Jahreshauptversammlung

Freilichtbühne Herdringen: 28 Prozent weniger Zuschauer

Freilichtbühne Herdringen ehrt verdiente Mitglieder.

Freilichtbühne Herdringen ehrt verdiente Mitglieder.

Foto: Frank Albrrecht

Herdringen.  Trotz eines deutlichen Besucherrückgangs in der Jubiläumssaison blickt die Freilichtbühne Herdringen auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Mit gut einem Viertel weniger Zuschauer ist die Freilichtbühne Herdringen durch ihre Jubiläums-Spielzeit 2019 gegangen. Diese Zahlen gab es am Wochenende für die rund 100 Teilnehmer an der Generalversammlung des Vereins zu hören, die wie immer im Spielerheim an der Bühne statt fand.

Zwei Premieren

Neben einer Abrechnung mit der letzten Saison standen auch Wahlen zum Vorstand sowie die Ehrungen verdienter Mitglieder auf dem Programm. Künftig will die Freilichtbühne auch mit ihrem neuen Motto in die Öffentlichkeit gehen: „Freilichtbühne Herdringen – mehr als Theater“. In dem Bericht des Vorstands erinnerte Bühnen-Vorsitzender Thomas Lepping an die Höhepunkte der letzten Spielzeit. Mit dem Familientheater „Der kleine Vampir“ und dem Erwachsenenstück „DraCoola“ hätten gleich zwei Premieren an der Bühne gefeiert werden können. Zudem, so Lepping, sei an der Bühne eine so genannte monothematische Saison gespielt worden. Dabei wurde das Erwachsenenstück, die Musikrevue „DraCoola“ von der einstigen Regisseurin Patricia Hoffmann eigens für die Herdringer Bühne geschrieben und konnte somit sogar eine Weltpremiere in Herdringen feiern.

Lob an Moritz Voßbeck

Mit Lob und Anerkennung erinnerte der Vorsitzende daran, dass Mitglied Moritz Voßbeck den Preis „Junges Engagement“ der Westfalenpost an die Bühne geholt habe. „Wir haben allen Grund, den rund 150 Akteuren zu danken, die pro Aufführung ihre Arbeit hinter der Bühne leisten“, so Lepping unter dem Applaus der Anwesenden. Gerade die Arbeit mit dem Nachwuchs genieße an der Freilichtbühne einen hohen Stellenwert. Der Vorsitzende bekräftigte, dass auch künftig der Fokus der Arbeit an der Bühne auf der Kinder- und Jugendarbeit liegen werde.

Im Jahr 2019 hat die Freilichtbühne aber nicht nur mit dem Sommertheater auf sich aufmerksam gemacht: Für das wieder sehr erfolgreiche Wintertheater seien schon vor der Premiere des Stückes „14 Tage Luxus“ alle Aufführungen ausverkauft gewesen. Längst habe sich das Wintertheater zu einem festen Bestandteil in der Finanzierung der Bühnenarbeit entwickelt. „Ich danke allen ehrenamtlichen Helfern und hoffe auf weitere Unterstützung“, so Vorsitzender Thomas Lepping.

18.871 Besucher

Eine ausgeglichene Kassenlage mit einem fünfstelligen Überschuss konnte Kassierer Markus Strotmeyer den Mitgliedern präsentieren. Dabei waren die Zuschauerzahlen in der Jubiläumssaison verglichen mit dem Vorjahr um 28 Prozent zurück gegangen. Insgesamt gab es 18.871 Zuschauer an der Bühne. Technische Veränderungen an der Freilichtbühne Herdringen konnten sich vor allem über Zuschüsse finanzieren. So gab es für ein Traversensystem der Bühnenkulisse für „DraCoola“ einen Zuschuss vom Landschaftsverband Westfalen Lippe in Höhe von 3.000 Euro. Ein Verwandlungsworkshop wurde von der Bezirksregierung Arnsberg mit 2.900 Euro gefördert.

Dem Vorstand wurde nach der Präsentation der Zahlen auf Antrag einstimmig Entlastung erteilt. Voller Zuversicht blicke die Bühne nun in den kommenden Monate, stellte Vorsitzender Thomas Lepping fest. In der Spielzeit 2020 wird ab dem 30. Mai das Familienstück „Der Räuber Hotzenplotz“ gezeigt, das von der neuen Regisseurin Eva Maria Baumeister betreut wird. Im Erwachsenentheater läuft ab dem 13. Juni das Berlin-Musical „Linie 1“. Hier übernimmt die bisherige Spielleiterin Saskia Senft die Regie.

75-jähriges Bestehen im Blick

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden von den 94 stimmberechtigten Mitgliedern alle Vorschläge des Vorstands per geheimer Wahl angenommen. An der Freilichtbühne wird weiter an der Veränderungen gearbeitet. Das soll in Zukunft die Umsetzung der Verkaufsbude auf die andere Straßenseite sowie die Suche nach einem einfach zu veränderten Bühnenbild betreffen. Ferner, so stellte Vorsitzender Thomas Lepping dar, werde in einer Kommission bereits an einer neuen Satzung gearbeitet. Zudem habe die Bühne schon jetzt ihr 75-jähriges Bestehen im Jahre 2024 im Blick.

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