Essen gehen mit Hund

Gut erzogene Fellnasen dürfen meist mit ins Restaurant

Sokönnte es euch passen... Zwar dürfen sich Hunde in Arnsberg und Sundern ihr Steak nicht aussuchen, in vielen Restaurants sind sie aber willkommen. Foto:dpa

Sokönnte es euch passen... Zwar dürfen sich Hunde in Arnsberg und Sundern ihr Steak nicht aussuchen, in vielen Restaurants sind sie aber willkommen. Foto:dpa

Arnsberg/Sundern.   Die Entscheidung, ob der Gast seinen Hund mit ins Restaurant nehmen darf, trifft der Gastronom. Wie sieht es in Arnsberg und Sundern aus?

„Wir müssen leider draußen bleiben...“ Ein Hinweis, den immer mehr Hundebesitzer nicht akzeptieren wollen – auch nicht beim Restaurantbesuch. Rein rechtlich gesehen sind Hunde in der Gastronomie erlaubt – zumindest, solange sie im Gastraum bleiben und nicht in Bereiche vordringen, in denen mit Lebens­mitteln gearbeitet wird. Die Entscheidung, ob dem Gast erlaubt wird, seinen Hund mit an den Tisch zu nehmen, trifft allerdings stets der Gastronom. Wie sieht es in Arnsberg und Sundern aus? Wir haben bei einigen Inhabern heimischer Lokale nachgefragt – und das Ergebnis fällt überraschend „Fellnasen freundlich“ aus – hier eine kleine Auswahl:

In Arnsberg

„Bei uns sind Hunde willkommen, im Garten sowie in den Gaststuben, es wird nur drinnen schwierig bei großen Hunden oder Kampfhunden – wenn andere Restaurantgäste Angst haben“, sagt Renate Güldenhaupt. Letzteres sei aber bis jetzt noch nicht vorgekommen, so die Chefin des Lokals „Altes Backhaus“ (Alter Markt 27). Wichtig sei, dass die Hunde sich benehmen, z.B. nicht andere Gäste anbellen. „Meine Hunde könnte ich leider nicht mit in ein Restaurant nehmen“, so die Gastronomin selbstkritisch – da habe sie erziehungstechnisch einige Fehler gemacht... Auch die Versorgung läuft: „Selbstverständlich haben wir Wasser­näpfe; Hunde bekommen ihren gefüllten Wassernapf meist eher an den Tisch als Herrchen sein Getränk“, so Renate Güldenhaupt.

„Bei uns sind Hunde im Restaurant willkommen“, sagt auch ­Monika Menge. Gute Erziehung, sprich, ruhig am Tisch liegen bleiben, damit andere Gäste nicht gestört werden, ist aber auch im Hotel Menge (Ruhrstraße 60) Pflicht. „Bisher hatten wir da keinerlei Probleme“, so die Chefin, die Gästen em­pfiehlt, die Fellnase bei der Reservierung zu erwähnen, damit ein passender Tisch, wo der Hund sich problemlos ablegen kann, bereit steht. Ein Wassernapf für Hunde ist bei Menge selbstverständlich. Hunde sind auch im Neheimer „Rodelhaus“ (Zu den Drei Bänken 1) gern gesehene Gäste, wenn sie gut erzogen sind und andere Gäste nicht gestört werden. „Spezielle Tische haben wir nicht, empfehlen aber bestimmte Tische – je nach Größe des Hundes“, erklärt Christiana Brökelmann. Ein gefüllter Wassernapf ist auch im Rodelhaus vorhanden. Gleiches gilt für Biergarten und Räumlichkeiten des italienischen Restaurants „Casa Villani“ (Mendener Straße), wie Patron Angelo Villani im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigt.

„Angeleint und freundlich sollten sie sein“, meint Henriette Schürmann mit Blick auf vierbeinige Gäste. Die Chefin des Waldgasthauses Schürmann (Lattenberg 7) empfiehlt ebenfalls, schon bei der Reservierung den Hund anzugeben, damit der passende Tisch gefunden wird. Fest installierter Wassernapf und Schlauch im Außenbereich, um den Hund im Sommer abzuspritzen, sorgen für Komfort.

In Sundern

Zwei Bedingungen stellt das Sunderland-Hotel: Beim Frühstück müssen Vierbeiner im Zimmer bleiben, da es am Buffet offene Speisen gibt und es dort oft unruhig ist. Beim Abendessen wird ein ruhig gelegener Tisch reserviert; die Fellnase ist an der Leine zu führen, darf nicht auf Bänken oder Stühlen sitzen. Letzteres ist auch im Stockumer Landhotel Gasthof Willecke ein No Go. Auch drei oder vier Hunde auf einmal seien ein Problem, so Matthias Willecke, der außerdem darauf achtet, das die Tiere unter dem Tisch bleiben – wegen der Hygiene. Im Hofcafé (Röhre 22) sind Hunde immer willkommen, ohne wenn und aber, so Anja Puppe. In allen drei Restaurants gibt es Wassernäpfe. Service im Sunderland: Auf Anfrage und gegen Gebühr wird ein Hunde­sitter für die Zeit des Restaurantbesuchs zur Verfügung gestellt – wau!

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