Einkaufsstadt Neheim

Gastronomie: Hauptstraße in Neheim hat noch Luft nach oben

Im Café Cais am Neheimer Markt

Foto: Martin Schwarz

Im Café Cais am Neheimer Markt

Neheim.   Im Zentrum des Arnsberger Stadtteils Neheim sieht City-Manager Conny Buchheister noch Nachholbedarf - was die Gastronomie betrifft.

Neheims City-Manager Conny Buchheister muss nicht lange überlegen: „Natürlich ist Gastronomie wichtig für die Qualität eines Einkaufsstandorts, weil sie die Verweildauer vor Ort deutlich erhöht.“ Vor Ort sieht Buchheister in dieser Hinsicht aber noch etwas Nachholbedarf. In der Hauptstraße, dem Zentrum des Stadtteils.

Entwicklungspotenzial

„Dort haben wir meiner Ansicht nach noch Entwicklungspotenzial.“ Doch das Problem: Neheim, und zwar der Kern, werde von attraktiven Handelsketten als ein guter, geschäftsintensiver und publikumsträchtiger Standort wahrgenommen, was Pacht- und Mietzins steigen lasse, die so „für einen gastronomischen Betrieb, der als Einzelkämpfer unterwegs ist, nur schwer zu erwirtschaften sind“.

Auf der anderen Seite aber gebe es für die Neheimer Innenstadt eine gute Nachfrage von großen Gastronomie-Ketten. „Doch dafür fehlen in der Hauptstraße leider die von diesen bevorzugten Flächengrößen.“ Er, so Buchheister, sehe aber mittelfristig die Chance, dass da noch etwas Interessantes passieren könne. „Mehr möchte ich dazu aber noch nicht sagen.“

Gut aufgestellt in der Peripherie

Trotz dieser Probleme, die manch anderem Ort angesichts der Neheimer Handelsstärke wohl als Luxusprobleme erscheinen müssen, sieht Buchheister aber die Gastronomie in Neheim gut aufgestellt. Nämlich in der sogenannten B-Lage, der unmittelbaren Peripherie der Hauptstraße. „Hier haben sich allein in den vergangenen zwölf Monaten mit Westside, Subway und Will drei top ausgerichtete Betriebe angesiedelt. Das ist eine gute Entwicklung. Und es ist ja nicht so, dass sich hier bei uns nichts tun würde.“

Ein Pfund ist für Buchheister, der selbst aus der Gastronomie kommt, die alte Brökelmann-Fabrik am Neheimer Filetstück. Dort ist nicht nur das „Will“ zu Hause, sondern die Event-Gastronomie „Hektors Feierlich“. „Da geht schon einiges.“ So verfüge Neheim insgesamt nahe der Hauptstraße über ein bestens sortiertes Angebotspaket, das für jeden Geschmack etwas bereithalte.

Reichhaltiges Speisenangebot

Zudem müsse man sehen, dass in der Hauptstraße Metzgereien und Bäckereien ein reichhaltiges Snack- bzw. Speisenangebot präsentieren würden. „Teils mit Außengastronomie.“ Auch die Eisdielen würden zum Erfolg des Standortes beisteuern. Allerdings würde sich Neheims City-Manager freuen, wenn die Öffnungszeiten dieser Unternehmen stärker in den Abend, über die Schließung des Handels hinaus, ausgedehnt werden könnten. „So würden wir viel länger Leben in der Straße haben.“

Konrad Buchheister denkt aber auch schon weiter, über die Stadtteilgrenzen hinaus: Mit der breit aufgestellten Gastronomie in Arnsberg und dem starken Einzelhandel und ebenfalls wertiger Gastronomie in Neheim wäre sicher manches zum Wohle aller machbar. „Doch da ist das Stadtmarketing gefordert, die jeweiligen Potenziale im Sinne des Gesamtbildes nach außen zu transportieren.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik