Stadtgestaltung

Feuerwache Arnsberg: Neubau mit ökologischen Aspekten

Der Beirat für Stadtgestaltung berät mit seinem Vorsitzenden Prof. Andreas Fritzen (2. von links) über den Neubau der Feuerwache Arnsberg und das neue Gebäude für das Berufskolleg am Berliner Platz.

Der Beirat für Stadtgestaltung berät mit seinem Vorsitzenden Prof. Andreas Fritzen (2. von links) über den Neubau der Feuerwache Arnsberg und das neue Gebäude für das Berufskolleg am Berliner Platz.

Foto: Frank Albrecht

Arnsberg.  Der Gestaltungsbeirat der Stadt beschäftigte sich jetzt mit den Planentwürfen. Aber auch das Berufskolleg Berliner Platz war ein Thema.

Letzte Abstimmungen für den Neubau der Feuerwache Arnsberg an der Ruhrstraße und die gestalterische Konzeption für den Neubau des Berufskollegs am Berliner Platz waren am Montagnachmittag die bestimmenden Themen im Beirat für Stadtgestaltung der Stadt Arnsberg.

Der hatte sich zu den öffentlichen Beratungen im Bürgerzentrum Bahnhof getroffen und dort die mit den Projekten beauftragten Architekten gehört.

Es sollen mehr ökologische Aspekte in die Gestaltung der Wache einfließen

Im Beisein des Leiters der Feuerwehr Arnsberg, Bernd Löhr, stellten Jochen Grimm und Hans-Georg Goltz vom Büro „Planungsgruppe K“ aus Unna ihre Überlegungen für den Neubau der Feuerwache vor. Dabei sollen, so das Konzept des Architekturbüros, vor allem mehr ökologische Aspekte in die Gestaltung der Wache einfließen.

Im Modell folgt die neue Feuerwache der bekannten Struktur mit Fahrzeughallen und Verwaltungstrakt, der nach außen hin zum Teil verklinkert werden und zum Teil eine Verglasung bekommen soll.

„Wir planen mit mehr Grün auf dem Gelände der Feuerwache“, beschrieb Architekt Jochen Grimm, was schon durch ein so genanntes Gründach auf dem Verwaltungstrakt erkennbar sein werde. Zudem soll eine Photovoltaikanlage auf den Fahrzeughallen installiert werden.

Mehr Diskussionsbedarf bei der Gestaltung der Außenfassade

Ziel der Planungen ist es, trotz der erforderlichen Versiegelung der Innenhoffläche noch Grünflächen einzubauen. So könnte auf dem Hof an passender Stelle eine Art „grüne Insel“ eingerichtet werden. In der Diskussion mit den Mitgliedern des Beirates fand die Idee Zuspruch, für Grün den nötigen Raum zu lassen.

Mehr Diskussionsbedarf gab es bei der Gestaltung der Außenfassade. So sprach sich Jürgen Kilpert vom Gebäudemanagement der Stadt dafür aus, eine Fassade, die sich auch den Besuchern im Stadtteil präsentiert, nicht nur aus Beton darzustellen.

Mit Klinker ließe sich ein attraktiveres Außenbild schaffen. Gesprächsbedarf zeigte sich zudem auch bei Anordnung und Zahl der notwendigen Stellplätze für Feuerwehrmitglieder im Einsatzfall.

Bis zur nächsten Sitzung Anfang März 2020 will sich der Beirat nun Gedanken dazu machen und der Stadt eventuell eine Reduzierung der regulär vorgeschriebenen Stellplätze vorschlagen.

Breite Zustimmung für die Neubaupläne Berufskolleg Berliner Platz

Auf breite Zustimmung im Beirat für Stadtgestaltung stießen die Neubaupläne des Büros „RKW Architektur +“ für das Berufskolleg des HSK am Berliner Platz. Architekt Torsten Scheffer, Büroleiter aus Münster, stellte dem Beirat den Neubaukomplex am Bahnhof Neheim-Hüsten vor. Dort soll für eine Gesamtinvestition von rund 43 Millionen Euro ein neuer Berufsschulcampus entstehen.

Schüler sollen von einer offenen Architektur empfangen werden

Mit dem Neubau des Berufskollegs (BK) sollen drei marode Gebäude zuvor abgerissen und in dem Vorschlag zusammengeführt werden. Idee ist, dass entgegen der heutigen Gestaltung mit Parkplätzen der Campus-Gedanke verfolgt wird.

„Die Schüler sollen schneller zum Gebäude gelangen können, von dem sie auch mit einer offenen Architektur empfangen werden“, so Scheffer. Deshalb solle eine Campuspromenade einen geeigneten Zugang schaffen.

Das Foyer ist auch als Versammlungsstätte geplant

Das neue, in Teilen sechsstöckige Gebäude wird von der Autobahn aus zu sehen sein und soll nach Vorstellungen des Planers einen Blick auf eine gute Bildungslandschaft in Arnsberg geben. Schüler am BK bekommen den Zugang über ein großzügiges und lichtdurchflutetes Foyer, das in Pausen auch Raum und Luft geben soll.

Zudem ist das Foyer als Versammlungsstätte geplant und wird auch Räume für das Selbstlernzentrum mit Glas beinhalten. „Wir wollen keine Lern-Maschine für die Schüler schaffen“, so Scheffer.

Freier Blick in die Natur durch große Glasflächen

Dazu beitragen soll der gestalterische Ansatz in der Fassade, der den Schülern eine Offenheit signalisieren will. Vom Obergeschoss aus werden die Schüler einen Blick in die Natur bekommen können, der durch den Einsatz von Glasflächen geschaffen wird. Zu dem Vorschlag des Neubaus wurde bereits auch die Größe der Klassen diskutiert.

Hier will sich das Konzept des Büros „RKW Architektur +“ mit dem „Future Classroom“ zukunftsfähig aufstellen. Die Räume, so Scheffer, sollen variabel zu gestalten sein und auf die Nutzung in den nächsten 20 Jahren vorbereitet werden.

„Wir können hier keine aber Empfehlungen geben“, bewertete Prof. Andreas Fritzen, Vorsitzender des Beirates für Stadtgestaltung, es sei eben ein ganz ungewöhnliches Gebäude.

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