Debatte um Parkplatz

Hüstener Händler sammeln 1416 Unterschriften

Angelika Geue (Vierte von rechts) , Vorsitzende des Verkehrs- und Gewerbevereins Hüsten (VGH), übergibt Bürgermeister Ralf Paul Bittner die Unterschriftenliste. Mit Im Bild: weitere VGH-Mitglieder und Baudezernent Thomas Vielhaber (links).

Angelika Geue (Vierte von rechts) , Vorsitzende des Verkehrs- und Gewerbevereins Hüsten (VGH), übergibt Bürgermeister Ralf Paul Bittner die Unterschriftenliste. Mit Im Bild: weitere VGH-Mitglieder und Baudezernent Thomas Vielhaber (links).

Foto: Martin Schwarz

Hüsten.  Mit 1416 Unterschriften untermauert der Verkehrs- und Gewerbeverein Hüsten seine Forderung, den Ludgeriplatz als Parkplatz zu erhalten.

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Für den Erhalt des Hüstener Ludgeriplatzes als Parkplatz sammelte der Verkehrs- und Gewerbeverein Hüsten (VGH) 1416 Unterschriften, die am Dienstagabend an Bürgermeister Ralf Paul Bittner übergeben wurden. Der VGH lehnt es ab, dass durch Bau und Zuwegung eines neuen Hüstener Feuerwehrgerätehauses die Pkw-Stellplätze auf dem Ludgeriplatz möglicherweise wegfallen könnten. Zur Unterschriftenübergabe im Bürgermeisterbüro des Rathauses wurden VGH-Vorsitzende Angelika Geue und Vereinsgeschäftsführer Rupert Schulte von einigen VGH-Mitgliedern begleitet.

Angelika Geue und Rupert Schultze machten die hohe Bedeutung der Pkw-Stellplätze auf dem Ludgeriplatz deutlich. Hierfür verwiesen sie auf eine Parkplatznutzer-Zählung, die der VGH am 30. Dezember 2019 auf dem Ludgeriplatz durchführte. „In der Zeit von 9 bis 17 Uhr wurden 348 unterschiedliche Fahrzeuge gezählt, die dort eine kurze Zeit geparkt wurden“, berichtet Rupert Schulte. Jeder der Pkw-Stellplätze sei somit 17-mal belegt gewesen. Nutzer seien insbesondere Kunden von Banken und Geschäften gewesen. Darüber hinaus sei der Ludgeriplatz als Parkplatz für Arztpraxen sowie für das benachbarte Werksarztzentrum wichtig. Angelika Geue betonte die kostenfreien City-Pkw-Parkplätze als wichtigen Vorteil für den Einkaufsstandort Hüsten. Dies würden viele Kunden sehr schätzen.

Dass der VGH schon vor geraumer Zeit eine Unterschriftenaktion unter dem Motto „Der Ludgeriplatz muss als Parkplatz erhalten bleiben!“ gestartet hat, erklärte Rupert Schulte mit einer Information der Kämmerei, die in einer Haushaltsinfo an den Bezirksausschuss Hüsten am 30. Oktober 2019 gegeben wurde. Hier wurde als künftige Investition der Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Hüsten genannt, wobei eine Skizze die Überbauung des Ludgeriplatzes gezeigt hat. Auf Nachfrage erklärte die Kämmerei, dass der Bau des Gerätehauses mit einem Verlust an Parkplätzen am Ludgeriplatz einhergehe.

Erste Skizze war keine konkrete Planung

Der städtische Baudezernent Thomas Vielhaber, der am Gespräch des VGH mit Bürgermeister Bittner teilnahm, betonte, dass jene Skizze noch keine konkrete Planung habe darstellen können, weil die Planungsarbeiten ja noch liefen. „Es ist noch nicht klar, ob durch An- oder Ausbau oder Neubau eines Feuerwehrgerätehauses überhaupt Pkw-Stellplätze wegfallen“, sagte Vielhaber. Nun seien zunächst diese konkreten Planungen abzuwarten, die die Verwaltung voraussichtlich in der übernächsten Sitzung des Bezirksausschusses Hüsten (Im April/Mai) vorstellen wolle.

Grundstück bei Polizei ist ungeeignet

Bürgermeister Bittner betonte, dass ein Grundstück nahe der Hüstener Polizeiwache nicht als Standort in Frage komme, weil dann Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans nicht eingehalten werden würden. Demnach müsse die Feuerwehr von Alarmierung bis Erreichen des Einsatzortes längstens 9,5 Minuten benötigen. Da manche Feuerwehrleute im Umfeld des jetzigen Gerätehauses wohnen, würde sich die private Anfahrtszeit der Feuerwehrleute bei einem Gerätehausstandort an der Polizei zu sehr verlängern, wodurch die vorgeschriebenen 9,5 Minuten überschritten werden würden.

Bittner zeigte Verständnis, dass sich der VGH als Interessenvertreter der Gewerbetreibenden für den Erhalt des Ludgeriplatzes als Parkplatz einsetze. „Doch wir brauchen beides in Hüsten: Feuerwehr und Parkplätze. Wir arbeiten an einer baulichen Lösung.“

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