Nachhaltigkeit

Festival dreht sich um Ideen für ein grüneres Arnsberg

Spaß muss sein beim kreativen Arbeiten: Die Besucher des „Schlabberkappes“ entwickeln gemeinsam Ideen für mehr Nachhaltigkeit. Foto:Katrin Clemens

Spaß muss sein beim kreativen Arbeiten: Die Besucher des „Schlabberkappes“ entwickeln gemeinsam Ideen für mehr Nachhaltigkeit. Foto:Katrin Clemens

Hüsten.   Beim ersten „Schlabberkappes“ entwickeln die Besucher Ideen für mehr Nachhaltigkeit. Außerdem gibt es Musik, Kleinkunst und einen Foodtruck.

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In den alten Güterschuppen auf dem Bahnhofsgelände rauchen die Köpfe: Arnsberger machen sich hier Gedanken über die Zukunft ihrer Stadt und wie jeder einzelne Bürger zu mehr Nachhaltigkeit beitragen könnte. Neue Ideen zu gewinnen ist das Ziel der Workshops beim ersten Arnsberger Nachhaltigkeitsfestival mit dem Namen „Schlabberkappes“.

In einer Runde geht es gerade um Ideen für die Kitas. Sind die Jüngsten schon darauf bedacht, Plastikmüll zu vermeiden, ermahnen sie auch die Älteren, so die Hoffnung. „Viele von uns Erwachsenen sind einfach schon betriebsblind“, meint ein Teilnehmer.

Porzellan statt Plastik

Während es draußen in Strömen regnet, sitzen drinnen Leute in Kleingruppen an Biertischen, vor sich haben sie aber kein Pils, sondern Koffeinnachschub für die Denkzellen – in Porzellantassen versteht sich, schließlich geht es an diesem Tag auch um die Vermeidung von Müll.

An vier Tischen sitzen Besucher, die übrigen sind noch leer. Auch wenn Sebastian Witte sich mehr Besucher erhofft hätte, ist der städtische Klimaschutzmanager optimistisch. Schließlich ist es das erste Festival dieser Art und das Wochenende steht noch bevor.

Alltagsverhalten ist entscheidend

Eine offizielle Nachhaltigkeitsstrategie hat die Stadt schon entwickelt, beim „Schlabberkappes“ soll der sperrige Begriff für die Bürger erlebbar werden, sie sollen ihre Erfahrungen und Ideen einbringen können – abseits von Aktenordnern und Ausschusssitzungen. Es geht zum Beispiel um E-Mobilität, um Gesundheit, Stromsparen, die Vermeidung von Plastikmüll und die Rettung von Lebensmitteln.

Neben solcher „Öko-Themen“ wolle man aber auch mehr soziale Teilhabe erreichen. „Es geht darum, dass die Leute sich einbringen in die Gestaltung ihrer Stadt“, sagt Witte. „Wenn alle kleine Schritte machen, kommt man auch ans Ziel.“ Wichtig sei ihm dabei zu vermitteln, dass Nachhaltigkeit nicht direkt mit Mehrkosten oder Mehraufwand verbunden sei – es gehe um Veränderungen im Alltagsverhalten.

In dieser Hinsicht existieren aus Sicht von Klimaschutzmanager Witte schon viele gute Initiativen im Stadtgebiet, zum Beispiel Tauschbörsen und Repair-Cafés. „Wir wollen beim ,Markt der guten Güter’ am zweiten Tag des Festivals zeigen, was es schon alles gibt.“

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