Freibad Storchenest

Im Storchennest hinkt die Sanierung hinter dem Zeitplan her

Am Donnerstag, 7. Dezember, wird im Freibad „Storchennest“ Beton gegossen. Die erforderlichen Vorarbeiten sind am Mittwoch erledigt worden.

Foto: Wolfgang Becker

Am Donnerstag, 7. Dezember, wird im Freibad „Storchennest“ Beton gegossen. Die erforderlichen Vorarbeiten sind am Mittwoch erledigt worden. Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Bei den Betonarbeiten zur Beckensanierung zeichnet sich ein Wettlauf mit dem drohenden Wintereinbruch ab.

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Die Sanierung der beiden Schwimmbecken im Freibad „Storchennest“ hinkt gut einen Monat hinter dem ursprünglichen Zeitplan her. Als Grund werden „archäologische Überraschungen“ genannt, die in einigen Bereichen eine Neuplanung erfordert hätten.

Nun gibt es einen Wettlauf mit dem bevorstehenden Wintereinbruch, der das komplette Ende der Arbeiten bedeuten und den Zeitrahmen damit vollends durcheinanderwirbeln würde.

Uwe Schmidtke gibt sich optimistisch

Doch Uwe Schmidtke, Geschäftsführer des Kneipp-Vereins als Freibad-Träger, gibt sich optimistisch, dass man dem drohenden Frost noch ein Schnippchen schlagen und - wenn auch verspätet - die für den weiteren Sanierungsablauf wichtigen Betonarbeiten unbeschadet abschließen kann.

Diese Arbeiten starten nun am Donnerstag, 7. Dezember, mit dem Ausgießen des neuen Beckenkopfes am großen Schwimmbecken.

Betonarbeiten sollen in zehn Tagen abgeschlossen sein

„Ich gehe davon aus,“ sagt Schmidtke, „dass wir mit den Betonarbeiten in den nächsten zehn Tagen fertig sein werden und wir so das große Becken noch rechtzeitig vor einem Frost-Einbruch wieder mit Wasser befüllen können.“

Denn das Wasser dient in Freibad-Schwimmbecken als Winterschutz, weil es verhindert, dass Frost die sonst freiliegenden Fliesen absprengt. Was durchaus beträchtliche Reparaturkosten bescheren könnte. Deshalb drängt nun im Alten Feld die Zeit.

Bauliche Vergangenheit ist archäologische Wundertüte

Der Grund für die Verzögerung im Sanierungsablauf liegt für Uwe Schmidtke in der baulichen Vergangenheit des Storchennestes. „Die ist nämlich eine archäologische Wundertüte.“ Und diese Wundertüte habe sich im kleinen Becken überraschend geöffnet:

Dort lasse sich der ebenfalls marode Beckenkopf nicht einfach wie im großen Nachbarbecken ersetzen. „Denn im Beton des kleinen Schwimmbeckens fehlt, warum auch immer, nahezu jeglicher Bewehrungsstahl. Dafür hat man zwar die Wände dicker gemacht, doch sie sind zu schwach, um den Beton des erforderlichen neuen Beckenkopfes zu tragen.“

Lösungssuche und Neuplanung wurde erforderlich

Das Problem habe man jedoch erst mit Beginn der Arbeiten erkennen können. Die Folge: zeitaufwändige Lösungssuche und Neuplanung. „Und nun müssen wir noch wissen, wie teuer das alles wird. Schließlich wollen wir den Finanzrahmen einhalten.“

So habe man letztlich leider das Ziel aufgeben müssen, das kleine Becken ebenfalls noch winterfest zu bekommen.

„Das werden wir wohl nicht mehr schaffen. Wir können nur hoffen, dass sich der Winter gnädig zeigt und so im wasserlosen kleinen Becken keine großen Frostschäden anrichtet.“

Arbeiten in der Vergangenheit kaum dokumentiert

Diese unangenehmen, stets neuen Überraschungen, erklärt Uwe Schmidtke, seien unter anderem auch darin begründet, „dass in der Vergangenheit so gut wie keine im Storchennest vorgenommen Arbeiten dokumentiert worden sind“.

Das aber werde nun professionell gehandhabt, um künftig ein Stochern im Nebel zu vermeiden.

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