Zukunft pflanzen

Für größere Artenvielfalt: Hüstener gärtnern ohne Chemie

Im Garten der Sterenborgs in Hüsten kommen keine „Chemiekeulen“ mehr zum Einsatz.

Im Garten der Sterenborgs in Hüsten kommen keine „Chemiekeulen“ mehr zum Einsatz.

Foto: Privat

Hüsten.  Tierische Helfer statt Chemiekeulen: So stellen die Sterenborgs in Hüsten ihre Garten-Bewirtschaftung um.

Mit ihrem Garten bewerben sich die Sterenborgs aus Hüsten beim Wettbewerb „Zukunft pflanzen“, den unsere Zeitung gemeinsam mit der Sparkasse Arnsberg-Sundern ausruft, um Ideen für mehr Nachhaltigkeit zu fördern. Seit einiger Zeit versuchen die Sterenborgs, ihren Garten nachhaltiger zu bewirtschaften als früher, um einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten.

„Die Umstellung in unserem Garten auf den kompletten Verzicht von Wildkrautvernichter und Kunstdünger ist bisher erfolgreich verlaufen“, sagt Dieter Sterenborg. Die Verkleinerung der Rasenfläche zu Gunsten der Blumenfläche belebe die Anzahl der Bienen, Hummeln und weiterer Insekten. Auch die Vergrößerung der Nutzfläche für Gemüse verspreche eine gute Ernte von Kartoffeln, Salat, Bohnen und Co.

„Das Einbringen von natürlichem Bodenaktivator fördert ein gutes Wachstum“, ist Sterenborg überzeugt. Der Besuch durch die Vogelwelt belebe den Garten außerdem mit viel Gesang.

Das Entfernen von ungeliebtem Wildkraut sei zwar etwas aufwendiger, aber es schone eben die Umwelt. „Hier entdeckt man viele Nutzkräuter und auch einige blühende Wildkräuter“, berichtet der Hüstener Hobbygärtner.

Marienkäfer fressen Läuse

Den ersten Befall von Läusen an ihren Rosen hatten die Sterenborgs noch mit Natronlauge bekämpft, aber dann kamen ihnen die Marienkäfer zur Hilfe. Sie vermehrten sich schnell im Garten und fraßen die Läuse. Auch viele Larven der Käfer sind zu sehen.

„Durch die Verlängerung der Vogelfütterung konnten die Jungvögel zugefüttert werden, so dass sich auch die Insekten gut vermehrten“, erklärt Sterenborg. „Wir sind überzeugt, dass dieser Weg gut für das Weltklima ist und werden ihn ständig erweitern.“ Dazu bewirbt er sich nun bei „Zukunft pflanzen“.

Die Sterenborgs beteiligen sich auch an den offenen Gärten im Ruhrbogen. Besucher sind am Sonntag, 14. Juli, von 11 bis 18 Uhr willkommen an der Schmalen Trift 1 in Hüsten.

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