Ehrungen

IG Metall will kämpfen

Ehrungen IG Metall in Hüsten

Foto: Karl-Heinz Werth

Ehrungen IG Metall in Hüsten Foto: Karl-Heinz Werth

Hüsten.  Bereits zum 17. Mal fand in der Hüstener Schützenhalle die Feierstunde der jährlichen Jubilarehrung der Verwaltungsstelle Arnsberg der IG Metall statt.

Bereits zum 17. Mal fand in der Hüstener Schützenhalle die Feierstunde der jährlichen Jubilarehrung der Verwaltungsstelle Arnsberg der Industriegewerkschaft Metall statt, die in der Region über 10 000 Mitglieder zählt. Geehrt wurden Samstag 302 Mitglieder für insgesamt 11 415 Mitgliedsjahre.

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen, der vom 1. Bevollmächtigten Wolfgang Werth besonders begrüßt wurde, nahm die Ehrung vor und würdigte in seiner 33 Minuten dauernden Festrede die Treue der Jubilare zur IG Metall. Ein Willkommen galt auch den 250 Gästen sowie u. a. auch der stellvertretenden Arnsberger Bürgermeisterin Rosemarie Goldner, Landrat-Vize Ferdi Lenze, MdE Birgit Sippel und dem DGB-Bezirksleiter Wolfgang Zeh sowie Hans-Josef Bigge, dem Amtsvorgänger von Wolfgang Werth.

Chor provocale aus Kassel zu Gast

Musikalisch wurde die Feierstunde umrahmt vom Chor „provocale“, der 1979 als „DGB-Chor Kassel“ gegründet wurde. Nach dem ehrenden Gedenken der 91 im Vorjahr verstorbenen IGM-Mitglieder, zollte Rosemarie Goldner in einem Grußwort großes Lob für die Arbeit der IGM vor Ort, an der die Jubilare auch großen Anteil hätten, die nach dem verheerenden 2. Weltkrieg gute Aufbauarbeit geleistet und Solidarität bewiesen haben. Wolfgang Werth überreichte Rosemarie Goldner für ihre stets wohlwollende Begleitung der IG Metall ein Blumengebinde.

Rückgrat der Organisation

Solidarität bescheinigte auch der Festredner den IG Metall-Jubilaren und

bezeichnete sie als „das Rückgrat unserer Organisation“: „Es ging immer darum, dass wir als Menschen geachtet werden, dass es sich lohnt zu arbeiten, dass wir teilhaben an den wirtschaftlichen Erfolgen, dass unsere Arbeitsplätze sicher sind und wir ein gutes Leben führen. Und immer kommt es darauf an, dass wir in der Lage sind, für unsere Ziele zu verhandeln aber auch zu streiten oder zu streiken. Für Euer Engagement unserer gemeinsamen Ziele danken wir Euch“, so Knut Giesler, der an die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre erinnerte, in denen die Jubilare eintraten.

Erbittertes Ringen

Es seien immer Zeiten eines erbitternden Ringens um die Besserstellung der arbeitenden Menschen gewesen, aber man habe tarif- und sozialpolitische Meilensteine errungen. Unter großem Beifall sagte Giesler: „Für uns galt damals wie heute - Hass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben in der IG Metall keinen Platz!“ Und: „Gegen Terroristen, die versuchen uns einzuschüchtern, aber auch gegen Rassisten und Ausländerfeinde, die jetzt in die Parlamente einziehen, werden wir unsere Freiheit verteidigen“, zeigte Giesler die aktuellen Belange der IG Metall auf.

Wahloption: 28 Stunden Woche

Knut Giesler forderte auch eine Wahloption zur Absenkung der Arbeitszeit. IG Metall-Mitglieder sollten zukünftig einen individuellen Anspruch erhalten, ihre Arbeitszeit ohne Begründung für zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche absenken zu können. Das seien moderne Arbeitszeiten für eine Arbeitswelt von morgen: „Wir sorgen dafür, dass Menschen Zeit bekommen, sich um pflegebedürftige Eltern oder um ihre Kinder besser kümmern zu können und dass belastende Arbeitszeitmodelle, die gesundheitliche oder soziale Probleme nach sich ziehen, weniger belastend sind.“

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