Zukunft pflanzen

Herdringer Pfadfinder sind im Einsatz für die Natur

Petra Schmitz-Hermes von der Sparkasse, die Pfadfinder Jonas Eickel, Fabiola Kebekus, Christian Rump, Mirjam Kebekus, Anna-Lena Rump und Rupert Brune sowie Matthias Brägas von der Sparkasse (von links) bei der Scheckübergabe in Herdringen.

Petra Schmitz-Hermes von der Sparkasse, die Pfadfinder Jonas Eickel, Fabiola Kebekus, Christian Rump, Mirjam Kebekus, Anna-Lena Rump und Rupert Brune sowie Matthias Brägas von der Sparkasse (von links) bei der Scheckübergabe in Herdringen.

Foto: Katrin Clemens

Herdringen.  Mit einer Aktion für ein bienenfreundlicheres Dorf überzeugen die Pfadfinder aus Herdringen im Wettbewerb „Zukunft pflanzen“.

Im beigen Hemd mit Abzeichen und blauem Tuch um den Hals sind die Herdringer Pfadfinder gut zu erkennen – als Gemeinschaft, die sich für die Gesellschaft und die Umwelt einsetzt. Und mit ihren Ideen für eine vielfältigere Natur im Dorf haben die Pfadfinder die Jury des Wettbewerbs „Zukunft pflanzen“ überzeugt.

Im Frühjahr haben sie an drei Orten in Herdringen Blumensamen ausgebracht – nicht irgendwelche, sondern bewusst bienenfreundliche. „Wir haben gedacht, wir sollten etwas für die Umwelt tun und deshalb die Samen eingepflanzt“, sagt Pfadfinder Rupert Brune und sein Mitstreiter Christian Rump wirft ein: „Ich finde die Aktion sehr cool.“

In diesem Sommer war die Blüte noch etwas zögerlich, in den kommenden Jahren soll sich der Einsatz der Pfadfinder aber lohnen. So wollen sie dafür sorgen, dass ihr Dorf bunter wird und es wieder häufiger summt und brummt über den Wiesen.

500 Euro Preisgeld

Im Wettbewerb „Zukunft pflanzen“, den diese Zeitung in Kooperation mit der Sparkasse Arnsberg-Sundern veranstaltet hat, konnten sich die Herdringer Pfadfinder in der Kategorie „Vereine“ durchsetzen. Dafür bekamen sie nun das Preisgeld in Höhe von 500 Euro überreicht.

Nutzen wollen die Pfadfinder das Geld für Gemeinschafts-Aktionen, eventuell auch neue Zelte. Denn die Pfadfinder veranstalten in jedem Jahr ein großes Sommerlager. Aktuell gehören etwa 90 Mitglieder zwischen 8 und 21 Jahren zum Herdringer Stamm, fast 70 von ihnen sind auch aktiv.

Sie treffen sich wöchentlich zu Gruppenstunden, unternehmen Ausflüge und starten Aktionen wie das Blumen säen. „Es macht Spaß und man trifft Leute“, sagt Rupert Brune. „Gerade ältere Leute freuen sich und sind sehr hilfsbereit, wenn sie Pfadfinder treffen.“

Pfadfinder aus Überzeugung

Bei den einen Mitschülern wecke diese Freizeitbeschäftigung Interesse, bei den anderen gelte es als weniger cool, in Pfadfinderkleidung unterwegs zu sein, berichten die Herdringer. Abbringen lassen wollen sie sich von ihrem Stamm aber keinesfalls. Denn was zählt, ist die Gemeinschaft. „Und man tut eben auch Gutes für die Umwelt“, meint Pfadfinderin Anna-Lena Rump.

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