Heimatpreis

Heimatpreis Arnsberg: Vier Preise und drei Sonderpreise

Die stolzen Preisträger nach der Verleihung des ersten Arnsberger Heimatpreises am Dienstagabend im Bürgerbahnhof.

Die stolzen Preisträger nach der Verleihung des ersten Arnsberger Heimatpreises am Dienstagabend im Bürgerbahnhof.

Foto: WP

Arnsberg.  Die Preisträger des Heimatpreises Arnsberg 2019 stehen fest; die Jury vergab bei der Premiere vier Preise und drei Sonderpreise.

„Der Schnee von gestern ist das Wasser von morgen“. Mit diesen Worten fasste der Arbeitskreis „Ortsgeschichte Holzen“ seinen Beitrag zum Heimatpreis Arnsberg 2019 zusammen. Sie bringen das Anliegen dieser von der Landesregierung geförderten Auszeichnung anschaulich auf den Punkt: die Würdigung ehrenamtlich Tätiger, das historische Erbe für die Gegenwart und die Zukunft zu erhalten und zu pflegen.

Zwölf Bewerbungen von Gruppen und Vereinen der Stadt zu Projekten mit Recherche, Darstellung und Erhaltung von heimatgeschichtlichen Werten sind eingereicht worden. Mitglieder einer Jury aus Politik, Verwaltung, Tourismus, Sport, Bildung, Engagementförderung, Marketing und Archivierung vergaben vier Preise sowie drei Sonderpreise, um auch ehrenamtliche Bemühungen in den kleineren Ortsteilen zu berücksichtigen. Bürgermeister Ralf Paul Bittner würdigte ehrenamtliches Tun bei seiner Begrüßung im Bürgerbahnhof mit der Feststellung, dass „bürgerschaftliches Engagement für die Heimat hier in Arnsberg sehr groß geschrieben wird“. Heimat stehe für Familie, Freunde, Sicherheit, Vertrautheit, Tradition, Zusammenhalt und Orientierung.

„Erhaltet den Eichholzfriedhof“ erhält ersten Preis

Den ersten Preis mit 3000 Euro bekam der Verein „Erhaltet den Eichholzfriedhof“. Der Bürgermeister hob in seiner Laudatio die Tätigkeiten hervor, die alten Grabdenkmäler, Mauern, Eisengitter und Kreuze instand zu setzen, um den Friedhof insgesamt als Ort der Besinnung und Erinnerung zu erhalten. Die gleichzeitige Erforschung der Biografien und Lebensleistungen dort ruhender Arnsberger Familien ließe ein Stück Stadtgeschichte lebendig werden, die zudem digital vor Ort zugänglich sind.

Den zweiten Preis mit 1000 Euro überreichte Peter Blume, Ausschussvorsitzender Kultur, Tourismus, Sport und Weiterbildung. Er ging an das Franz-Stock-Komitee für dessen Wanderausstellung „Franz Stock – Versöhnung durch Menschlichkeit“, die das Leben und Wirken dieses bescheidenen, aber großen Menschen als Seelsorger im Krieg und Brückenbauer zwischen Deutschland und Frankreich eindringlich darstellt.

Margit Hieronymus, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Tourismus, Sport und Weiterbildung, übergab einen von zwei dritten Preisen an den Förderverein Rodentelgenkapelle Bruchhausen für die Erhaltung und Wiedereröffnung des Gebäudes als wertvolles Stück Bruchhausener Heimatgeschichte und attraktiven Versammlungsort. Den anderen dritten Preis erhielt der Heimatbund Neheim-Hüsten, für seine akribisch recherchierte Studie, was Mitbürger in den 30er Jahren bewogen hat, sich der NSDAP und ihren menschenverachtenden Einstellungen zuzuwenden. Die beiden Preisträger erhielten je 500 Euro.

Drei Sonderpreise

Die Träger der drei Sonderpreise zu je 300 Euro, die die Stadt Arnsberg gestiftet hat, würdigte Frank Dietzel, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Soziales, Bürgerdienste und bürgerschaftliches Engagement. Wie oben bereits angedeutet, stellte der Arbeitskreis „Ortsgeschichte Holzen“ Materialien zum Projekt „Homebase Dorfarchiv – Aus (Dorf-)Geschichte (Dorf-)Zukunft machen“ zusammen. Der Arbeitskreis „Dorfgeschichte Voßwinkel“ brachte an geschichtsträchtigen Stellen im Ort Dorfgeschichtstafeln an. Herdringen schließlich wartete mit einer Ausstellung von 150 Postkarten zu acht Themenkreisen auf.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben