Fortbildung

Frauenberatung Arnsberg: Soforthilfe nach Sexualstraftaten

Lesedauer: 2 Minuten
Die Frauenberatungsstelle Arnsberg lädt in Kooperation mit dem Klinikum Hochsauerland zu einer Fortbildung zum Thema sexualisierte Gewalt und anonyme Spurensicherung ein. Ziel soll es sein, für das Thema zu sensibilisieren.

Die Frauenberatungsstelle Arnsberg lädt in Kooperation mit dem Klinikum Hochsauerland zu einer Fortbildung zum Thema sexualisierte Gewalt und anonyme Spurensicherung ein. Ziel soll es sein, für das Thema zu sensibilisieren.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Die Frauenberatung Arnsberg lädt medizinisches Personal zu Fortbildung zum Thema sexualisierte Gewalt ein und erklärt Relevanz der Spurensicherung.

Hüsten. Die Frauenberatung Arnsberg lädt zum Thema „Anonyme Spurensicherung“ ein. Seit Ende 2015 gibt es die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung (ASS) nach Sexualstraftaten im HSK. Diese wird in den gynäkologischen Abteilungen der Krankenhäuser Karolinen- Hospital Arnsberg-Hüsten als auch dem städtischen Krankenhaus Maria- Hilf Brilon angeboten.

+++ Lesen Sie auch: Neheimer Marktplatz wird zur Leinwand für Sandkunstwerk +++

Anonyme Spurensicherung nach der Tat möglich

Aber kaum jemand weiß davon. Da viele Betroffene nach der Tat noch unter Schock stehen, entscheiden sie sich zu dem Zeitpunkt meist gegen eine Strafanzeige. Für ein späteres Strafverfahren ist es jedoch unerlässlich, Spuren gerichtsfest zu sichern und zu dokumentieren. Dies ist durch die anonyme Spurensicherung gewährleistet. Menschen, die im Bereich der Medizin und Pharmazie arbeiten, sind unverzichtbare Multiplikatoren. Sie besitzen die Möglichkeit, wichtige Informationen zum Verfahren von ASS – wie zum Beispiel die Anforderungen eines Strafverfahrens, sowie der Kenntnis eines Hilfenetzwerkes vor Ort – an Betroffene weiterzugeben.

Fortbildung zum Thema Spurensicherung und Soforthilfe nach sexuellen Straftaten

In Kooperation mit dem Klinikum Hochsauerland durch den Chefarzt Dr. med. Norbert Peters (Chefarzt der Gynäkologie und ärztliche Leitung der Standorte in Arnsberg), möchten die Frauenberatung Arnsberg für dieses wichtige Thema sensibilisieren. Dazu findet am 22. September um 16 Uhr eine Fortbildung statt. Herr Dr. med. Norbert Peters referiert über das „Vorgehen bei Verdacht einer sexuellen Straftat aus gynäkologischer Sicht“ und Frau Hannah Püttmann von der Frauenberatung Arnsberg stellt die medizinische Soforthilfe nach sexualisierter Gewalt, sowie Krisenintervention und Beratungsangebote für Betroffene vor. Eingeladen sind interessierte Ärzte und Ärztinnen, Apotheker und Apothekerinnen sowie medizinische Fachangestellte in das Engagementzentrum (Raum E12) in Hüsten. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter 02932/8987703 oder per Mail an beratung@frauen-hsk.de gebeten.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Arnsberg

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben