Ortsteil Arnsberg

Gesucht: Ideen, die Arnsberg nach vorne bringen

Ein Pfund, mit dem man wuchern sollte: Der Arnsberger Schlossberg mit seiner Ruine. Einen echten Knaller suchen die Macher noch: „Da muss man offen denken“, so Tarek Jumah und Heinz Hahn. Foto:Ted Jones

Ein Pfund, mit dem man wuchern sollte: Der Arnsberger Schlossberg mit seiner Ruine. Einen echten Knaller suchen die Macher noch: „Da muss man offen denken“, so Tarek Jumah und Heinz Hahn. Foto:Ted Jones

Arnsberg.   Verkehrsverein und Werbegemeinschaft suchen Ideen, die Arnsberg nach vorne bringen sollen. Bürger können auf Plattform ihre Vorschläge einbringen.

„Ideen: Arnsberg denkt vor.“ Unter diesem Titel richten Verkehrsverein und Werbegemeinschaft „Wir in Arnsberg“ als erstes gemeinsames Projekt der noch jungen Zusammenarbeit ab sofort eine für alle offene Plattform ein, die Vorschläge von Bürgern sammelt und später öffentlich zur Diskussion stellt. Das erklärte Ziel: den Stadtteil noch besser im Wettbewerb der Kommunen zu positionieren.

„Lederne Brücke“ beerdigt

„Wir brauchen noch einen richtigen Knaller für Arnsberg,“ sagt Verkehrsvereinsvorsitzender Heinz Hahn. Denn schließlich habe man nach Gesprächen mit der Stadtverwaltung und dem vormaligen Bürgermeister die angedachte Neuauflage der legendären „Ledernen Brücke“ (wir berichteten) beerdigen müssen.

Auch der Alternativ-Vorschlag einer aufgeständerten Glasbodenbrücke zwischen Schlossberg und Burgberg sei damit erledigt. „Trotz dieses ernüchternden Ergebnisses lassen wir uns aber in unserem Elan nicht beschränken. Im Gegenteil. Wir werden weiter am Ball bleiben und neue Ideen entwickeln, um die Attraktivität Arnsbergs zu erhalten bzw. zu steigern.“

Wichtig für Stadt und Bürger

Mit diesem Vorschlag findet Hahn die volle Unterstützung von „Wir in Arnsberg“ (WiA). So werden deren Vorsitzender Tarek Jumah und Heinz Hahn das Projekt „Ideenschmiede“ federführend verantworten und auch gemeinsam in der Praxis umsetzen. „Weil es ist wichtig für Stadt und Bürger,“ sagt Jumah. Denn was könne es Besseres geben, so der WiA-Chef, „als Ideen von Arnsbergern, die sich intensiv mit ihrem Heimatort befassen.“

„Schließlich bringt uns nur Kreativität und der Wille zur Veränderung nach vorne,“ stellt Hahn klipp und klar fest. Und eben dieser Kreativität der Bürger - „da gibt es mit Sicherheit ein großes Potenzial“ - soll die Plattform einen Weg in die Öffentlichkeit ebnen.

Dabei konzentriere man sich für die erste Diskussionsveranstaltung - vorgesehener Termin: Ende Januar - zunächst auf den Stadtteil Arnsberg. Aber mit Blick über den berühmten Tellerrand hinaus, denn alle möglichen Wirkungen und Impulse kämen ja letztlich auch der Gesamtstadt zu Gute, ist sich das Duo aus Verkehrsverein und WiA absolut einig.

Die Ideenfelder sind nicht eingeschränkt. Auch „dumme“ Vorschläge gibt es nicht. „Denn es sind ja oft die verrücktesten Gedanken, aus denen in lebhafter Diskussion die tollsten Sachen entstehen und dann auch umgesetzt werden,“ ruft Tarek Jumah zum Mitmachen ohne Hemmungen auf. Bereiche könnten zum Beispiel sein: ein attraktive, barrierefreier Schlossberg-Zugang, eine neue Nutzung für das Alte Feld oder auch eine Attraktivierung des Rüdenburg-Areals. „Es gibt eben viele Möglichkeiten,“ ist sich Jumah sicher.

Auch Parteien eingeladen

Zu den öffentlichen Präsentationen und anschließenden Diskussionen sollen neben der interessierten Öffentlichkeit auch Vertreter der heimischen Parteien eingeladen werden. „Vielleicht können sie dann die kreativen Ansätze, Ideen und Projekte als Grundlage für künftige Planungen in die politischen Gremien einbringen,“ hofft Heinz Hahn auch von dieser Seite auf Unterstützung.

Doch nun gilt es für Hahn und Tarek Jumah, die erste Veranstaltung von „Ideen: Arnsberg denkt vor“ zu organisieren. Und dazu sind ab sofort Vorschläge erwünscht (siehe Infobox). Die beiden Initiatoren haben die Hoffnung, dass durch dieses Vorgehen letztlich eine ausschließlich bürgerschaftlich getragene Dynamik zum Wohl der Stadt entsteht.

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