherheitsmitarbeiter von MK zurück“, sagt er, „und unsere Festgäste fühlen sich dadurch einfach sicherer.“ Bei 800 Leuten in der Halle sei ihr Einsatz wichtig, habe außerdem einen „präventiven Charakter“.

Hausrecht hat der Veranstalter

Das Hausrecht behält übrigens der Schützenvorstand, gibt aber Befugnisse an die Sicherheitsleute ab, die natürlich nicht für jedes Eingreifen, z.B. Abweisen eines alkoholisierten Gastes oder Erteilen eines Platzverweises, erst einmal einen „Grünrock“ herbei zitieren können.

Doch soweit soll es am besten gar nicht erst kommen – Deeskalation ist Trumpf: Wie steht es an fast jeder Wand im Schützenland geschrieben? „Glaube, Sitte, Heimat...“

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