Katholische Kirche

Hüstener Pfarrei St. Petri reagiert auf Priestermangel

Im weißen Gewand nehmen die neuen  ausgebildeten Wort-Gottes-Feier-Leiterinnen an der Aussendungs-Messfeier in Herdringen teil. In der zweiten Reihe stehen die Ausbilder sowie Pfarrer Meiworm.

Im weißen Gewand nehmen die neuen ausgebildeten Wort-Gottes-Feier-Leiterinnen an der Aussendungs-Messfeier in Herdringen teil. In der zweiten Reihe stehen die Ausbilder sowie Pfarrer Meiworm.

Foto: Martin Schwarz

Hüsten.   Ehrenamtlich tätige Frauen wurden zu Leiterinnen von Wort-Gottes-Feiern ausgebildet.

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Statt einer üblichen heiligen Messe werden in den Sommerschulferien „Wort-Gottes-Feiern“ an einzelnen Samstagen und Sonntagen in einigen Gemeindebezirken der Pfarrei St. Petri stattfinden. Speziell ausgebildete, ehrenamtliche Helferinnen werden diese Wort-Gottes-Feiern leiten, bei denen es keine Eucharistiefeier und auch keine Gelegenheit zur Kommunion gibt.

Anlass für die Änderung ist der Priestermangel. Denn die dünne Stellenbesetzung mit Geistlichen macht auch in der Pfarrei St. Petri ein Umdenken erforderlich. Pastoralteam und Pfarrgemeinderat von St. Petri wollen allerdings aus der Not eine Tugend machen. „Die neuen Leiterinnen für Wort-Gottes-Feiern (WGF) werden das Gemeindeleben vor Ort bereichern, weil die Gemeindemitglieder eine neue Sicht auf Passagen im Evangelium erleben werden“, sagt Pfarrer Daniel Meiworm.

Gestalterischer Freiraum

Den gestalterischen Freiraum stellt die Kirche den WGF-Leiterinnen ausdrücklich zur Verfügung. So dürfen die ausgebildeten Laien das Evangelium verlesen und es anschließend in einer Ansprache interpretieren. Zur Wort-Gottes-Feier gehören aber auch viele weitere bekannte Elemente eines üblichen Wortgottesdienstes, so dass es nicht verwundert, dass die fünf Frauen aus St. Petri, die sich zu WGF-Leiterinnen ausbilden ließen, schon seit Jahren Wortgottesdienste gefeiert hatten.

Aus der Pfarrei St. Petri stellen sich in den Dienst der WGF-Leiterin: Maria Eggenhofer, Monika Assheuer, Petra Kuhlmann, Marlene Sander und Ilona Wisse. An der Ausbildung nahm auch Dagmar Freimuth aus dem Pastoralen Raum Arnsberg teil. Alle sechs Frauen, die von Msgr. Konrad Schmidt, Josef Mündelein und Astrid Japes ausgebildet wurden, erhielten ihre bischöfliche Beauftragung in einer Messe in Herdringen.

Freude an neuer Aufgabe

Nach der heiligen Messe hatte unsere Zeitung Gelegenheit, mit den neuen WGF-Leiterinnen über ihre Motivation zu sprechen. Die geschilderten Beweggründe waren dabei ähnlich: Den Frauen ging es zunächst darum, die Verkündung von Gottes Wort in der Gemeinde samstags bzw. sonntags in den Sommerferien sicherzustellen. Ansonsten hätte nur ein sehr dünnes Angebots in den einzelnen Ortskirchen bestanden. Noch stärker motivierte die Frauen die Freude an der übernommenen Aufgabe.

Bereits nach früheren, von ihnen geleiteten Wortgottesdiensten erlebten die Frauen oftmals, wie positiv die von ihnen gewählten liturgischen Formen zur Verkündung von Gottes Wort in der Gemeinde ankamen. Menschen im Glauben bestärken zu können war und ist den Frauen eine große Freude. Sie möchten auch gern weitere Gemeindemitglieder in die Gestaltung einer Wort-Gottes-Feier einbinden.

Die Ausbildung zu Wort-Gottes-Feier-Leiter/innen fand im Dekanat HSK-West nicht erstmals statt. Bereits vor geraumer Zeit wurden für den Pastoralen Raum Sundern WGF-Leiterinnen und auch ein ige wenige WGF-Leiter ausgebildet. Die Pfarrei St. Petri zieht nun nach.

In Ferienzeit fällt Sonntagsfrühmesse in Petrikirche aus

Der in den Sommerferien besonders offenkundig werdende Priestermangel wird in der Pfarrei St. Petri nicht nur durch die Ansetzung von Wort-Gottes-Feiern deutlich. Doch das allein reicht nicht aus. In der Ferien-Ordnung entfallen die Gottesdienste am Sonntag um 8 Uhr in der Petrikirche und um 11 Uhr in der Oelinghauser Klosterkirche. Der sakramentale Segen wird in der Klosterkirche sonntags um 17 Uhr erteilt.

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