Neubau

Hüsten: Kinderheim Marienfrieden ist eine Großbaustelle

Justin, Rositha und Heimleiter Ludger Kottmann (von links) freuen sich auf die Fertigstellung der neuen Wohngruppen für Marienfrieden.

Justin, Rositha und Heimleiter Ludger Kottmann (von links) freuen sich auf die Fertigstellung der neuen Wohngruppen für Marienfrieden.

Foto: Katrin Clemens

Hüsten.  Der Neubau für das Kinder- und Jugendhaus Marienfrieden in Hüsten nimmt Formen an. Rund 4,5 Millionen Euro werden investiert.

Das Kinderheim Marienfrieden ist aktuell eine Großbaustelle. Auf das Ergebnis warten Kinder, Jugendliche und Erzieher gespannt. In Hüsten entsteht für rund 4,5 Millionen Euro ein neues Gebäude, denn die alten Wohngruppen im Haupthaus von 1952 entsprechen nicht mehr dem Standard.

Die Vorfreude auf den Umzug in die neuen Räume ist groß. „Der Neubau soll bis März 2021 fertig gestellt sein“, sagt Heimleiter Ludger Kottmann. Bis zu den nächsten Sommerferien soll dann auch der Umzug gestemmt sein.

Aktuell laufen Arbeiten an Fenstern, Elektrik und Haustechnik. Im neuen Trakt sollen insgesamt drei Wohngruppen auf zwei Ebenen Platz finden. Einige Zimmer sollen nach den Entwürfen des beauftragten Architekturbüros Walenta aus Arnsberg eigene Badezimmer bekommen.

In jeder Wohngruppe wird es zudem Wohnzimmer, Küche, Vorrat und Speiseraum geben – mit deutlich mehr Platz für gemeinsame Zeit als bisher. Und auch die Mitarbeiter werden künftig ihre Büros und Schlafzimmer klar voneinander trennen können.

Neu werden außerdem Appartements, in denen ältere Jugendliche die Eigenständigkeit in geschütztem Umfeld erproben können. Noch während der Bauarbeiten hat sich eine Änderung ergeben: Im Erdgeschoss des Neubaus sollte eigentlich in Zukunft die Tagesgruppe untergebracht sein. Doch sie wird aufgelöst und die Wohngruppe Samuel aus Oeventrop wird nach Hüsten umziehen.

Insgesamt werden dann 27 Kinder und Jugendliche in dem neuen, großzügigeren Gebäudetrakt wohnen – jeweils neuen in einer gemeinsamen Wohngruppe, an die je zwei Appartements angegliedert sind. Justin und Rositha freuen sich schon auf ihre neuen vier Wände, denn beide kennen die beengteren Verhältnisse im Haupthaus. „Ich wohne in einem Doppelzimmer und freue mich auf ein eigenes Zimmer“, sagt die 14-jährige Rositha. Sie beobachtet wie alle anderen Bewohner und Mitarbeiter genau, was auf der Baustelle passiert.

Neues Mobiliar erwünscht

„Man schaut aus dem Fenster des Haupthauses und sieht, wie dahinter das neue Gebäude wächst“, so Kottmann. In Zukunft sollen dort auch Kinder im Kindergartenalter wohnen können, aktuell leben in Marienfrieden nur Kinder und Jugendliche ab dem schulpflichtigen Alter. Neu gestaltet werden soll auch das Außengelände und alle wünschen sich, dass sie nicht mit den alten Möbeln umziehen müssen, sondern neue bekommen – dafür ist man in Marienfrieden auf Spenden angewiesen.

Der ehrenamtlich tätige Vorstand des Sozialdiensts katholischer Frauen als Träger des Kinder- und Jugendhauses wird dementsprechend noch Spendenaufrufe starten. Die Hoffnung liegt dabei unter anderem auch auf der Spendenbereitschaft rund um das Weihnachtsfest.

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