Neue Ausstellung

Franz Stock auf den Punkt gebracht

Große Stellwände mit prägnanten Texten und vielen Fotos kennzeichnen die neu gestaltete Ausstellung über Franz Stock.  Bei der Ausstellungseröffnung stehen vor einer der Stellwände (von links) Frank Trompeter, Stephan Jung, Prof. Dr. Stefan Breide, Eckhard Stoll (beide FH Südwestfalen) sowie Thomas Bertram

Große Stellwände mit prägnanten Texten und vielen Fotos kennzeichnen die neu gestaltete Ausstellung über Franz Stock. Bei der Ausstellungseröffnung stehen vor einer der Stellwände (von links) Frank Trompeter, Stephan Jung, Prof. Dr. Stefan Breide, Eckhard Stoll (beide FH Südwestfalen) sowie Thomas Bertram

Foto: Martin Schwarz

Neheim.   In neu konzipierter Wanderausstellung gibt es Informationen über Franz Stock in kurzen Texten, vielen Fotos und per QR-Code in Filmen.

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Kurze Texte mit vielen Fotos komprimiert auf drei große Stellwände und zwei Roll-Ups - dies sind die markanten Zeichen der neu gestalteten Wanderausstellung über den Neheimer Gefangenenpriester Franz Stock (*1904, † 1948). Angesichts des modernen Leseverhaltens, das schnelle und prägnante Informationen wünscht, hat das Franz-Stock-Komitee eine neue Ausstellung von Experten der Fachhochschule Südwestfalen konzipieren lassen.

Starke Text-Reduktion

Die bisherige Wanderausstellung war von sehr umfangreichen, detaillierten Texten in Deutsch bzw. Französisch geprägt und umfasste insgesamt 34 Info-Tafeln im Hochformat von 50 x 70 Zentimetren. Eine deutliche Textreduktion war nun eine der zentralen Aufgaben von Prof. Dr. Stefan Breide und Diplom-Ingenieur Eckhard Stoll vom Institut für Breitband- und Medientechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. „Wir haben die Menge der alten Wanderausstellungs-Texte auf etwa ein Viertel komprimiert“, sagte Prof. Dr. Breide bei der gestrigen Ausstellungeröffnung in der Neheimer St.-Michael-Kirche, Alter Holzweg 15. Dort sind die drei neuen, jeweils 3,80 x 2,10 Meter großen und dynamisch nach innen gewölbten Stellwände sowie die zwei neuen Roll-Ups noch bis zum 28. Februar am Seitengang des Kirchenschiffs zu sehen.

Zu den herausragenden folgenden Ausstellungsorten gehört dann die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, wo die neue Franz-Stock-Ausstellung vom 1. bis 29. April zu sehen sein wird.

Die drei Stellwände gliedern Franz Stocks Leben in drei Bereiche:
1904 bis 1939: Kindheit / Jugend / Seelsorge in Paris;
1940 bis 1944: Gefängnisseelsorger / Mont Valerien / Gefangenschaft;
1945 bis 1948: Stacheldrahtseminar / Lebensende.

Auf den Roll-Ups finden sich biografische Daten sowie Hinweise auf Stocks Bedeutung für die deutsch-französische Aussöhnung.

Die Mehrsprachigkeit der Ausstellung wird durch Internet-Verbindungen mittels QR-Codes auf den Stellwänden sichergestellt. So erhält man auch Informationen in englischer sowie französischer Sprache. Die QR-Codes führen auch zu drei kurzen, etwa zweieinhalbminütigen Filmen über Franz-Stock, die es ebenfalls wahlweise in deutscher, englischer oder französischer Sprache gibt.

Zusammenklappbare Stellwände

Neben der besseren inhaltlichen Vermittlung von Leben und Werk Franz Stocks hat die neue Ausstellung auch noch einen praktischen Vorteil: „Die drei zusammenklappbaren Stellwände und die beiden Roll-Ups sind leicht auf- und abzubauen und auch gut in Boxen transportabel“, berichtet Thomas Bertram, stellvertretender Vorsitzender des Franz-Stock-Komitees. Er dankte Prof. Dr. Breide und seinem Team für die gelungene Arbeit. Die Wissenschaftler hatten sich bereits durch ihre Arbeiten für das Heinrich-Lübke-Museum in Sundern-Enkhausen und für das Kulturbüro der Stadt Arnsberg (u. a. Gero-Codex) einen Namen gemacht.

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