Schützen Holzen

Holzener Schützen: Party-Konzept geht auf

Gerda Müller, Pia Batthaus und ihre Mutter Andrea feiern bei den Schützen „Flashback to the 80s“ – über alle Generationen hinweg.

Gerda Müller, Pia Batthaus und ihre Mutter Andrea feiern bei den Schützen „Flashback to the 80s“ – über alle Generationen hinweg.

Foto: Frank Albrecht / WP

Holzen.  „Flashback to the 80s“ statt Winterschützenfest: Neues Konzept der Holzener Schützen lockt 500 Gäste in die Halle.

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Acht Jahre lang hatte die Schützenbruderschaft Holzen zu ihrem Winterschützenfest eingeladen. Nach einem starken Anlauf 2011 haben die Besucherzahlen im Laufe der Jahre aber stets nach­gelassen. „Zum Schluss konnten wir nur noch unter 200 Gäste in der Schützenhalle begrüßen“, beklagt Geschäftsführer David Senft.

Zu wenig, um die Kosten der eigenen Schützenhalle mit der Veranstaltung aufzufangen und zudem noch eine Menge an Manpower in die Veranstaltung zu stecken. Wir mussten etwas tun“, sagt Schriftführer Matthias Hillen. So habe sich der Vorstand der Bruderschaft zusammen gesetzt, über ein neues Motto und einen neuen Namen für die Winterveranstaltung in der Schützenhalle nachgedacht. Unterstützung hat sich der Schützenverein schon früh bei den Holzener Bürgerinnen und Bürgern geholt. Auf dem Schützenfest 2019 gab es an allen drei Tagen eine Umfrage zu dem, was denn statt des Winterschützenfestes angebracht sein könnte. „Wir hatten viele Vorschläge der Festbesucher, eine 80er und 90er Party war auch darunter“, erinnert sich der Schriftführer. Die Zielgruppe für das neue Konzept war schnell gefunden: Alle Menschen, die selber auch Fans der Musik sind oder waren und diese schon einmal gehört haben!

Das Interesse hat den Schützen bereits im Vorfeld recht gegeben, freut sich auch Schützen-Chef Thomas Lepping. 350 Karten seien bereits im Vorfeld verkauft worden, letztendlich waren es mit den Helfern der Schützen rund 500 Gäste.

Eine, die sich ganz besonders auf die Party gefreut hat, ist Gerda Müller. Zusammen mit ihrem Mann Helmut hat sie die Chance gleich ergriffen. „Ich war auch schon mal auf einem Winterschützenfest“, lacht die 82-Jährige. Aber so eine Party sei doch eine gute neue Sache, und sie erwarte über den Abend schöne Musik. In Berlin geboren lebt Gerda Müller jetzt über 40 Jahre in Holzen, beteiligt sich aktiv am dörflichen Geschehen. In der Großstadt sei man es gewohnt, das Alt und Jung zusammen feiern. Und erst recht in Holzen! Die Ausdauer?

Keine Frage, früher habe sie viel getanzt, sogar Rock’n Roll. Das gehe heute natürlich nicht mehr.

Auf die Geselligkeit bei der „Flashback“-Party haben es Andrea Batthaus und Tochter Pia abgesehen. Die 55-Jährige aus Holzen ist häufiger mit ihrer 30 Jahre jüngeren Tochter auf Tour. Die hat als aktuelle Schützenkönigin vom Schreppenberg natürlich einen besonderen Bezug zum Thema Schützenfest, egal ob im Winter oder Sommer.

„Depeche Mode“ oder „Rammstein“

„Depeche Mode“ oder „Rammstein“ – Mutter Andrea ist in Sachen Musik breit aufgestellt. Dem kann sich Tochter Pia anschließen, obwohl: „Ich steh´ auf Cordula Grün“, lacht die Schützenkönigin, aber ansonsten werde Querbeet gehört. Mit den 90ern könne sie durchaus etwas anfangen, „Deutsche Welle“ und Schlager – alles schon gehört. Für den Party-Abend bei den Holzener Schützen hatten sich beide etwas vorgenommen: „Feiern bis zum Ende“. Dann könne sie ja bei Mama schlafen, rechnete sich Pia aus. 30 Jahre Altersunterschied zwischen Tochter und Mama sind für sie kein Problem, und es sei schön, dass Generationen gemeinsam Spaß haben können. Auf dem Dorf werde ohnehin schön zusammen gefeiert, auch mit den Freundinnen der Mutter.

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