Preisgeld erhalten

Franz-Stock-Gymnasium fördert nachhaltiges Denken

Die Schüler des Q1-Projekts „Jugend forscht“ sowie Schulleiter Dr. Andreas Pallack (rechts) und die Lehrer Nora Simon (oben links), Katharina Hach (oben rechts) sowie Stefan Burghardt (links) freuen sich über die finanzielle Anschubhilfe in Höhe von 30.000 US-Dollar.

Die Schüler des Q1-Projekts „Jugend forscht“ sowie Schulleiter Dr. Andreas Pallack (rechts) und die Lehrer Nora Simon (oben links), Katharina Hach (oben rechts) sowie Stefan Burghardt (links) freuen sich über die finanzielle Anschubhilfe in Höhe von 30.000 US-Dollar.

Foto: Achim Gieseke

Neheim.  Schüler erhalten für Klimaschutz-Projekt einen 30.000-Dollar-Zuschuss von der Arconic Foundation. Es geht um Luftbelastung und Schadstoffabbau.

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Die sich ständig verändernde Welt mit ihren teils gravierenden, von Menschenhand geschaffenen Problemen erfordert immer wieder neue Antworten. Antworten, die nachhaltig bessere Lebensverhältnisse schaffen. Oder, drastisch ausgedrückt, die dazu beitragen, noch längst nicht geborenen Generationen ein angemessenes Leben überhaupt zu ermöglichen.

Ein Langzeit-Klimaschutz-Projekt

Antworten finden helfen und vor allem ein wissenschaftlich fundiertes Bewusstsein für diese Problematik bei jungen Menschen schärfen, das will auch das Neheimer Franz-Stock-Gymnasium: mit einem Langzeit-Klimaschutz-Projekt. Griffig zusammengefasst und angelehnt an „Fridays for Future“ unter dem Titel „FSG for Future“. Konkret geht es unter anderem darum, die Fähigkeiten von Pflanzen, Stickoxide und CO2 aufzunehmen, zu erforschen und daraus umsetzbare Ideen für den Klimaschutz vor Ort zu entwickeln. Aber auch, sich mit Lichtemissionen und deren Auswirkungen auf die Umwelt zu befassen.

Die Schule ist dabei auf einem guten Weg, denn schon vor dem eigentlichen Start wurde die von den Lehrkräften Katharina Hach, Nora Simon und Stefan Burghardt entwickelte Projektidee von der Arconic Foundation in Bestwig mit einem Preis von 30.000 US-Dollar gewürdigt. Geld, das als Anschubhilfe gerade recht kommt.

Schüler setzen Projekt kreativ um

Die Lehrer allerdings, unterstreicht Katharina Hach, haben dabei aber nur die Projektidee geliefert. „Die Umsetzung liegt vor allem in der Kreativität der beteiligten Schüler.“ Diese Schülergruppe - das Interesse in der Schülerschaft am Mittun ist angesichts der Aktualität des Themas Klimaschutz sehr groß - rekrutiert sich derzeit aus dem Orientierungskurs der Jahrgangsstufe 8 und dem Q1-Projekt „Jugend forscht“ der Oberstufe.

Geplant ist, geben das Ideengeber-Trio und Schulleiter Dr. Andreas Pallack einen Überblick, zunächst die Ermittlung der Luftbelastung durch Stickoxide und CO2 im unmittelbaren Schulumfeld und wie diese Schadstoffe von Pflanzen abgebaut werden beziehungsweise welche Pflanzen dafür am besten geeignet sind. „Denn die eine Pflanze,“ sagt Nora Simon, „gibt es nicht, nur immer einen Kompromiss.“

Bei diesen Langzeit-Untersuchungen wird Messtechnik eingesetzt, die die wissenschaftliche Auswertung verschiedenster Parameter ermöglichen soll. Sensoren sollen die Daten zudem live übertragen, damit diese den Schülern direkt zu Verfügung stehen.

Die Idee hinter dieser Idee: Das Pflanzenprojekt ist der Mittelpunkt, um den sich im Lauf der Jahre viele weitere Projekte gruppieren. „Weil schließlich nicht nur die Umweltbelastungen aufgezeigt werden sollen,“ so Stefan Burghardt, „sondern Ziel ist es, aus diesen Erkenntnissen weitere nachhaltige Vorschläge zur Verbesserung des städtischen Lebens zu entwickeln.“ Ideen, die - perspektivisch betrachtet - dann an geeigneten Stellen im Stadtgebiet zur Verbesserung der Luft und damit des Klimas beitragen könnten.

Und damit die Kreativität ständig neu belebt wird und so stets neue Impulse einfließen, ist die freiwillige Teilnahme am Projekt „Local Science - FSG for Future“ immer auf ein Jahr begrenzt.

Besonderer Wert wird am Franz-Stock-Gymnasium auf die wissenschaftliche Untermauerung gelegt. „So lernen die Schüler schon früh wissenschaftliches Arbeiten und verfügen zugleich über selbst ermittelte Daten, aus denen sie ihre eigenen Schlüsse ziehen können,“ sagt Schulleiter Pallack. Zudem sei diese freiwillige aktive Auseinandersetzung mit Fragestellungen der Zukunft nachhaltiger als jede Theorie. „Und genau das, das nachhaltige Denken, wollen und müssen wir als Schule fördern.“

Übrigens nicht nur mit Wirkkraft auf die Schüler. Stefan Burghardt: „Dieses Projekt ist auch für uns Lehrer eine schöne Sache. Wir nehmen selbst viel mit und es schafft so Motivation auf allen Seiten.“

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