Messe-Neuheit

Firma Graef zeigt Innovation für Filterkaffeemaschine

Andreas Schmidt (links) und Hermann Graef (rechts) zeigen Neuheiten: Links die neue Filterkaffeemaschine und rechts eine  Schneidemaschine mit neuem MiniSlice-Aufsatz

Foto: Martin Schwarz

Andreas Schmidt (links) und Hermann Graef (rechts) zeigen Neuheiten: Links die neue Filterkaffeemaschine und rechts eine Schneidemaschine mit neuem MiniSlice-Aufsatz Foto: Martin Schwarz

Bergheim.   Bergheimer Firma Graef entwickelte eine Technik, die das Kaffee-Aufgießen mit der Hand Schritt für Schritt nachahmt.

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Manch ältere Verbraucher erinnern sich noch an das Kaffee-Aufgießen wie zu Omas Zeiten: Sie nahm den Porzellan-Handfilter, setzte ihn auf die Kaffeekanne, ging zum Kessel, wo das Wasser schon kochte, und brühte nicht sofort in einem starken Wasserguss) sondern behutsam in kleinen Wassermengen den Kaffee auf. So quillte das Kaffeemehl nicht sofort am Filterpapierrand hoch - der Kaffee wurde optimal aufgebrüht. Doch wer will sich dafür heute noch beim Frühstück die Zeit nehmen? Die Bergheimer Firma Graef entwickelte eine Filterkaffemaschine mit einer Technik, die alles macht wie Oma, aber automatisch und vielleicht sogar noch besser...

Messe-Neuheit

Das Unternehmen Graef präsentierte die neue Filterkaffeemaschine als Messeneuheit im Elektro-Haushaltsgerätebereich der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Nach der Messe erläuterten nun die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Graef, Hermann Graef und An-dreas Schmidt, im Gespräch mit unserer Zeitung das neue Graef-Produkt. „Die neue Filterkaffeemaschine ist mit ihrer innovativen Technik einzigartig auf dem deutschen Markt“, betonen die beiden Firmenlenker.

Filigrane Technik

Bei der neuen Maschine fällt zunächst eine Gefäß auf dem Gerät auf, in das Wasser eingefüllt wird. Der Konsument kann das Gefäß voll machen, aber dennoch die Wassermenge - für wie viel Tassen gekocht werden soll - genau bestimmen. Wenn er z. B. zunächst vier Tassen kochen will, dann kann er später mit dem Wasser, was noch in der abgedeckten Schüssel geblieben ist, noch z. B. zwei oder vier Tassen von der übrig gebliebenen Wassermenge nachkochen. Also: frischer Kaffee - just in time.

„Blooming-Funktion“

Unter dem Wassergefäß sorgt ein Thermoblock dafür, dass das Kaffeewasser vom ersten bis zum letzten Tropfen die optimale Brühtemperatur von 92 bis 96 Grad behält. Omas ersten Aufguss imitiert dann die automatische Blooming-Funktion, die für ein Aufquellen des Kaffeemehls sorgt, erst dann wird das Kaffeemehl großflächig benetzt. Wer zuviel Wasser oben eingefüllt hat, und am anderen Tag frisches Wasser nutzen will, kann eine Entleerungsfunktion bedienen, bei der dann das Wasser in die Kanne einfach abläuft.

Gute Resonanz bei Kunden

Mit dieser Neuheit sorgte die Firma Graef für großes Aufsehen auf der IFA. „Bei unseren Kunden, den Fachhändlern, kam die neue Filterkaffemaschine sehr gut an“, berichtet Hermann Graef. Für Aufsehen auf der Messe sorgte aber auch der neue MiniSlice-Aufsatz auf Graefs Kernprodukten, den Allesschneidern. „Dieser Aufsatz, mitdem man auch alte Graef-Schneidemaschinen nachrüsten kann, bietet den Vorteil, dass man zum einen nun nicht nur kreisrunde , sondern auch ovale Scheiben schneiden kann, zum anderen ist es nun möglich, auch kleines Schneidgut wie Pilze oder Radieschen in den Aufsatz zu stecken und dann zu schneiden“, berichtet Andreas Schmidt.

Neues Marketing-Konzept

Die Firma Graef verfolgt mit ihren Schneidemaschinen auch ein neues Marketing-Konzept unter dem Titel „Sliced Kitchen“ (Schnittküche), bei dem Graef auf den Trend zum Selbstkochen mit frischen Produkten setzt. Die Tatsache, dass junge Familien auch mal gern Fast Food konsumieren, beirrt die Graef-Chefs nicht. „Das eine schließt das andere doch nicht aus. Wer gern mal ‘ne Currywurst isst, dem schmeckt durchaus auch frische Küche, wobei das Kochen heute zunehmend zum Gemeinschaftserlebnis wird“, sagt Andreas Schmidt.

Neue „Magaloge“

Als ein Mittel im neuen Marketing-Konzept zeigt Hermann Graef neue „Magaloge“ (ein Mix aus Magazin und Katalog), in dem Geschichten rund um Graef-Produkte, aber auch Rezepte für frisch geschnittenes Gemüse genannt werden. Diese Magaloge liegen dann in Fachgeschäften kostenlos zur Mitnahme aus. „Wir wollen unsere Produkte stärker emotionalisieren“, betont Hermann Graef und verweist in diesem Sinne auch auf einen verstärkten Graef-Auftritt in sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook.

Gute Auftragslage

Statt der ursprünglich geplanten neuen Lagerhalle wird am Bergheimer Graef-Standort „Donnerfeld“ eine Produktionshalle entstehen, die ab Ende dieses Jahres gebaut werden soll. „Für unsere Schneidemaschinen, die auf Bergheim gefertigt werden, gibt es auf beiden Absatzmärkten - private Haushalte sowie gewerbliche Anwender an Frischetheken - eine verstärkte Nachfrage“, berichtet Hermann Graef. Auf Bergheim sind daher bereits in diesem Jahr etwa 7 bis acht neue Mitarbeiter für die Produktion eingestellt worden. Die Graef-Belegschaft ist mittlerweile 122 Mitarbeiter stark.

Der Umbau am zweiten Bergheimer Graef-Standort „In der Kuhle“ soll im Frühjahr 2018 (bis spätestens Juni) beendet sein. Hier entsteht ein Graef-Outlet mit Bistro-Café. Besucher können hier Graef-Produkte ausprobieren. Auch an Kochkurse ist gedacht. Später soll hier auch noch eine Kaffeerösterei entstehen.

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