Arnsberger Filmschätzchen

Für die Filmschätzchen rackert ein eingespieltes Team

Uralte Filmschätzchen aus Arnsberg

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Arnsberg.  Immer wieder bringen Zufallsfunde tolles, oft unbekanntes Material ans Licht und bereichern das filmische Angebot des Heimatbundes.

Die Filmschätzchen des Arnsberger Heimatbundes sind seit vielen Jahren für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger Bestandteil im Terminkalender und haben sich zu einer festen Institution entwickelt.

Auch in diesem Jahr konnte Filmschätzchen-Chef Werner Bühner wieder dreimal eine volle Kulturschmiede vermelden – übrigens in der 15. Auflage. Wobei der Heimatbund-Vorsitzende den Begriff „Chef“ gar nicht gerne hört: „Die Fäden laufen zwar bei mir zusammen, aber die Veranstaltung ist Gemeinschaftsarbeit, denn ohne Helfer geht es nicht“.

Auch Anstoß, zu Hause nach alten Filmen zu suchen

Ein langjähriger Mitstreiter ist Günter Rössiger, ehemaliger Mitarbeiter beim HSK-Medienzentrum. „Durch meinen Beruf hatte ich viel mit Filmen zu tun, da war es selbstverständlich mitzuhelfen“.

Immer wieder habe man viele tolle Zufallsfunde machen können. Wie den Film vom 1. Bundesschützenfest 1956 in Schmallenberg, auf dem viele Arnsberger Schützen zu erkennen seien, erinnert sich Rössiger. Dabei sei Sinn und Zweck der Filmschätzchen nicht nur, die Filme zu zeigen, sondern sie sollen Anstoß sein, zu Hause nach historischem Bildmaterial zu suchen.

„Wenn was los ist, bin ich bemüht, dabei zu sein“

Ebenfalls mit im Team ist Willi Nels­kamp, Mitbegründer des Vereins „Kamera 76“. Das Archiv des 79-Jährigen ist riesig, umfasst Filme über Ruinenfeste, Karnevalsfeiern sowie die Verabschiedung der Belgischen Streitkräfte und eine Doku über den Bau des Schlossbergtunnels. „Wenn was in Arnsberg los ist, bin ich bemüht, dabei zu sein“, sagt Nelskamp, der gestern wie heute mit der Kamera unterwegs ist.

Immer wieder stellt sich die Aufgabe, alte und neue Technik in Einklang zu bringen. Historische Aufnahmen müssen von 8- oder 16 mm-Filmrollen in digitale Videodateien umgewandelt werden.

Langjähriger Büttenredner sorgt für die Digitalisierung

Hier kommt mit Paul Kett (89) ein dritter Helfer ins Spiel, der die analogen Filme mit modernster Technik digitalisiert. Digitalumwandlung, Scanner oder Beamer, für die meisten Menschen in diesem Alter sind das Fremdworte.

„Technik hat mich schon als Kind fasziniert und begeistert, an Neuerungen war ich immer interessiert“, erzählt Paul Kett, der als langjähriger Büttenredner manchen Karnevalsfilm zu den Filmschätzchen beisteuerte.

Nach den Filmschätzchen ist vor den Filmschätzchen

Nach den Filmschätzchen ist vor den Filmschätzchen. Und so fängt Werner Bühner schon jetzt an, zu sammeln und zu suchen.

„Erstmal wird das Material auf Festplatten gespeichert, später mit passendem Ton oder Musik synchronisiert und dann kurz vor der Aufführung in eine optimale Reihenfolge gebracht“, erklärt Bühner, für den die Filmschätzchen auch eine Leidenschaft sind.

„Es freut mich, wenn die Bude wieder voll ist“

Der ehemalige Schulleiter der Theodor-Heuss-Schule gibt sich trotz der vielen Arbeit bescheiden: „Man ist zwar das ganze Jahr zugange, aber es freut mich, wenn die Bude beim nächsten Mal wieder mit Besuchern voll ist“.

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