Nachhaltigkeitsbildung

Hüsten: Berufskolleg ist erste Fairtrade-Schule in Arnsberg

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Hoher Besuch aus Stadt- und Kreisverwaltung, Politik und Aktivisten bei der Übergabe des Fairtrade-Siegels. Das Berufskolleg Berliner Platz in Hüsten ist nicht nur die erste Fairtrade-Schule in Arnsberg, sondern im gesamten Hochsauerlandkreis. 

Hoher Besuch aus Stadt- und Kreisverwaltung, Politik und Aktivisten bei der Übergabe des Fairtrade-Siegels. Das Berufskolleg Berliner Platz in Hüsten ist nicht nur die erste Fairtrade-Schule in Arnsberg, sondern im gesamten Hochsauerlandkreis. 

Foto: Thora Meißner / WP

Hüsten.  Die Schülerinnen und Schüler setzen viele Fairtrade-Aktionen um. Jetzt erhielten sie in einer feierlichen Stunde das Fairtrade-School-Siegel.

„Sich aktiv gegen die Ausbeutung von Menschen und der Natur entscheiden“, sagt John Marigiba Lwanga (Culcha Candela), „und damit die Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten selbst in die Hand zu nehmen - das ist es, was ich den Schülerinnen und Schülern heute mit auf den Weg geben möchte.“

Der Ehrengast, der gemeinsam mit dem Berufskolleg Berliner Platz bereits seit Jahren aktiv Projekte umsetzt (z.B. Flaschenpost für Afrika) möchte die jungen Menschen motivieren, auf Qualität statt auf Quantität zu setzen und sich bewusst dafür zu entscheiden, „Teil der Lösung zu sein, die unseren Planten erhält und nicht des Problems, welches ihn zerstört“.

Fairtrade-Produkte und Aktionen im Berufskolleg in Hüsten

Für die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs sind diese Worte Programm. Denn bereits seit Monaten denken sie „fairtrade“ und setzen die unterschiedlichsten Aktionen um. So wurden „Faire Rosen“ am Weltfrauentag verschenkt und am Valentinstag verkauft, in der Cafeteria werden Fairtrade-Produkte angeboten und innerhalb eines fairen Frühstücks konnten Mitschülerinnen und Mitschüler wie auch das gesamte Lehrerkollegium sich von Fairtrade-Produkten überzeugen lassen.

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Tolle Aktionen zum fairen Handel und faire Produkte an der Schule sind jedoch nur zwei des „Fünf-Punkte-Programms“ der deutschlandweiten Kampagne Fairtrade-Schools. Das gebildete Fairtrade-Schulteam kümmerte sich zudem um ein Fairtrade-Kompass, der dem zukünftigen fairen Handeln eine gewisse Struktur geben soll. Die Lehrerinnen und Lehrer des BK passten ihre Unterrichtsinhalte entsprechend an und bringen damit den fairen Handel auf den Stundenplan.

Schneller als die Stadt Arnsberg

Dies alles wurde nun gebührend gewürdigt - mit dem Fairtrade-School-Siegel von Fairtrade Deutschland. Angereist war Carsten Elkmann, der das Siegel in einer feierlichen Stunde an die Schülerinnen und Schüler des Fairtrade-Kurses übergab. „Ihr seid schneller als die Stadt selber“, scherzte er. Denn auch die Stadt Arnsberg hat es sich zum Ziel gesetzt, eine „Fairtrade-Town“ zu werden.

Daher ist das Siegel nicht nur etwas Besonderes für das BK, das die erste als „Fairtrade-School“ ausgezeichnete Schule im gesamten Hochsauerlandkreis ist, sondern auch für die Stadt Arnsberg. Denn um ihr Ziel zu erreichen, braucht sie unter anderem eine Fairtrade-Schule im Stadtgebiet. Kein Wunder also, dass es sich Bürgermeister Ralf Paul Bittner nicht nehmen ließ, noch ein abschließendes Wort an das BK zu richten: „Ihr seid ein gutes Vorbild, dem wir nun nacheifern werden.“

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