Bezirksausschuss

Gestaltung des Kreisverkehrs in Arnsberg ist ein „Geheimnis“

Die Gestaltung des Kreisverkehrs soll bis zur Präsentation im Kunstsommer geheim bleiben.

Die Gestaltung des Kreisverkehrs soll bis zur Präsentation im Kunstsommer geheim bleiben.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Die Findungskommission hat ein Kunstwerk für den Kreisel am Knoten Brückenplatz / Clemens-August-Straße ausgewählt.

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Mammutprogramm im Bezirksausschuss Arnsberg. Die für die Bürgerinnen und Bürger wohl interessanteste Neuigkeit: Es ist endlich ein Kunstwerk für die Dauerbaustelle „Gestaltung Kreisverkehr Brückenplatz/Clemens-August-Straße“ gefunden. Um was es sich dabei handelt, das allerdings soll bis zur Präsentation im Sommer ein großes Geheimnis bleiben.

Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Tagesordnungspunkte, die in der Sitzung - diesmal im Rathaus im Stadtteil Neheim - behandelt wurden:

Kreisverkehr

Die erforderlichen Arbeiten für die Installation des Kunstwerks sollen bis Sommer abgeschlossen sein. Im April, so der Plan, wird das Fundament gegossen, parallel dazu das Kunstwerk hinter verschlossenen Türen fertiggestellt. Dessen öffentliche Präsentation erfolgt schließlich im Kunstsommer.

Bis dahin will die eigens eingerichtete Findungskommission das von ihr einstimmig ausgewählte Werk unter Verschluss halten, „damit es nicht schon vorab kaputtgeredet wird“, fasst Ausschussvorsitzende Marie-Theres Schennen deren Vorgehen zusammen. Doch Kommissionsmitglied Peter Blume versprach vorab zumindest, dass die Kreiselgestaltung schön werde. Arnsbergs CDU-Vorsitzender Dirk Ufer hatte übrigens von Beginn an für eine Beteiligung der Bürger plädiert.

Beleuchtung Altstadt

Hier waren vor allem im Bereich Steinweg / Alter Markt in der Vergangenheit die modernen, als zu hell und zu hoch empfundenen Straßenlaternen bei Anwohnern, aber auch bei Vereinen, die sich um das historische Erbe kümmern, in die Kritik geraten.

Weil die modernen Oberlichtleuchten nicht in das historische Ambiente passen würden und das Durcheinander verschiedener Laternentypen einer touristisch bedeutsamen Altstadt nicht angemessen sei. CDU/Grüne hatten bereits im Vorfeld einen entsprechenden Antrag auf die Reise geschickt.

Um in dieses Thema nun endlich „Ruhe zu bekommen“, so Schennen, wird nun ein Arbeitskreis eingerichtet - besetzt mit Ausschussmitgliedern, Anwohnern und Vereinsvertretern, um Vorschläge zu entwickeln. Zugleich soll die Verwaltung herausfinden, welche Leuchten für das historische Umfeld geeignet sind und wie sich die jeweiligen Kosten darstellen.

Bevor diese Gruppe zusammentritt, steht aber noch ein Gespräch von Anwohnern mit dem Bürgermeister an. Zudem will die Verwaltung prüfen, ob die neuen Leuchten abgedimmt werden können.

Toilettenanlage Bahnhof

Seit Jahren wird das Fehlen von öffentlichen Toilettenanlagen im Bürgerzentrum Bahnhof moniert, die seit einem Wasserschaden geschlossen sind. Die immer wieder neuen Verhandlungen der Stadtverwaltung mit der Deutschen Bahn AG hätten jedoch aufgrund „der Unbeweglichkeit“ der Bahn keinerlei Erfolg gebracht. Nun will die Stadt die Möglichkeit prüfen, eine selbstreinigende Toilette zu in­stallieren.

Raserei Grimmestraße

Immer wieder wird auf dieser Ausfallstraße in Richtung Möhnesee / A 44 zu schnell gefahren. Besonders auf dem letzten Teilstück zum Ortausgang. Doch der Stadt sind die Hände gebunden, sie darf keine baulichen Eingriffe wie in die Fahrbahn hineinragende „Zungen“ als Geschwindigkeitsdämpfer vornehmen. Denn: Für diese Bundesstraße ist die Landesbehörde StraßenNRW zuständig, für die Geschwindigkeitsüberwachung der Kreis. Auch ein Versetzen des Ortsschildes ist nicht möglich.

Segelfluggelände

Weil im Naturschutzgebiet Spreiberg bei Müschede kein Modellflug mehr erlaubt ist, sucht der Verein „Modell-Segelflugsport Spreiberg“ eine neue Möglichkeit zur Ausübung des Hobby. Und hat dafür einen Teilbereich des Ex-Segelfluggeländes im Alten Feld ins Auge gefasst.

Die Verwaltung soll nun die rechtlichen Möglichkeiten ausloten, ob dort zunächst ein „Test-Flugbetrieb“ machbar ist. Nach einer solch befristeten Phase könnten dann die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und das Thema nochmals beraten werden.

Mobile Wahlwerbung

Abgelehnt, weil zu unklar, hat der Bezirksausschuss eine Vorlage zur Neuordnung der mobilen Wahlwerbung auf städtischen Grundstücken. Um grundsätzlich Struktur in öffentliche Werbung zu schaffen, soll in dem neu zu erarbeitenden Verwaltungsvorschlag nun auch private Bannerwerbung erfasst werden.

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