Hüsten blüht

Hüsten hilft bedrohten Bienen mit bunten Blumen

Der Imkerverein Arnsberg war mit einem Stand vertreten, an dem Honig zum Kauf angeboten wurde.Info zu den Tieren gab es natürlich auch. Foto:Karl-Heinz Keller

Der Imkerverein Arnsberg war mit einem Stand vertreten, an dem Honig zum Kauf angeboten wurde.Info zu den Tieren gab es natürlich auch. Foto:Karl-Heinz Keller

Hüsten.  „Hüsten blüht“ informiert die Bevölkerung über die wichtige Rolle der Insekten. Verkehrs- und Gewerbeverein ist mit Resonanz zufrieden.

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Die Aktion des Verkehrs- und Gewerbevereins Hüsten (VGH), „Hüsten blüht“, mit Unterstützung des Kreisimkervereins und des Bienenzuchtvereins Arnsberg war ein gelungener Versuch, darauf hinzuweisen, dass Honig- und Wildbienen sowie andere blütenbestäubende Insekten nicht mehr Nahrung in ausreichender Menge vorfinden.

Denn: blütenbesuchende Insekten erfüllen eine zentrale Aufgabe in der lebendigen Welt. Damit Biene, Hummel & Co diese komplexe Bestäubungsleistung vollbringen können, brauchen sich vor allem Nahrung: Ein Bienenvolk sammelt pro Jahr etwa 30 bis 50 Kilogramm Pollen – das bedeutet, sechs bis zehn Millionen bunte Pollenhöschen an den Bienenbeinen.

Deutlicher Rückgang

Doch die Gesamtzahl an Insekten ist in den vergangenen 30 Jahren deutlich zurückgegangen. Von den ca. 550 Wildbienenarten in Deutschland sind lediglich noch 37 Prozent ungefährdet. Aber blütenbestäubende Insekten sind wichtig, ohne die Bestäubung würde unser Nahrungsmittelangebot deutlich schrumpfen. In einer Ausstellung vom 26. April bis 13. Mai in einem Ladenlokal in der Marktstraße haben die Imker aus dem Kreisgebiet – in Arnsberg und Sundern gibt es noch etwa 160 Imker - auf die vorgenannten Probleme der Bienenzüchter hingewiesen.

Die Ausstellung wurde u.a. von zahlreichen Kindergartengruppen und Schulklassen besucht, die alles über die Bienenzucht und die damit verbundenen Probleme erfahren haben. Am Sonntag war die Ausstellung letztmals geöffnet, die Imker waren zudem mit einem Stand neben dem Kress-Parkplatz vertreten, wo eine Gärtnerei aus Hüsten außerdem Frühjahrs­blumen zum Kauf anbot und der Förderverein der Katholischen Kindertagesreinrichtung St. Petri mit einem Waffelstand präsent war. Alles in allem war der ausrichtende Verkehrs- und Gewerbeverein Hüsten mit der Aktion ­zufrieden.

10 000 Saatgut-Tütchen verteilt

„Man kann das zum Beispiel nicht mit dem Internationalen Käsemarkt vergleichen“, so Rupert Schulte vom VGH, „dennoch war es ein gelungener Versuch, die Bevölkerung mit ‘Hüsten blüht’ auf die vorgenannten Probleme hinzuweisen“. Der Blumenmarkt und die Angebote des Imkervereins wurden gut angenommen. Zudem wurden in den Hüstener Geschäften kostenlos 10 000 Saatgut-Tütchen an die Kunden verteilt, um damit Wildblumenwiesen anzulegen und wachsen zu lassen – für die ­bedrohten Bienen.

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